19. Sonntag im Jahreskreis
Nachdem Jesus die Menge gespeist hatte, drängte
er die Jünger, ins Boot zu steigen und an das andere Ufer vorauszufahren. Inzwischen wollte er die Leute
nach Hause schicken.
Nachdem er sie weggeschickt hatte, stieg er auf
einen Berg, um für sich allein zu beten. Als es Abend
wurde, war er allein dort.
Das Boot aber war schon viele Stadien vom Land
entfernt und wurde von den Wellen hin und her
geworfen; denn sie hatten Gegenwind.
In der vierten Nachtwache kam er zu ihnen; er ging
auf dem See.
Als ihn die Jünger über den See kommen sahen,
erschraken sie, weil sie meinten, es sei ein Gespenst,
und sie schrien vor Angst. Doch sogleich sprach
Jesus zu ihnen und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es;
fürchtet euch nicht!
Petrus erwiderte ihm und sagte: Herr, wenn du es
bist, so befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir
komme! Jesus sagte: Komm!
Da stieg Petrus aus dem Boot und kam über das
Wasser zu Jesus. Als er aber den heftigen Wind
bemerkte, bekam er Angst. Und als er begann unterzugehen,
schrie er: Herr, rette mich! Jesus streckte
sofort die Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm:
Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt!
Und als sie ins Boot gestiegen waren, legte sich der
Wind.
Die Jünger im Boot aber fielen vor Jesus nieder und
sagten: Wahrhaftig, Gottes Sohn bist du.








