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Inhalt:

14. Sonntag im Jahreskreis

A
Evangelium
Mt 11, 25–30

In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du das vor den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen offenbart hast. 

 

Ja, Vater, so hat es dir gefallen. 


Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will. 


Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken. 


Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.

Kommentar Lesungen Psalm

1. Lesung

Sach 9, 9–10

So spricht der Herr: Juble laut, Tochter Zion! Jauchze, Tochter Jerusalem! Siehe, dein König kommt zu dir. Gerecht ist er und Rettung wurde ihm zuteil, demütig ist er und reitet auf einem Esel, ja, auf einem Esel, dem Jungen einer Eselin. 

 

Ausmerzen werde ich die Streitwagen aus Éfraim und die Rosse aus Jerusalem, ausgemerzt wird der Kriegsbogen. 

 

Er wird den Nationen Frieden verkünden; und seine Herrschaft reicht von Meer zu Meer und vom Strom bis an die Enden der Erde.

2. Lesung

Röm 8, 9.11–13

Ihr seid nicht vom Fleisch, sondern vom Geist bestimmt, 
da ja der Geist Gottes in euch wohnt. Wer aber den Geist Christi nicht hat, der gehört nicht zu ihm.

 

Wenn aber der Geist dessen in euch wohnt, der Jesus von den Toten auferweckt hat, dann wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen, durch seinen Geist, der in euch wohnt. 

 

Wir sind also nicht dem Fleisch verpflichtet, Brüder und Schwes-tern, sodass wir nach dem Fleisch leben müssten. Denn wenn ihr nach dem Fleisch lebt, müsst ihr sterben; wenn ihr aber durch den Geist die sündigen Taten des Leibes tötet, werdet ihr leben.

Antwortpsalm

145 1–2.8–9.10–11.13c–14

Ich will dich erheben, meinen Gott und König, ich will deinen Namen preisen auf immer und ewig. Jeden Tag will ich dich preisen und deinen Namen loben auf immer und ewig. 

 

Der HERR ist gnädig und barmherzig, langmütig und reich an Huld. Der HERR ist gut zu allen, sein Erbarmen waltet über all seinen Werken. 

 

Danken sollen dir, HERR, all deine Werke, deine Frommen sollen dich preisen.Von der Herrlichkeit deines Königtums sollen sie reden, von deiner Macht sollen sie sprechen. 

 

Treu ist der HERR in seinen Reden, und heilig in all seinen Werken. Der HERR stützt alle, die fallen, er richtet alle auf, 
die gebeugt sind.

Kommentar

P. Felix Gradl OFM
P. Felix Gradl OFM

Seelsorger, Franziskaner Salzburg

Heuer – wohin?

 

URLAUB – ein Zauberwort. „Wohin geht es heuer in den Urlaub?“ Und – „wie war der Urlaub?“ URLAUB ist das selbstverständliche Thema dieser Wochen. Daraufhin wird lange schon gespart, viel geplant, die Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste. Und das ist gut so: heraus aus dem Trott des Alltags. Für viele muss es gar nichts Besonderes sein – zudem ist es auch eine Sache des Geldes – einfach einmal etwas anderes – was Neues erleben, Abwechslung, wenn möglich gemeinsam mit der Familie sein ohne Druck und Alltagsstress, oder abschalten und zur Ruhe kommen… 

 

Der heutige Evangelientext spricht eine attraktive Einladung aus: „Kommt zu mir alle, die ihr euch plagt und die ihr be- und überlastet seid!“  Das geht doch uns an, trifft den Nagel auf den Kopf – das ist die Realität, in der wir leben: Ansprüche und Anforderungen nehmen stets zu, alles soll funktionieren, alles soll perfekt sein, aber irgendwo ist eine Grenze, man kann nicht mehr, fühlt sich leer und ausgebrannt („Burnout“). Der Antrieb und die Freude fehlen, alles wird mühsam. Die Folgen sind Müdigkeit und Depression…


Fridolin Stier, ein bedeutender Exeget und Theologe des letzten Jahrhunderts, der besonders empfindsam mit der Sprache umging, übersetzte das „ich will euch erquicken“ (anapauso) des Evangeliumtextes zurecht mit „ich werde euch aufatmen lassen“. 


Jesus spricht von einem „Joch“ und bedient sich dabei einer gebräuchlichen jüdischen Redeweise, die gerne vom „Joch des Gesetzes“ oder der „Tora“ spricht. Das Bild kann, muss aber keinesfalls negativ sein. Sein Joch jedenfalls ist leicht, drückt nicht. Das darf ins Allgemeine ausgedehnt werden: Jesus lädt ein bei ihm zu sein: in seinem „Ambiente“ lässt es sich leben, da kann man aufatmen, zu sich selber kommen, die Räume werden frei für den Nächsten und für Gott. Denn sein Weg ist ein Weg des Friedens (vgl. die Lesung aus dem Buch Sach). Die Maßstäbe verschieben sich: Was uns oft so wichtig erscheint (unser „Joch“), relativiert sich. Das Bewusstsein, dass ich nicht allein alles machen muss, dass ich mit großem Vertrauen in meinen Alltag gehen kann, erleichtert, lässt freier atmen und nimmt den Zwang des Unausweichlichen. Ich darf und kann aufatmen – nicht nur im Urlaub.

Weitere Einträge

13. Sonntag im Jahreskreis

A
Mt 10, 37–42
Wer das Leben findet, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es finden.
Kommentar
Sr. Maria Gabriela Unterluggauer HSF

Halleiner Schwestern  Franziskanerinnen

Zwölfter Sonntag im Jahreskreis

A
Mt 10, 26–33
Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet im Licht, und was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet auf den Dächern!
Kommentar
Sr. Franziska König HSF

Halleiner Schwestern Franziskanerinnen

 

Elfter Sonntag im Jahreskreis

Mt 9, 36 – 10, 8
Geht nicht den Weg zu den Heiden und betretet keine Stadt der Samariter, sondern geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel!
Kommentar
Sr. Maria Gabriela Unterluggauer HSF

Halleiner Schwestern Franziskanerinnen

 

Zehnter Sonntag im Jahreskreis

Mt 9, 9–13
"Geht und lernt, was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer!"
Kommentar
Sr. Franziska König HSF

Halleiner Schwestern-Franziskanerinnen

Dreifaltikgkeitssonntag

Joh 3, 16–18
Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet,
sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.
Kommentar
Albert Thaddäus Esterbauer-P.

Vizekanzler der Erzdiözese Salzburg

Pfingsten

A
Joh 20, 19–23
Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.
Kommentar
Albert Thaddäus Esterbauer-P.

Vizekanzler der Erzdiözese Salzburg

Albert Thaddäus Esterbauer-P.

Siebter Sonntag der Osterzeit

A
Joh 17, 1–11a
Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt und ich komme zu dir.
Kommentar
Albert Thaddäus Esterbauer-P.

ist Vizekanzler der Erzdiözese Salzburg.

Sechster Sonntag der Osterzeit

Joh 14, 15–21
Ich bin in meinem Vater, ihr seid in mir und ich bin in euch.
Kommentar
Albert Thaddäus Esterbauer-P.

ist Vizekanzler der Erzdiözese Salzburg

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