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Inhalt:

28. Sonntag im Jahreskreis

Lesejahr C
Evangelium
Lk 17, 11–19

Es geschah auf dem Weg nach Jerusalem:  Jesus zog durch das Grenzgebiet von Samárien und Galiläa. Als er in ein Dorf hineingehen wollte, kamen ihm zehn Aussätzige entgegen. 
Sie blieben in der Ferne stehen und riefen:  Jesus, Meister, hab Erbarmen mit uns!  Als er sie sah, sagte er zu ihnen: Geht, zeigt euch den Priestern! Und es geschah: Während sie hingingen, 
wurden sie rein.  Einer von ihnen aber kehrte um, als er sah, dass er geheilt war; und er lobte Gott mit  lauter Stimme. Er warf sich vor den Füßen Jesu auf das Angesicht und dankte ihm.  Dieser Mann war ein Samaríter.  Da sagte Jesus: Sind nicht zehn rein geworden? Wo sind die neun? Ist denn keiner umgekehrt, um Gott zu ehren, außer diesem Fremden?  Und er sagte zu ihm: Steh auf und geh!  Dein Glaube hat dich gerettet.

Kommentar Lesungen Psalm

1. Lesung

2 Kön 5, 14–17

In jenen Tagen ging Náaman,  der Syrer, zum Jordan hinab und tauchte siebenmal unter, wie ihm der Gottesmann Elíscha befohlen hatte. Da wurde sein Leib gesund wie der Leib eines Kindes und  er war rein von seinem Aussatz.  Nun kehrte er mit seinem ganzen Gefolge zum Gottesmann zurück, trat vor ihn hin und sagte: Jetzt weiß ich, dass es nirgends auf der Erde einen Gott gibt außer in Israel. So nimm jetzt von deinem Knecht ein Dankgeschenk an! Elíscha antwortete: So wahr der HERR lebt, in dessen Dienst ich stehe: Ich nehme nichts an. Auch als Náaman ihn dringend bat,  es zu nehmen, lehnte er ab.  Darauf sagte Náaman: Wenn es also nicht sein kann, dann gebe man deinem Knecht so viel Erde, wie zwei Maultiere tragen  können; denn dein Knecht wird keinem andern Gott mehr Brand- und Schlachtopfer darbringen als dem HERRN allein.

2. Lesung

2. Lesung 2 Tim 2, 8–13

Denke an Jesus Christus,  auferweckt von den Toten, aus Davids Geschlecht, gemäß meinem Evangelium, um  dessentwillen ich leide bis hin zu den Fesseln wie ein Verbrecher; aber das Wort Gottes ist nicht gefesselt.  Deshalb erdulde ich alles um der Auserwählten willen, damit auch sie das Heil in Christus Jesus erlangen mit ewiger  Herrlichkeit.  Das Wort ist glaubwürdig: 
Wenn wir nämlich mit  Christus gestorben sind, werden wir auch mit ihm leben;  wenn wir standhaft bleiben, werden wir auch mit ihm herrschen; wenn wir ihn verleugnen, wird auch er 
uns verleugnen. Wenn wir untreu sind, bleibt er doch treu, denn er kann sich selbst nicht verleugnen.

Antwortpsalm

Psalm 98 1.2–3b.3c–4

Singet dem HERRN ein neues Lied, denn er hat wunderbare Taten vollbracht! Geholfen hat ihm seine Rechte und sein 
heiliger Arm. Der HERR hat sein Heil bekannt gemacht und sein gerechtes Wirken enthüllt vor den Augen der Völker. Er gedachte seiner  Huld und seiner Treue zum Hause Israel. 

Alle Enden der Erde sahen das Heil unsres Gottes. Jauchzet dem HERRN, alle Lande, freut euch, jubelt und singt!

Kommentar

Brunhilde Egerbacher

Pfarrgemeinderats-Obfrau des Pfarrverbandes Thiersee-Landl

Wer denkt, dankt

 

Jesus heilt in dieser Erzählung zehn Aussätzige von ihrem schrecklichen Leiden, das sie nicht nur körperlich, sondern auch psychisch schwerst beeinträchtigt: von Schmerzen gepeinigt sind sie von jeglicher Alltagsnormalität ausgeschlossen. 
So bleiben sie in der Ferne stehen, als Jesus vorbeikommt. Ihre Not hat sie zusammengeschweißt und sie rufen laut: „Jesus, Meister, erbarme dich unser!“ Jesus, der ihr tiefes Vertrauen erkennt, lässt sie zu den Priestern gehen und während sie hingehen werden sie rein. Was muss das für diese Ausgestoßenen bedeutet haben? Gesund sein und wieder am täglichen Leben der anderen uneingeschränkt teilnehmen zu können! Ihre Augen erkennen sofort die vielen guten Möglichkeiten, die ihnen nun eröffnet werden, aber nur einer hat Augen, die Gottes unendliche Liebe sehen.

 

Jeden Tag wird er – genauso, wie wir heute – von Wundern der Liebe Gottes begleitet.

Diese Geschenke Gottes, die aufgehende Sonne, das Lachen der Kinder, unsere Gesundheit, die sinnvolle Arbeit und so vieles mehr erkennt er als Gnadengaben. Er kehrt um und lobt Gott mit lauter Stimme.
So teilt diese Geschichte, wie Papst Franziskus schreibt, die Welt in zwei Teile: jene, die nicht danken und alles so nehmen, als sei es ihnen geschuldet, und jene die sich der Gnade Gottes bewusst sind und danken. Papst Benedikt meinte dazu: Es ist letztlich der Glaube, der den Menschen rettet und dieser kommt in der Dankbarkeit zum Ausdruck. Der auf Gott Vertrauende weiß, dass alles, auch wenn es von Menschen oder aus der Natur kommt, seinen Ursprung in Gott hat.
Einer, ein Samariter, ist dankbar, die anderen neun sind wohl zu beschäftigt, um Dank zu sagen: Ist es vielleicht auch so in unserer Zeit? Die Feier der hl. Eucharistie (Eucharistia, das griechische Wort für Dankbarkeit bzw. Danksagung), dieses schöne gemeinsame DANKE jeden Sonntag, verkümmert in der Flut anderer Beschäftigungen bzw. Freizeitaktivitäten.
Jean-Baptiste Massillon, der Hofprediger des Sonnenkönigs, bezeichnet die Dankbarkeit als „Gedächtnis des Herzens“ und der englische Staatsphilosoph Francis Bacon hält unmissverständlich fest: „Nicht die Glücklichen sind dankbar, sondern die Dankbaren sind glücklich.“ 

Weitere Einträge

Zehnter Sonntag im Jahreskreis

Mt 9, 9–13
"Geht und lernt, was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer!"
Kommentar
Sr. Franziska König HSF

Halleiner Schwestern-Franziskanerinnen

Dreifaltikgkeitssonntag

Joh 3, 16–18
Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet,
sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.
Kommentar
Albert Thaddäus Esterbauer-P.

Vizekanzler der Erzdiözese Salzburg

Pfingsten

A
Joh 20, 19–23
Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.
Kommentar
Albert Thaddäus Esterbauer-P.

Vizekanzler der Erzdiözese Salzburg

Albert Thaddäus Esterbauer-P.

Siebter Sonntag der Osterzeit

A
Joh 17, 1–11a
Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt und ich komme zu dir.
Kommentar
Albert Thaddäus Esterbauer-P.

ist Vizekanzler der Erzdiözese Salzburg.

Sechster Sonntag der Osterzeit

Joh 14, 15–21
Ich bin in meinem Vater, ihr seid in mir und ich bin in euch.
Kommentar
Albert Thaddäus Esterbauer-P.

ist Vizekanzler der Erzdiözese Salzburg

Fünfter Sonntag der Osterzeit

A
Joh 14, 1–12
Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen und er wird noch größere als diese vollbringen, denn ich gehe zum Vater.
Kommentar
Albert Thaddäus Esterbauer-P.

Albert Thaddäus Esterbauer-P. ist Vizekanzler der Erzdiözese Salzburg.

Vierter Sonntag der Osterzeit

Joh 10, 1–10
Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden.
Kommentar
Alexandra Kunstmann-Hirnböck

 Krankenhausseelsorgerin am Landeskrankenhaus
 Salzburg

Alexandra Kunstmann-Hirnböck

Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit

Joh 20, 19–31
Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!
Kommentar
Alexandra Kunstmann-Hirnböck

 Krankenhausseelsorgerin am Landeskrankenhaus
 Salzburg

Alexandra Kunstmann-Hirnböck
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