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Inhalt:

Siebter Sonntag der Osterzeit

A
Evangelium
Joh 17, 1–11a

In jener Zeit erhob Jesus seine Augen zum Himmel und sagte: Vater, die Stunde ist gekommen. Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrlicht! Denn du hast ihm Macht über alle Menschen gegeben, damit er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben schenkt. Das aber ist das ewige Leben: dass sie dich, den einzigen wahren Gott, erkennen und den du gesandt hast, Jesus Christus. 


Ich habe dich auf der Erde verherrlicht und das Werk zu Ende geführt, das du mir aufgetragen hast. Jetzt verherrliche du mich, Vater, bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, bevor die Welt war! 


Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie gehörten dir und du hast sie mir gegeben und sie haben dein Wort bewahrt. 


Sie haben jetzt erkannt, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir ist. Denn die Worte, die du mir gabst, habe ich ihnen gegeben und sie haben sie angenommen. Sie haben wahrhaftig erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und sie sind zu dem Glauben gekommen, dass du mich gesandt hast. 


Für sie bitte ich; nicht für die Welt bitte ich, sondern für alle, die du mir gegeben hast; denn sie gehören dir. Alles, was mein ist, ist dein, und was dein ist, ist mein; in ihnen bin ich verherrlicht. Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt und ich komme zu dir.

Kommentar Lesungen Psalm

1. Lesung

27 1.4.7–8

Als Jesus in den Himmel aufgenommen worden war, kehrten die Apostel von dem Berg, der Ölberg genannt wird und nur einen Sabbatweg von Jerusalem entfernt ist, nach Jerusalem zurück. 

 

Als sie in die Stadt kamen, gingen sie in das Obergemach hinauf, wo sie nun ständig blieben: Petrus und Johannes, Jakobus und Andreas, Philíppus und Thomas, Bartholomäus und Matthäus, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Simon, der Zelót, sowie Judas, der Sohn des Jakobus. 

 

Sie alle verharrten dort einmütig im Gebet, zusammen mit den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern.

2. Lesung

1 Petr 4, 13–16

Freut euch, dass ihr Anteil an den Leiden Christi habt; denn so könnt ihr auch bei der Offenbarung seiner Herrlichkeit voll Freude jubeln. 

 

Wenn ihr wegen des Namens Christi beschimpft werdet, seid ihr selig-zupreisen; denn der Geist der Herrlichkeit, der Geist Gottes, ruht auf euch. 

 

Wenn einer von euch leiden muss, soll es nicht deswegen sein, weil er ein Mörder oder ein Dieb ist, weil er Böses tut oder sich in fremde Angelegenheiten einmischt. 

 

Wenn er aber leidet, weil er Christ ist, dann soll er sich nicht schämen, sondern Gott darin verherrlichen.

Antwortpsalm

27 1.4.7–8

Der HERR ist mein Licht und mein Heil: Vor wem sollte ich mich fürchten? Der HERR ist die Zuflucht meines Lebens: Vor wem sollte mir bangen? 

 

Eines habe ich vom HERRN erfragt, dieses erbitte ich: im Haus des HERRN zu wohnen alle Tage meines Lebens; die Freundlichkeit des HERRN zu schauen und nachzusinnen in seinem Tempel. 

 

Höre, HERR, meine Stimme, wenn ich rufe; sei mir gnädig und gib mir Antwort! Mein Herz denkt an dich: „Suchet mein Angesicht!“ Dein Angesicht, HERR, will ich suchen. 

Kommentar

Albert Thaddäus Esterbauer-P.

ist Vizekanzler der Erzdiözese Salzburg.

Alles hätte eigentlich wieder gut sein können: Jesus lebt, er ist auferstanden und wieder bei den Seinen.  Doch er muss seinen Weg zu Ende gehen und zum Vater zurückkehren. Die Menschen, die ihn auf seinen Wegen begleitet haben und bei der Himmelfahrt dabei waren, schickt er zurück nach Jerusalem. Sie sollen dort auf den Hl. Geist warten. Sie schmieden keine Aktionspläne, wie es weitergehen soll. Für sie ist wichtig, dass sie zusammenbleiben und gemeinsam beten. Vertrauensvoll warten sie auf den Geist, den Jesus versprochen hat. 


Wo wünsche ich mir, dass der Zusammenhalt und das gemeinsame Beten (wieder) Vorrang bekommen? Was kann ich dazu beitragen?


Zur Zeit des 1. Petrusbriefes werden Christen verfolgt. Dieser Brief will den Christen Mut machen und sie bestärken, an Jesus festzuhalten. Christsein kann auch bedeuten, beschimpft zu werden und Leid zu erfahren. Doch die Christen vertrauen darauf: Gottes Geist ist bei ihnen. Er wird ihnen Kraft geben, in allem durchzuhalten. Dafür werden sie selig gepriesen. Auch heute ist es nicht überall mehr leicht, als Christ zu leben. 
Wie geht es mir, meinen Glauben zu leben und zu bezeugen? Wie gehe ich damit um, wenn ich deshalb in Frage gestellt werde?


An die Abschiedsreden schließt sich im Johannesevangelium das große Abschiedsgebet an. Jesus weiß, dass seine Stunde gekommen ist. Bevor er seinen Weg zu Ende geht, vertraut er alles seinem Vater an: sein Leben, sein Wirken und die Menschen, die zu ihm gehören.


Jesus hat den Menschen gezeigt, wie sehr Gott sie liebt.  Er hat sie den Weg Gottes gelehrt. Alle, die glauben und Gottes Wort hören, sind hineingenommen in die Schar derer, die zu Gott gehören. Wir dürfen darauf vertrauen, dass auch wir dazugehören. 


Wie kann ich anderen Menschen diese Erfahrung weitergeben, sie einladen, Gottes Liebe zu vertrauen? Gemeinsam beten und zusammenbleiben, in Leid und Bedrängnis nicht aufgeben, sich bei Gott geborgen wissen, all das fasst der Psalm zusammen: Der Herr ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten?  Es ist nicht immer leicht in diesem Vertrauen zu leben, aber es zahlt sich aus, auf diesen Gott zu vertrauen.

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