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Inhalt:

16. Sonntag im Jahreskreis

A
Evangelium
Mt 13, 24–30

In jener Zeit erzählte Jesus der Menge folgendes Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der guten Samen auf seinen Acker säte. Während nun die Menschen schliefen, 
kam sein Feind, säte Unkraut unter den Weizen und ging weg. 


Als die Saat aufging und sich die Ähren bildeten, kam auch das Unkraut zum Vorschein. Da gingen die Knechte zu dem Gutsherrn und sagten: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher kommt dann das Unkraut? 
Er antwortete: Das hat ein Feind getan. Da sagten die Knechte zu ihm: Sollen wir gehen und es ausreißen? 


Er entgegnete: Nein, damit ihr nicht zusammen mit dem Unkraut den Weizen ausreißt. Lasst beides wachsen bis zur Ernte und zur Zeit der Ernte werde ich den Schnittern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen; den Weizen aber bringt in meine Scheune!

Kommentar Lesungen Psalm

1. Lesung

Weish 12, 13.16–19

Es gibt keinen Gott, Herr, außer dir, der für alles Sorge trägt; daher brauchst du nicht zu beweisen, dass du gerecht geurteilt hast. 

 

Deine Stärke ist die Grundlage deiner Gerechtigkeit und deine Herrschaft über alles lässt dich alles schonen. Stärke beweist du, wenn man an deine unbeschränkte Macht nicht glaubt, und bei denen, die sie kennen, strafst du die anmaßende Auflehnung. Weil du über Stärke verfügst, richtest du in Milde und behandelst uns mit großer Schonung; denn die Macht steht dir zur Verfügung, wann immer du willst.  

 

Durch solches Handeln hast du dein Volk gelehrt, dass der Gerechte menschenfreundlich sein muss, und hast deinen Söhnen und Töchtern die Hoffnung geschenkt, dass du den Sündern die Umkehr gewährst. 

2. Lesung

Röm 8, 26–27

Der Geist nimmt sich unserer Schwachheit an. Denn wir wissen nicht, was wir in rechter Weise beten sollen; der Geist selber tritt jedoch für uns ein mit unaussprechlichen Seufzern.  Der die Herzen erforscht, weiß, was die Absicht des Geistes ist. Denn er tritt so, wie Gott es will, für die Heiligen ein.

 

Gewiss, die Schöpfung ist der Nichtigkeit unterworfen, nicht aus eigenem Willen, sondern durch den, der sie unterworfen hat, auf Hoffnung hin: Denn auch sie, die Schöpfung, soll von der Knechtschaft der Vergänglichkeit befreit werden zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes. 

 

Denn wir wissen, dass die gesamte Schöpfung bis zum heutigen Tag seufzt und in Geburtswehen liegt. Aber nicht nur das, sondern auch wir, obwohl wir als Erstlingsgabe den Geist haben, auch wir seufzen in unserem Herzen und warten darauf, dass wir mit der Erlösung unseres Leibes als Söhne offenbar werden.

Antwortpsalm

Psalm 86, 5–6.9–10.15–16

Du, mein Herr, bist gut und bereit zu vergeben, reich an Liebe für alle, die zu dir rufen. Vernimm, HERR, mein Bittgebet,  achte auf mein lautes Flehen!

 

Alle Völker, die du gemacht hast, werden kommen und sich niederwerfen, mein Herr, vor deinem Angesicht, sie werden deinen Namen ehren. Denn du bist groß und tust Wunder, nur du bist Gott, du allein. 

 

Du, Herr, bist ein barmherziger und gnädiger Gott, langsam zum Zorn und reich an Huld und Treue. Wende dich mir zu und sei mir gnädig, gib deinem Knecht deine Stärke und rette den Sohn deiner Magd!

Kommentar

P. Felix Gradl OFM
P. Felix Gradl OFM

Seelsorger, Franziskaner Salzburg

Mut zur Gelassenheit

 

Wer immer es auch nur mit einem Garten zu tun hat, kennt   das Phänomen – das Unkraut. Es kommt wie das Amen im Gebet. Obwohl es kein Mensch „gewollt“ hat, ist es einfach da. Da bleibt nichts anderes übrig als zu jäten, (dosiert) Mittel anzuwenden, um das Unkraut zu vertilgen. 
Aber – was ist mit dem „Unkraut“ auf dem Feld unserer Lebenswirklichkeit?  Da läuft so vieles schief, in den Beziehungen, in den Familien etwa. Die „anderen“ funktionieren nicht so, wie ich es mir vorstelle, in Kirche und Politik gibt immer wieder solche, die es einfach „falsch“ machen, am meisten leiden viele darunter, dass die kommenden Generationen eigene, ungewohnte Wege gehen. 
Wir haben doch unser Bestes versucht, das ist die Klage vieler Eltern, wenn es im Leben ihrer Kinder, schon erwachsener Kinder, nicht so läuft, wie „man“ sich das vorgestellt und gewünscht hat. Sie gehen nicht mehr in die Kirche, leben in lockeren Verhältnissen…
Das alles wird nicht bestritten. Aber – wie damit umgehen?
Jesus rät zu Zurückhaltung. Mit der Radikalität des Ausreißens ist nichts gewonnen. Einfach einmal wachsen lassen. Wer weiß, vielleicht erweist sich, was zunächst als Unkraut wahrgenommen wird, als gute Frucht. Wir sind auf der biologischen Seite heute auch wesentlich vorsichtiger geworden: nicht jedes Unkraut ist wirklich Un-Kraut.
Da braucht es den Mut zur Gelassenheit: ein wunderbares Wort – es einfach s“ein lassen“. Das heißt nicht, gleichgültig und teilnahmslos zu bleiben, weils „eh wurscht“ ist. Aber es gibt nicht einfach gut und bös. Zu einfache Lösungen und vorschnelle Urteile sind höchst verdächtig. Drum: als gläubige Menschen dürfen wir mit gutem Gewissen so manches auch IHM überlassen. Im Herzen tragen wir es mit, aber nicht ängstlich, sondern gelassen. Als Glaubende dürfen wir uns auf IHN verlassen. Leichter gesagt als getan. Gewiss: aber der immer neue Versuch ist es wert. Und es lebt sich‘s leichter, seid nicht zu ängstlich besorgt um das Morgen. Gelassenheit lässt sich nicht verordnen, aber kleine Schritte lassen sich üben und jeder Schritt ist ein großer Erfolg.

Weitere Einträge

15. Sonntag im Jahreskreis

A
Mt 13, 1–9
Ein anderer Teil aber fiel auf guten Boden und brachte Frucht, teils hundertfach, teils sechzigfach, teils dreißigfach.
Kommentar
P. Felix Gradl OFM

Seelsorger, Franziskaner Salzburg

P. Felix Gradl OFM

14. Sonntag im Jahreskreis

A
Mt 11, 25–30
Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken.
Kommentar
P. Felix Gradl OFM

Seelsorger, Franziskaner Salzburg

P. Felix Gradl OFM

13. Sonntag im Jahreskreis

A
Mt 10, 37–42
Wer das Leben findet, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es finden.
Kommentar
Sr. Maria Gabriela Unterluggauer HSF

Halleiner Schwestern  Franziskanerinnen

Zwölfter Sonntag im Jahreskreis

A
Mt 10, 26–33
Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet im Licht, und was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet auf den Dächern!
Kommentar
Sr. Franziska König HSF

Halleiner Schwestern Franziskanerinnen

 

Elfter Sonntag im Jahreskreis

Mt 9, 36 – 10, 8
Geht nicht den Weg zu den Heiden und betretet keine Stadt der Samariter, sondern geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel!
Kommentar
Sr. Maria Gabriela Unterluggauer HSF

Halleiner Schwestern Franziskanerinnen

 

Zehnter Sonntag im Jahreskreis

Mt 9, 9–13
"Geht und lernt, was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer!"
Kommentar
Sr. Franziska König HSF

Halleiner Schwestern-Franziskanerinnen

Dreifaltikgkeitssonntag

Joh 3, 16–18
Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet,
sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.
Kommentar
Albert Thaddäus Esterbauer-P.

Vizekanzler der Erzdiözese Salzburg

Pfingsten

A
Joh 20, 19–23
Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.
Kommentar
Albert Thaddäus Esterbauer-P.

Vizekanzler der Erzdiözese Salzburg

Albert Thaddäus Esterbauer-P.
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