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Inhalt:

11. Sonntag im Jahreskreis

Lesejahr B
Evangelium
Mk 4,26-34

In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät; dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst und der Mann weiß nicht, wie. Die Erde bringt von selbst ihre Frucht, zuerst den Halm, dann die Ähre, dann das volle Korn in der Ähre. Sobald aber die Frucht reif ist, legt er die Sichel an; denn die Zeit der Ernte ist da.
Er sagte: Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen, mit welchem Gleichnis sollen wir es beschreiben? Es gleicht einem Senfkorn. Dieses ist das kleinste von allen Samenkörnern,
die man in die Erde sät. Ist es aber gesät, dann geht es auf und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige, sodass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können. Durch viele solche Gleichnisse verkündete
er ihnen das Wort, so wie sie es aufnehmen konnten. Er redete nur in Gleichnissen zu ihnen; seinen Jüngern aber erklärte er alles, wenn er mit ihnen allein war.

Kommentar Lesungen Psalm

1. Lesung

Ez 17,22-24

So spricht GOTT, der Herr: Ich selbst nehme vom hohen Wipfel der Zeder und setze ihn ein. Einen zarten Zweig aus ihren obersten Ästen breche ich ab, ich selbst pflanze ihn auf einen hohen und aufragenden Berg. Auf dem hohen Berg Israels pflanze ich ihn. Dort treibt er dann Zweige, er trägt Früchte und wird zur prächtigen Zeder. Alle Vögel wohnen darin; alles, was Flügel hat, wohnt im Schatten ihrer Zweige. Dann werden alle Bäume des Feldes erkennen, dass ich der HERR bin. Ich mache den hohen Baum niedrig, den niedrigen Baum mache ich hoch.
Ich lasse den grünenden Baum verdorren, den verdorrten Baum lasse ich erblühen. Ich, der HERR, habe gesprochen und ich führe es aus.

2. Lesung

2 Kor 5,6-10

Wir sind immer zuversichtlich, auch wenn wir wissen, dass wir fern vom Herrn in der Fremde leben, solange wir in diesem Leib
zu Hause sind; denn als Glaubende gehen wir unseren Weg, nicht als Schauende. Weil wir aber zuversichtlich sind, ziehen wir es vor, aus dem Leib auszuwandern und daheim beim Herrn zu sein. Deswegen suchen wir unsere Ehre darin, ihm zu gefallen, ob wir daheim oder in der Fremde sind. Denn wir alle
müssen vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden, damit jeder seinen Lohn empfängt für das Gute oder Böse, das er im irdischen Leben getan hat.

Antwortpsalm

Ps 92, 2–3.13–14.15–16

Gut ist es, dem HERRN zu danken, deinem Namen, du Höchster, zu singen und zu spielen, am Morgen deine Huld zu verkünden und in den Nächten deine Treue.
 
Der Gerechte sprießt wie die Palme, er wächst wie die Zeder des Líbanon. Gepflanzt im Hause des HERRN, sprießen sie in den Höfen unseres Gottes.

 

Sie tragen Frucht noch im Alter und bleiben voll Saft und Frische; sie verkünden: Der HERR ist redlich, mein Fels! An ihm ist kein Unrecht.

Kommentar

Reni Mumelter

Religionslehrerin in Ebbs

Im Kleinen ist oft Großes verborgen

 

Die Bibelstelle vom Senfkorn ist für mich als Religionslehrerin super – selbst das Kleinste kann ganz groß werden. Ich kann mit den Kindern über das Kleinsein, Großwerden und das Über-ich-Hinauswachsen philosophieren. Ich bringe dann immer Senfkörner mit in die Schule und zeige sie her: So klein ist das und dann wird doch eine ziemlich große Pflanze daraus – nicht selten kommen wir dann darauf, dass wir Menschen am Anfang unserer Existenz auch ganz klein sind und dann so groß werden. Ja, es ist eine ganz wunderbare Bibelstelle, die sich einfach erklären lässt, und ich habe wirklich ganz tolle Stunden mit den Kindern, die wunderbare Gedanken zum Kleinsein und Großwerden haben …  Tja, es wäre schön, wenn alles so wäre… Aber, einfach ist es eigentlich nie, wenn es um Jesus, Gott oder die Bibel geht…denn da schwingt noch so vieles mit.

Zunächst geht es für mich darum, wie Jesus das Reich Gottes erklärt – wie so oft, denn er wird immer wieder danach gefragt. Fragen über Fragen. Man möchte eben immer alles erklärt haben – auch das Unerklärbare. Ich kenne das von mir auch sehr gut.

Jesus spricht über das Unerklärbare: über das Reich Gottes und in einem Gleichnis. Er wählt das Bild von einem Mann der Samen sät. Ich denke, das entspricht der damalig gängigen Lebenswelt – was wäre das wohl heute? Alles wächst und gedeiht, aber der Mann weiß nicht wie – ein Hinweis darauf, dass wir alle ohne Zutun Gottes nichts auf die Reihe bekommen würden? Ich denke nicht. Jesus beschreibt das Leben in Bildern, damit wir alle verstehen können worum es geht. Es wird gesät, dann wächst alles und dann kann geerntet werden. Es klingt so einfach und doch weiß jeder, der mit dem zu tun hat, wie viel Herzblut, Schweiß und Arbeit dahinterstecken. Ja, Jesus mag nur mit seinen Eingeweihten ehrlich und offen geredet haben, aber diese Bibelstelle zeigt uns, dass er auf vielen Wegen immer wieder versucht hat, uns teil haben zu lassen und er zeigt uns, dass es noch mehr zu erkennen gibt. Ist das nicht schön?

Weitere Einträge

14. Sonntag im Jahreskreis

A
Mt 11, 25–30
Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken.
Kommentar
P. Felix Gradl OFM

Seelsorger, Franziskaner Salzburg

P. Felix Gradl OFM

13. Sonntag im Jahreskreis

A
Mt 10, 37–42
Wer das Leben findet, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es finden.
Kommentar
Sr. Maria Gabriela Unterluggauer HSF

Halleiner Schwestern  Franziskanerinnen

Zwölfter Sonntag im Jahreskreis

A
Mt 10, 26–33
Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet im Licht, und was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet auf den Dächern!
Kommentar
Sr. Franziska König HSF

Halleiner Schwestern Franziskanerinnen

 

Elfter Sonntag im Jahreskreis

Mt 9, 36 – 10, 8
Geht nicht den Weg zu den Heiden und betretet keine Stadt der Samariter, sondern geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel!
Kommentar
Sr. Maria Gabriela Unterluggauer HSF

Halleiner Schwestern Franziskanerinnen

 

Zehnter Sonntag im Jahreskreis

Mt 9, 9–13
"Geht und lernt, was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer!"
Kommentar
Sr. Franziska König HSF

Halleiner Schwestern-Franziskanerinnen

Dreifaltikgkeitssonntag

Joh 3, 16–18
Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet,
sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.
Kommentar
Albert Thaddäus Esterbauer-P.

Vizekanzler der Erzdiözese Salzburg

Pfingsten

A
Joh 20, 19–23
Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.
Kommentar
Albert Thaddäus Esterbauer-P.

Vizekanzler der Erzdiözese Salzburg

Albert Thaddäus Esterbauer-P.

Siebter Sonntag der Osterzeit

A
Joh 17, 1–11a
Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt und ich komme zu dir.
Kommentar
Albert Thaddäus Esterbauer-P.

ist Vizekanzler der Erzdiözese Salzburg.

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