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Inhalt:

Dreifaltikgkeitssonntag

Evangelium
Joh 3, 16–18

Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, 
sondern ewiges Leben hat. 


Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.

 

Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des einzigen Sohnes Gottes geglaubt hat.

Kommentar Lesungen Psalm

1. Lesung

Ex 34, 4b.5–6.8–9

In jenen Tagen stand Mose früh am Morgen auf und ging auf den Sínai hinauf, wie es ihm der HERR aufgetragen hatte.
Der HERR aber stieg in der Wolke herab und stellte sich dort neben ihn hin. 


Er rief den Namen des HERRN aus. Der HERR ging vor seinem Angesicht vorüber und rief: Der HERR ist der HERR, ein barmherziger und gnädiger Gott, langmütig und reich an Huld und Treue: Sofort verneigte sich Mose bis zur Erde und warf sich zu Boden. 


Er sagte: Wenn ich Gnade in deinen Augen gefunden habe, mein Herr, dann ziehe doch, mein Herr, in unserer Mitte! Weil es ein hartnäckiges Volk ist, musst du uns unsere Schuld und Sünde vergeben und uns dein Eigentum sein lassen!

2. Lesung

2 Kor 13, 11–13

Schwestern und Brüder, freut euch, kehrt zur Ordnung zurück, lasst euch ermahnen, seid eines Sinnes, haltet Frieden!

 

Dann wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein. Grüßt einander mit dem heiligen Kuss! Es grüßen euch alle Heiligen. 


Die Gnade des Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen! 

Antwortpsalm

Dan 3, 52.53.54.55.56

Gepriesen bist du, HERR, du Gott unserer Väter.

Gerühmt und verherrlicht in Ewigkeit.

Gepriesen bist du im Tempel deiner heiligen Herrlichkeit. Gerühmt und verherrlicht in Ewigkeit.
Gepriesen bist du, der in die Tiefen schaut und auf Kérubim thront.

Gerühmt und verherrlicht in Ewigkeit.

Gepriesen bist du auf dem Thron deiner Herrschaft.

Gerühmt und verherrlicht 
in Ewigkeit.

Gepriesen bist du am Gewölbe des Himmels. 

Gerühmt und verherrlicht in Ewigkeit.

Kommentar

Albert Thaddäus Esterbauer-P.

Vizekanzler der Erzdiözese Salzburg

Vielfältig und nah

 

Seit den ersten Jahrhunderten gehört der Glaube an einen dreifaltigen Gott zum Kern des Christentums. Viel wurde darüber nachgedacht und darum gerungen. Aber es gibt keine einfache Erklärung.


Auch die Schriftstellen des heutigen Sonntags können dieses Geheimnis nicht auf einfache Weise verdeutlichen. Vielmehr zeigen sie uns Facetten, wie Gott verstanden und erlebt werden kann. In verschiedenen Zuschreibungen wird versucht, dem Wesen Gottes nahezukommen. 


Um die 1. Lesung besser zu verstehen, muss man sie im Gesamtzusammenhang sehen, der durch die Kürzung des Textes nicht vollständig sichtbar ist. Nachdem das Volk Israel durch die Anbetung des Goldenen Kalbes von Gott abgefallen war, tritt Mose für das Volk ein und Gott erneuert den Bund. Damit beginnt der heutige Text. Gott sagt nochmals klar, er ist Gott und sonst niemand. Er wird erfahren als barmherzig und gnädig, als Gott, der Mitgefühl hat und sich den Menschen zuwendet. Er ist geduldig, liebevoll und zuverlässig. Er ist ein Gott, der vergibt. Das ist die Basis auf die das Volk Israel vertrauen kann. Diese Zusage Gottes hat Jesus immer wieder erneuert. Sind diese Eigenschaften auch Teil meines Gottesbildes? 


Korinth ist eine der Gemeinden, in denen Paulus das Wort Gottes verkündet hat. In zwei Briefen antwortet er auf verschiedene Anfragen, die ihm von der Gemeinde gestellt werden. Aufgrund der verschiedenen Auseinandersetzungen ruft er am Schluss des zweiten Briefes auf, Frieden zu halten und eines Sinnes zu sein. Dann wird der Gott der Liebe und des Friedens mit ihnen sein. Mit einer alten Segensformel bestärkt er sie auf ihrem Glaubensweg. Gnade, Liebe und Gemeinschaft sind hier die Attribute des dreifaltigen Gottes. Worin besteht für mich die Gnade Jesu, die Liebe Gottes, die Gemeinschaft des Heiligen Geistes?


Das Evangelium ist dem Schluss des Gespräches Jesu mit dem Gelehrten Nikodemus entnommen. Gott liebt diese Welt unermesslich, das ist der Kern der Botschaft. Besonders deutlich wird das daran, dass Gott seinen Sohn hingab. Jede und jeder, der an ihn glaubt, hat ewiges Leben, geht nicht verloren, ist geborgen in der einzigartigen Liebe Gottes. Wie erfahre ich diese Liebe?


All diese Zuschreibungen verdeutlichen ein wenig Gottes Wesen und doch ist er viel mehr, als wir über ihn sagen können.

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