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Inhalt:

15. Sonntag im Jahreskreis

A
Evangelium
Mt 13, 1–9

An jenem Tag verließ Jesus das Haus und setzte sich an das Ufer des Sees. Da versammelte sich eine große Menschenmenge um ihn. 


Er stieg deshalb in ein Boot und setzte sich. Und alle Menschen standen am Ufer. Und er sprach lange zu ihnen in Gleichnissen. Er sagte: Siehe, ein Sämann ging hinaus, um zu säen. Als er säte, fiel ein Teil auf den Weg und die Vögel kamen und fraßen es. 


Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war; als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte. Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat. 


Ein anderer Teil aber fiel auf guten Boden und brachte Frucht, teils hundertfach, teils sechzigfach, teils dreißigfach. Wer Ohren hat, der höre!

Kommentar Lesungen Psalm

1. Lesung

Jes 55, 10–11

So spricht der Herr: Wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht dorthin zurückkehrt, ohne die Erde zu tränken und sie zum Keimen und Sprossen zu bringen, dass sie dem Sämann Samen gibt und Brot zum Essen, so ist es auch mit dem Wort, das meinen Mund verlässt: Es kehrt nicht leer zu mir zurück, ohne zu bewirken, was ich will, und das zu erreichen, wozu ich es ausgesandt habe.

2. Lesung

Röm 8, 18–23

Leiden der gegenwärtigen Zeit nichts bedeuten im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll. Denn die Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes.

 

Gewiss, die Schöpfung ist der Nichtigkeit unterworfen, nicht aus eigenem Willen, sondern durch den, der sie unterworfen hat, auf Hoffnung hin: Denn auch sie, die Schöpfung, soll von der Knechtschaft der Vergänglichkeit befreit werden zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes. 

 

Denn wir wissen, dass die gesamte Schöpfung bis zum heutigen Tag seufzt und in Geburtswehen liegt. Aber nicht nur das, sondern auch wir, obwohl wir als Erstlingsgabe den Geist haben, auch wir seufzen in unserem Herzen und warten darauf, dass wir mit der Erlösung unseres Leibes als Söhne offenbar werden.

Antwortpsalm

65 10.11–12.13–14

Du hast für das Land gesorgt, es getränkt, es überschüttet mit Reichtum. Der Bach Gottes ist voller Wasser, gedeihen lässt du ihnen das Korn, so lässt du das Land gedeihen. 

 

Du hast seine Furchen getränkt, seine Schollen geebnet, du machst es weich durch Regen, segnest seine Gewächse. Du hast das Jahr mit deiner Güte gekrönt, von Fett triefen deine Spuren. 

 

In der Steppe prangen Auen, es gürten sich die Höhen mit Jubel. Die Weiden bekleiden sich mit Herden, es hüllen sich die Täler in Korn. Sie jauchzen, ja, sie singen.

Kommentar

P. Felix Gradl OFM
P. Felix Gradl OFM

Seelsorger, Franziskaner Salzburg

Bilder vom „Gottesreich“

 

Jesus erzählt „Gleichnisse“ („Parabeln“): es handelt sich um Hinweise, Anmerkungen und kleine Geschichten. Sie sind der Erfahrung und dem Alltag entnommen, in einer leicht verständlichen Sprache formuliert und in ihrer unmittelbaren Aussage einsichtig und verständlich. Was aber die biblischen Gleichnisse ausmacht ist: diese vordergründigen Aussagen weisen auf etwas anderes. Es soll eine Wirklichkeit verständlich und zugänglich gemacht werden, die nicht von selbst und augenscheinlich einleuchtet. Von daher können Gleichnisse entweder nicht oder missverstanden werden. Die Botschaft Jesu redet vom „Himmelreich“ („Gottesreich“), d.i. von „der Königsherrschaft Gottes“ – aber: was ist „Himmelreich“? Das haben die Menschen von damals gefragt, und das fragen sie bis zum heutigen Tag. Die Frage lässt sich nicht mit einem Wort oder einem Satz beantworten, sie hat viele Facetten.

 

Gleichnisse liefern Bilder, sind Hilfen zum besseren Verstehen, bleiben freilich in gewisser Weise immer auch mehrdeutig.
Der Reigen der Gleichnisse beginnt mit dem Hinweis auf die Verschiedenartigkeit des Ackerbodens, ein Phänomen, das jedem, der auf dem Land aufgewachsen ist, selbstverständlich ist. Die Folgen sind auch selbstverständlich. Auf unfruchtbarem Boden wird nichts gedeihen. Jesus nimmt diese Gegebenheiten als Bilder für die Verkündigung seiner Botschaft. So lehrt es die Erfahrung: die Menschen reagieren je verschieden – gleichgültig (unbeteiligt), begeistert (aber oberflächlich), wohlwollend (aber halbherzig), ehrlich und verständig.


Der Same wird ausgestreut, aber selbst der, der auf „guten Boden“ fällt, geht nicht überall gleich auf, trägt dreißigfache, sechzigfache, ja hundertfache Frucht, so das Markusevangelium (4,9). Das Mt-Ev dreht die Reihenfolge um: teils 100-fach, teils 60-fach, teils 30-fach (13,8). Da mag die ernüchternde Erfahrung dahinterstehen, dass der erwartete „Erfolg“ ausbleibt. Die Wirksamkeit des Wortes wird nicht in Frage gestellt: wie der Regen, wenn er niederfällt, die Erde benetzt und das Korn zum Keimen kommt, so sicher wirkt sein Wort (vgl. Text der Lesung!). 


Die Verantwortung, wie es aufgeht, liegt nicht allein bei uns, wir dürfen ein Gutteil auch IHM überlassen.

Weitere Einträge

14. Sonntag im Jahreskreis

A
Mt 11, 25–30
Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken.
Kommentar
P. Felix Gradl OFM

Seelsorger, Franziskaner Salzburg

P. Felix Gradl OFM

13. Sonntag im Jahreskreis

A
Mt 10, 37–42
Wer das Leben findet, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es finden.
Kommentar
Sr. Maria Gabriela Unterluggauer HSF

Halleiner Schwestern  Franziskanerinnen

Zwölfter Sonntag im Jahreskreis

A
Mt 10, 26–33
Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet im Licht, und was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet auf den Dächern!
Kommentar
Sr. Franziska König HSF

Halleiner Schwestern Franziskanerinnen

 

Elfter Sonntag im Jahreskreis

Mt 9, 36 – 10, 8
Geht nicht den Weg zu den Heiden und betretet keine Stadt der Samariter, sondern geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel!
Kommentar
Sr. Maria Gabriela Unterluggauer HSF

Halleiner Schwestern Franziskanerinnen

 

Zehnter Sonntag im Jahreskreis

Mt 9, 9–13
"Geht und lernt, was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer!"
Kommentar
Sr. Franziska König HSF

Halleiner Schwestern-Franziskanerinnen

Dreifaltikgkeitssonntag

Joh 3, 16–18
Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet,
sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.
Kommentar
Albert Thaddäus Esterbauer-P.

Vizekanzler der Erzdiözese Salzburg

Pfingsten

A
Joh 20, 19–23
Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.
Kommentar
Albert Thaddäus Esterbauer-P.

Vizekanzler der Erzdiözese Salzburg

Albert Thaddäus Esterbauer-P.

Siebter Sonntag der Osterzeit

A
Joh 17, 1–11a
Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt und ich komme zu dir.
Kommentar
Albert Thaddäus Esterbauer-P.

ist Vizekanzler der Erzdiözese Salzburg.

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