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Inhalt:

31. Sonntag im Jahreskreis

Lesejahr C
Evangelium
Joh 14, 1–6

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt:  Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten? Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin. Und wohin ich gehe –  den Weg dorthin kennt ihr. Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie können wir dann  den Weg kennen? Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.

Kommentar Lesungen Psalm

1. Lesung

Ijob 19, 1.23–27a

Íjob sprach: Würden meine Worte doch geschrieben, würden sie doch in ein Buch eingeritzt, mit eisernem Griffel und mit Blei,  für immer gehauen in den Fels. Doch ich, ich weiß: 
Mein Erlöser lebt, als Letzter erhebt er sich über dem Staub. Ohne meine Haut, die so zerfetzte, und ohne mein Fleisch werde ich Gott schauen. Ihn selber werde ich dann für mich schauen; meine Augen werden ihn sehen, nicht mehr fremd.

 

2. Lesung

2. Lesung Röm 8, 14-23

Alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Kinder Gottes. Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, sodass ihr immer noch Furcht haben müsstet, sondern ihr habt den Geist der Kindschaft  empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater!  Der Geist selber bezeugt unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind. Sind wir aber Kinder,  dann auch Erben; Erben Gottes und Miterben Christi, wenn wir mit ihm leiden, um mit ihm  auch verherrlicht zu werden. Ich bin nämlich überzeugt, dass die Leiden der gegenwärtigen Zeit nichts bedeuten im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll. 
Denn die Schöpfung wartet  sehnsüchtig auf das Offenbar-werden der Söhne Gottes. Gewiss, die Schöpfung ist der Nichtigkeit unterworfen, nicht aus eigenem Willen, sondern durch den, der sie unterworfen hat, auf Hoffnung hin: 
Denn auch sie, die Schöpfung, soll von der Knechtschaft der Vergänglichkeit befreit werden zur Freiheit und Herrlichkeit 
der Kinder Gottes. Denn wir wissen, dass die gesamte Schöpfung bis zum heutigen Tag seufzt und in Geburtswehen liegt. Aber nicht nur das, sondern auch wir, obwohl wir als Erstlingsgabe den Geist haben, auch wir seufzen in unserem Herzen und warten darauf, dass wir mit der Erlösung unseres Leibes als Söhne offenbar werden.

Antwortpsalm

Psalm 42, 2–3.5bcd; Ps 43, 3–4

Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so lechzt meine Seele, Gott, nach dir. Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann darf ich kommen und erscheinen vor Gottes Angesicht?  Ich will in einer Schar  einherziehn. Ich will in ihr zum Hause Gottes schreiten, im Schall von Jubel und Dank in festlich wogender Menge.  Sende dein Licht und deine Wahrheit; sie sollen mich leiten; sie sollen mich bringen zu 
deinem heiligen Berg und zu  deinen Wohnungen. So will ich kommen zu Gottes Altar, zum Gott meiner Freude und meines Jubels. Ich will dir danken zur Leier, Gott, du mein Gott.

 

Kommentar

David Pernkopf

Pressereferent der Erzdiözese Salzburg

Keiner lebt sich selber – 
keiner stirbt sich selber 

 

Das Reden über den Tod überfordert uns alle. Deshalb hilft uns die Heilige Schrift, Entlastung zu schaffen – gemäß dem Wort:
„Die Schrift ist heilig, nicht weil sie Lasten heiligt, sondern Herzen entlastet.“ An diesem Sonntag, geprägt vom Fest Allerseelen, drängt sich eine solche Entlastung auf, die die ganze Dramatik des Todes wie auch den Zusammenhang mit dem Leben in den Blick nimmt: Die Frage nach Gott stellt sich jetzt, und Heil ereignet sich im Heute. Bezogen auf Allerseelen: Das Leben der kommenden Welt wirkt bereits jetzt. Von Gott her gibt es keinen Bruch zwischen Zeit und Ewigkeit – was jetzt geschieht, gilt für immer, und umgekehrt. Wenn Hiob im Alten Testament bekennt:  „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“, dann ahnen wir etwas von dieser Entlastung. Es ist ein Wort des Trostes und des Vertrauens, aber auch der Bitterkeit: Hiob bezeugt Gottes Lebendigkeit mitten im Leid. Gott rückt ins Zentrum seiner Aufmerksamkeit, wird zum Thema seines Lebens. Diese Erfahrung ist endgültig – Hiobs Glaube zerbricht beinahe daran, wird aber neu gefunden als Beziehung zu Gott.
Im Römerbrief sagt Paulus: „Alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Kinder Gottes.“Auch hier gilt: Wir erkennen Gott nicht erst nach dem Tod, sondern schon jetzt – wenn wir uns von seinem Geist führen lassen. Der Geist macht die Gegenwart zum Ort der Beziehung. Im Johannesevangelium spricht Jesus:„Und wohin ich gehe – den Weg dorthin kennt ihr.“
Er ist der Gott der gegenwärtigen Weggemeinschaft. Der Weg in Gottes Zukunft ist kein esoterischer Pfad mühsamer Erkenntnis, sondern gelebte Beziehung – mit Gott und miteinander. Weil Gott über die Zeiten hinweg für uns wirkt, können auch wir über die Zeiten hinweg füreinander wirken. Keiner von uns ist eine Insel. Von der Wiege bis zur Bahre: Keiner lebt sich selber – keiner stirbt sich selber. Das führt uns ins Herz des Festes Allerseelen – und ins Herz christlicher Hoffnung: Weil wir jetzt in Beziehung zu Gott stehen, können wir handeln und beten, auch für jene, die uns vorausgegangen sind. In Christus sind Lebende und Tote eins. Die Fragen des Lebensendes sind mit Angst, Ohnmacht und Verlust beladen. Die Entlastung durch die Schrift lautet:Verdrängung belastet. Beziehung rettet. 

Weitere Einträge

Elfter Sonntag im Jahreskreis

Mt 9, 36 – 10, 8
Geht nicht den Weg zu den Heiden und betretet keine Stadt der Samariter, sondern geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel!
Kommentar
Sr. Maria Gabriela Unterluggauer HSF

Halleiner Schwestern Franziskanerinnen

 

Zehnter Sonntag im Jahreskreis

Mt 9, 9–13
"Geht und lernt, was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer!"
Kommentar
Sr. Franziska König HSF

Halleiner Schwestern-Franziskanerinnen

Dreifaltikgkeitssonntag

Joh 3, 16–18
Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet,
sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.
Kommentar
Albert Thaddäus Esterbauer-P.

Vizekanzler der Erzdiözese Salzburg

Pfingsten

A
Joh 20, 19–23
Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.
Kommentar
Albert Thaddäus Esterbauer-P.

Vizekanzler der Erzdiözese Salzburg

Albert Thaddäus Esterbauer-P.

Siebter Sonntag der Osterzeit

A
Joh 17, 1–11a
Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt und ich komme zu dir.
Kommentar
Albert Thaddäus Esterbauer-P.

ist Vizekanzler der Erzdiözese Salzburg.

Sechster Sonntag der Osterzeit

Joh 14, 15–21
Ich bin in meinem Vater, ihr seid in mir und ich bin in euch.
Kommentar
Albert Thaddäus Esterbauer-P.

ist Vizekanzler der Erzdiözese Salzburg

Fünfter Sonntag der Osterzeit

A
Joh 14, 1–12
Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen und er wird noch größere als diese vollbringen, denn ich gehe zum Vater.
Kommentar
Albert Thaddäus Esterbauer-P.

Albert Thaddäus Esterbauer-P. ist Vizekanzler der Erzdiözese Salzburg.

Vierter Sonntag der Osterzeit

Joh 10, 1–10
Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden.
Kommentar
Alexandra Kunstmann-Hirnböck

 Krankenhausseelsorgerin am Landeskrankenhaus
 Salzburg

Alexandra Kunstmann-Hirnböck
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