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Inhalt:

5. Sonntag der Osterzeit

Lesejahr B
Evangelium
Joh 15, 1–8

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Winzer.
Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt.
Ihr seid schon rein kraft des Wortes, das ich zu euch gesagt habe. Bleibt in mir und ich bleibe in euch. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so auch ihr, wenn ihr nicht in mir bleibt.
Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben.
Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen.
Wer nicht in mir bleibt, wird wie die Rebe weggeworfen
und er verdorrt. Man sammelt die Reben, wirft sie ins
Feuer und sie verbrennen.
Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, dann bittet um alles, was ihr wollt: Ihr werdet es erhalten.
Mein Vater wird dadurch verherrlicht, dass ihr reiche Frucht bringt und meine Jünger werdet.

Kommentar Lesungen Psalm

1. Lesung

Apg 9, 26–31

In jenen Tagen, als Saulus nach Jerusalem kam, versuchte er, sich den Jüngern anzuschließen. Aber alle fürchteten sich vor ihm, weil sie nicht glaubten, dass er ein Jünger war. Barnabas jedoch nahm sich seiner an und brachte ihn zu den Aposteln. Er berichtete ihnen, wie Saulus auf dem Weg den Herrn gesehen habe und dass dieser zu ihm gesprochen habe und wie er in Damaskus freimütig im Namen Jesu aufgetreten sei.

So ging er bei ihnen in Jerusalem ein und aus, trat freimütig im Namen des Herrn auf und führte auch Streitgespräche mit den Hellenisten. Diese aber planten, ihn zu töten. Als die Brüder das erkannten, brachten sie ihn nach Cäsarea hinab und schickten ihn von dort nach Tarsus.

Die Kirche in ganz Judäa, Galiläa und Samarien hatte nun Frieden; sie wurde gefestigt und lebte in der Furcht des Herrn. Und sie wuchs durch die Hilfe des Heiligen Geistes.

2. Lesung

1 Joh 3, 18–24

Meine Kinder, wir wollen nicht mit Wort und Zunge lieben, sondern in Tat und Wahrheit. Und daran werden wir erkennen, dass wir aus der Wahrheit sind. Und wir werden vor ihm unser Herz überzeugen, dass, wenn unser Herz uns verurteilt, Gott größer ist als unser Herz und alles weiß.. Geliebte, wenn das Herz uns aber nicht verurteilt, haben wir gegenüber Gott Zuversicht; und alles, was wir erbitten, empfangen wir von ihm, weil wir seine Gebote halten und tun, was ihm gefällt. Und das ist sein Gebot: Wir sollen an den Namen seines Sohnes Jesus Christus glauben und einander lieben gemäß dem Gebot, das er uns gegeben hat. Wer seine Gebote hält, bleibt in Gott und Gott in ihm. Und daran erkennen wir, dass er in uns bleibt: an dem Geist, den er uns gegeben hat.

Antwortpsalm

Psalm 22 26–27.28 u. 30ab.31–32

Von dir kommt mein Lobpreis in
großer Versammlung, ich erfülle mein Gelübde vor denen, die ihn fürchten. Die Armen sollen essen und sich sättigen; den HERRN sollen
loben, die ihn suchen. Aufleben soll euer Herz für immer.

Alle Enden der Erde sollen daran
denken und sich zum HERRN
bekehren: Vor dir sollen sich niederwerfen alle Stämme der Nationen.
Es aßen und warfen sich nieder alle Mächtigen der Erde.
Alle, die in den Staub gesunken sind, sollen vor ihm sich beugen.

Nachkommen werden ihm dienen. Vom Herrn wird man dem Geschlecht erzählen, das kommen wird.
Seine Heilstat verkündet man einem Volk, das noch geboren wird:
Ja, er hat es getan.

Kommentar

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Sr. Miriam Eisl, Benediktinerin im Stift Nonnberg

Bleiben

 

Wenn Jesus sagt, Ich bin, dann lässt das aufhorchen. Dies erinnert an die Erzählung vom brennenden Dornbusch, in dem sich Gott dem Mose offenbart, als der Ich bin da. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben, damit ist im Bild gezeigt, wie wir unser Christsein leben und verstehen dürfen. Wir befinden uns ja immer noch in der Osterzeit und hier ist die Erinnerung, dass wir aus der Taufgnade leben, zentral. In der Taufe sind wir sozusagen in den Weinstock eingepfropft worden und nun gilt es in dieser Verbindung zu leben.

Lebe ich verbindlich, so könnte ich mich fragen?

Wie sieht diese Verbindung aus?

Oder möchte ich doch unverbindlich Christ sein?

Jesus sagt mir mit diesem Bild, Christsein ist nur in engster Verbindung mit ihm fruchtbar. Wenn ich die Verbindung nicht pflege, werde ich verdorren und abgeschnitten sein, ohne Saft und Kraft. Erst in der Verbindung mit dem Weinstock wird mein Christsein der ganzen Gemeinschaft der Kirche dienen und sie nähren. Wenn wir uns kraftlos fühlen, sollten wir uns fragen, ob wir noch mit dem Weinstock – Christus – in Verbindung stehen?
Durch die neunmalige Nennung des Wortes „bleiben“ in dem kurzen Abschnitt will uns der Evangelist wohl sagen, dass die Liebes- und Lebensgemeinschaft mit Jesus Treue von uns verlangt. Im griechischen Text steht hier das Wort „meno“, und dies meint auch wohnen. Bleiben meint also auch, mit Jesus unter einem Dach wohnen. Wenn ich mit jemandem unter einem Dach wohne, dann teile ich mein Leben mit ihm. Da teile ich mit ihm meine Freuden, meine Sorgen und Leiden und nehme Anteil an den Freuden und Leiden des anderen. Genauso will Jesus mit mir leben, jeden Tag. Da möchte ich mich mit ihm austauschen und Anteil an seinem Leben nehmen, das geschieht in der Nachfolge und im vertrauensvollen Gebet. Bei den synoptischen Evangelien lesen wir, wer mir nachfolgen will, nehme sein Kreuz auf sich und dann komme er und folge mir nach. Kreuzesnachfolge meint Treue zu Christus, dem Weinstock.

Weitere Einträge

13. Sonntag im Jahreskreis

A
Mt 10, 37–42
Wer das Leben findet, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es finden.
Kommentar
Sr. Maria Gabriela Unterluggauer HSF

Halleiner Schwestern  Franziskanerinnen

Zwölfter Sonntag im Jahreskreis

A
Mt 10, 26–33
Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet im Licht, und was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet auf den Dächern!
Kommentar
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Halleiner Schwestern Franziskanerinnen

 

Elfter Sonntag im Jahreskreis

Mt 9, 36 – 10, 8
Geht nicht den Weg zu den Heiden und betretet keine Stadt der Samariter, sondern geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel!
Kommentar
Sr. Maria Gabriela Unterluggauer HSF

Halleiner Schwestern Franziskanerinnen

 

Zehnter Sonntag im Jahreskreis

Mt 9, 9–13
"Geht und lernt, was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer!"
Kommentar
Sr. Franziska König HSF

Halleiner Schwestern-Franziskanerinnen

Dreifaltikgkeitssonntag

Joh 3, 16–18
Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet,
sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.
Kommentar
Albert Thaddäus Esterbauer-P.

Vizekanzler der Erzdiözese Salzburg

Pfingsten

A
Joh 20, 19–23
Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.
Kommentar
Albert Thaddäus Esterbauer-P.

Vizekanzler der Erzdiözese Salzburg

Albert Thaddäus Esterbauer-P.

Siebter Sonntag der Osterzeit

A
Joh 17, 1–11a
Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt und ich komme zu dir.
Kommentar
Albert Thaddäus Esterbauer-P.

ist Vizekanzler der Erzdiözese Salzburg.

Sechster Sonntag der Osterzeit

Joh 14, 15–21
Ich bin in meinem Vater, ihr seid in mir und ich bin in euch.
Kommentar
Albert Thaddäus Esterbauer-P.

ist Vizekanzler der Erzdiözese Salzburg

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