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Es geht wieder los

Erwachsenenbildung

Der Lockdown hat die Bildungseinrichtungen der Erzdiözese gerade in der für sie so wichtigen und veranstaltungsreichen Hochsaison im Frühjahr kalt erwischt. Wie geht es weiter und vor welchen Problemen stehen die Erwachsenenbildner momentan? Es war ein ungewöhnlicher Start, den Herwig Ortner da mitgemacht hat. Der Kufsteiner hat als neuer Direktor mit April die Leitung des Tagungshauses Wörgl übernommen, mitten im „Corona-Schlamassel“ wie er die „herausfordernde Zeit“ umschreibt. Die Arbeit macht ihm großen Spaß, mittlerweile ist er gut eingearbeitet. Es musste schnell reagiert werden, das Programm wurde online durchgeführt, verschoben oder abgesagt. Besonders lobt Ortner den riesengroßen Einsatz der Mitarbeiterinnen. „Wir sind dabei, den Veranstaltungsbetrieb wieder langsam und behutsam hochzufahren“, sagt der Kufsteiner. Inzwischen finden wieder erste Veranstaltungen im Haus statt, „Die gute Nachfrage freut uns sehr“, sagt er und blickt optimistisch in die Zukunft: „Wir hoffen, im Herbst wieder volles Programm fahren zu können.“ Aus der Krise müssten Lehren gezogen und Maßnahmen ergriffen werden. Momentan bereite man die Infrastruktur auf vergleichbare Szenarien vor und entwickle neue Formate. „Unsere Situation ist nicht so schlimm wie in Häusern, wo Gastronomie und Hotellerie dranhängen“ erinnert Ortner. Große Hoffnung auf Herbst Schauplatzwechsel nach St. Virgil Salzburg, das eben mit Restaurant- und Hotelbetrieb wirtschaftlich besonders betroffen ist. Es wird bereits wieder gekocht, getagt, das neue Magazin samt Programm liegt druckfrisch auf. Direktor Jakob Reichenberger beziffert den Umsatzentgang in den Monaten März bis Juni auf circa 950.000 Euro. Knapp die Hälfte davon ist durch Einsparungsmaßnahmen wie Kurzarbeit, Absagen, Aufwandsentfall abgedeckt. Für den Rest wurde vom Träger ein Kredit gewährt, der die Liquidität über diese Monate sichert. „Wir hoffen auf Zuschüsse aus diversen Krisentöpfen der öffentlichen Hand, da als Subventionsbetrieb eine derartige Last niemals gestemmt werden kann.“ Besorgt zeigt sich Reichenberger auch hinsichtlich der ungewissen näheren Zukunft: „Wir wissen nicht, ob die Leute kommen und wie die Einschränkungen das Teilnehmerverhalten verändern.“ Digitale Formate seien zwar kein Problem, so Reichenberger, „doch als Präsenzhaus leben wir davon, dass die Menschen kommen.“ Positiv stimmt ihn nicht nur die Grenzöffnung nach Deutschland, sondern auch die zahlreichen Rückmeldungen der Menschen, die sich freuen, dass es wieder losgeht. Von solchen Signalen berichtet auch Andreas Gutenthaler, Direktor des Katholischen Bildungswerkes (KBW). Gerade in den Eltern-Kind-Gruppen sei die Freude groß, dass die Treffen wieder stattfinden, da vielen „die Decke auf den Kopf gefallen“ sei. Motivation für Neustart Im KBW gibt es vorerst keine Veranstaltungen mit mehr als hundert Teilnehmern. Zum Opfer fällt dieser Entscheidung heuer auch die 69. Internationale Pädagogische Werktagung, die ins nächste Jahr verschoben wurde. Das Thema „Nachhaltig leben lernen“ der Tagung bleibt, für Gutenthaler sehr aktuell, auch wegen und nach Corona: „Weniger ist mehr“ sei eine Erkenntnis aus der Krise, ist der Direktor überzeugt. Momentan konzentriert sich viel auf die Motivation der 1.400 Ehrenamtlichen in den Pfarren, dass diese sich weiterhin und nun wieder als „Bildungsnahversorger“ einsetzen. „Die Verunsicherung ist teilweise groß in den Pfarren, niemand möchte an Neu-Infektionen schuld sein“, erklärt Gutenthaler. Im selben Atemzug hält er entgegen: „Bei uns kann man sich sicher fühlen. Wir haben gute Vorgaben und sind bestens vorbereitet, von Desinfektion bis Abstandregeln.“ Insgesamt rechne das KBW mit Umsatzeinbußen von 20 bis 30 Prozent. Online-Formate wurden auch hier durchgeführt und sind weiterhin möglich, „unsere Klientel will sich jedoch treffen und schätzt den direkten Austausch“. Vernetzung als A und O Alle drei Direktoren berichten von der guten Vernetzung untereinander im Dachverband: Über das „Forum Katholische Erwachsenenbildung in Österreich“ kamen die Erstinformationen, es gab einen wöchentlichen Austausch. Gutenthaler lobt die „spitze Zusammenarbeit, denn die gegenseitige Unterstützung ist wichtig“. Lisa Schweiger-Gensluckner Foto: Die Bildungseinrichtungen fahren das Programm wieder hoch und hoffen auf einen guten Herbst. So wie vor Corona (s. Bild) ist es allerdings noch nicht. Foto: RB/St. Virgil Salzburg Tipp: Information und Programm Tagungshaus Wörgl: www.tagungshaus.at St. Virgil Salzburg: www.virgil.at Katholisches Bildungswerk der Erzdiözese Salzburg: www.bildungskirche.at

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Kirchliche Initiative setzt sich fürs Autofasten ein

Initiator ist die Konferenz der katholischen und evangelischen Umweltbeauftragten.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Diskussionsrunde im Bildungszentrum St. Virgil (v. l.): Kathrin Karloff, Andreas G. Weiß, Regina Petrik, Markus Schlagnitweit, Rainald Tippow.
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Auftakt der Initiative zu Politik und Kirche

Initiative #politisch.sein des Forums Katholischer Erwachsenenbildung.

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