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Inhalt:

4. Sonntag der Osterzeit

Lesejahr A
Evangelium
Joh 10, 1–10

In jener Zeit sprach Jesus: Amen, amen, ich sage euch:
Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht,
sondern anderswo einsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber. Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirt der Schafe. Ihm öffnet der Türhüter und die Schafe hören auf seine Stimme; er ruft die Schafe, die ihm gehören, einzeln beim Namen und führt sie hinaus. Wenn er alle seine Schafe hinausgetrieben hat, geht er ihnen voraus und die Schafe folgen ihm; denn sie kennen seine Stimme. Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern sie werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme der Fremden nicht kennen.

Dieses Gleichnis erzählte ihnen Jesus; aber sie verstanden nicht den Sinn dessen, was er ihnen gesagt hatte. Weiter sagte Jesus zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen. Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe haben nicht auf sie gehört.
Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden. Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.

Kommentar Lesungen Psalm

1. Lesung

Apg 2, 14a.36–41

Am Pfingsttag trat Petrus auf, zusammen mit den Elf; er erhob seine Stimme und begann zu reden: Mit Gewissheit erkenne das ganze Haus Israel: Gott hat ihn zum Herrn und Christus gemacht, diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt. Als sie das hörten, traf es sie mitten ins Herz und sie sagten zu Petrus und den übrigen Aposteln: Was sollen wir tun, Brüder?
Petrus antwortete ihnen: Kehrt um und jeder von euch lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung eurer Sünden; dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Denn euch und euren Kindern gilt die Verheißung und all denen in der Ferne, die der Herr, unser Gott, herbeirufen wird.

Mit noch vielen anderen Worten beschwor und ermahnte er sie: Lasst euch retten aus diesem verdorbenen Geschlecht!
Die nun, die sein Wort annahmen, ließen sich taufen.
An diesem Tag wurden ihrer Gemeinschaft etwa dreitausend Menschen hinzugefügt.

2. Lesung

1 Petr 2, 20b–25

Geliebte, wenn ihr recht handelt und trotzdem Leiden
erduldet, das ist eine Gnade in den Augen Gottes.
Dazu seid ihr berufen worden; denn auch Christus hat für euch gelitten und euch ein Beispiel gegeben, damit ihr seinen Spuren folgt.

Er hat keine Sünde begangen und in seinem Mund war keine Falschheit. Als er geschmäht wurde, schmähte er nicht; als er litt, drohte er nicht, sondern überließ seine Sache dem gerechten Richter. Er hat unsere Sünden mit seinem eigenen Leib auf das Holz des Kreuzes getragen, damit wir tot sind
für die Sünden und leben für die Gerechtigkeit. Durch seine Wunden seid ihr geheilt. Denn ihr hattet euch verirrt wie Schafe, jetzt aber habt ihr euch hingewandt zum Hirten und Hüter eurer Seelen.

Antwortpsalm

Psalm 23, 1–3.4.5.6

Der HERR ist mein Hirt, nichts wird mir fehlen.
Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser. Meine Lebenskraft bringt er zurück. Er führt mich auf Pfaden der Gerechtigkeit, getreu seinem Namen.

 

Auch wenn ich gehe im finsteren Tal, ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab, sie trösten mich.

 

Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde.
Du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, übervoll ist mein Becher.

 

Ja, Güte und Huld werden mir folgen
mein Leben lang und heimkehren werde ich ins Haus des HERRN für lange Zeiten.

Kommentar

Mag. Irene Blaschke, Referentin für Berufungspastoral
Mag. Irene Blaschke

Referentin für Berufungspastoral

Leben in Fülle – mehr als ein Werbeslogan!

 

Werbeslogans haben es so an sich. Sie wecken in uns Menschen die Sehnsucht nach „mehr“, bewerben ein Produkt, das diese Sehnsucht stillen soll und regen die Kauflust an. Der Handel lebt davon. Oftmals wird die Sehnsucht auch zur Sucht und endet mehr oder weniger in einem Desaster.
„Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben!“ (Joh 10,10) Welch eine Verheißung! Den Auferstandenen, der durch die verschlossenen Türen kam, um den Jüngern den Frieden zu schenken, kann kein Schloss und Riegel davon abhalten, auch unser Herz zu erreichen und bei uns einzutreten.
Er selbst ist die Tür zu einem wahren Leben in Fülle. Dieses hängt nicht ab von äußeren Umständen und materiellen Dingen, sondern von der Beziehung zu Ihm! Ihm darf ich die Räume meines Inneren öffnen, damit alles Verschlossene aufgeschlossen und alles Verdrängte wieder zum Leben kommen kann.
Er, der gute Hirte, ruft mich beim Namen. Er kennt mich genau und nimmt mich an, so wie ich bin. Er hat sein Leben für mich hingegeben. Seine Barmherzigkeit und Liebe sind meine Rettung. Er allein stillt meine Sehnsucht! Das ist Leben in Fülle, sogar mitten in Bedrängnissen. Wer von diesem Leben und von dieser Liebe angesteckt ist, der geht für Christus durch das Feuer, auch durch das Leiden. Viele Heilige, viele verfolgte Christen, Menschen, die ihre Krankheit mit Geduld tragen oder ihren mühsamen Alltag bejahend annehmen, geben Zeugnis davon.

 

Heute ist der 60. Weltgebetstag um Geistliche Berufe. Er steht unter dem Motto: HÖRE!

Auch in unserer Erzdiözese machen sich junge Menschen auf den Weg zum Priestertum, Diakonat und in den Ordensstand. Sie folgen der Stimme des guten Hirten, um nach seinem Beispiel den Menschen zu dienen, seine liebende Gegenwart zu bezeugen und ihnen den Weg zum Vater zu zeigen.
Danken wir Gott für ihre Berufung und stützen wir sie, sowie alle, die in der Seelsorge Verantwortung tragen, mit unserem Gebet, unseren Diensten und unserem Wohlwollen! Öffnen auch wir unsere Ohren und Herzen für den Plan Gottes mit uns mit der Bereitschaft Mariens: Mir geschehe nach deinem Wort!

 

 

Weitere Einträge

13. Sonntag im Jahreskreis

A
Mt 10, 37–42
Wer das Leben findet, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es finden.
Kommentar
Sr. Maria Gabriela Unterluggauer HSF

Halleiner Schwestern  Franziskanerinnen

Zwölfter Sonntag im Jahreskreis

A
Mt 10, 26–33
Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet im Licht, und was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet auf den Dächern!
Kommentar
Sr. Franziska König HSF

Halleiner Schwestern Franziskanerinnen

 

Elfter Sonntag im Jahreskreis

Mt 9, 36 – 10, 8
Geht nicht den Weg zu den Heiden und betretet keine Stadt der Samariter, sondern geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel!
Kommentar
Sr. Maria Gabriela Unterluggauer HSF

Halleiner Schwestern Franziskanerinnen

 

Zehnter Sonntag im Jahreskreis

Mt 9, 9–13
"Geht und lernt, was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer!"
Kommentar
Sr. Franziska König HSF

Halleiner Schwestern-Franziskanerinnen

Dreifaltikgkeitssonntag

Joh 3, 16–18
Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet,
sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.
Kommentar
Albert Thaddäus Esterbauer-P.

Vizekanzler der Erzdiözese Salzburg

Pfingsten

A
Joh 20, 19–23
Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.
Kommentar
Albert Thaddäus Esterbauer-P.

Vizekanzler der Erzdiözese Salzburg

Albert Thaddäus Esterbauer-P.

Siebter Sonntag der Osterzeit

A
Joh 17, 1–11a
Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt und ich komme zu dir.
Kommentar
Albert Thaddäus Esterbauer-P.

ist Vizekanzler der Erzdiözese Salzburg.

Sechster Sonntag der Osterzeit

Joh 14, 15–21
Ich bin in meinem Vater, ihr seid in mir und ich bin in euch.
Kommentar
Albert Thaddäus Esterbauer-P.

ist Vizekanzler der Erzdiözese Salzburg

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