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Inhalt:

21. Sonntag im Jahreskreis

A
Evangelium
Mt 16,13–20

In jener Zeit, als Jesus in das Gebiet von Cäsaréa
Philíppi kam, fragte er seine Jünger und sprach:
Für wen halten die Menschen den Menschensohn?
Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer,
andere für Elíja, wieder andere für Jeremía oder
sonst einen Propheten.

 

Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich?

 

Simon Petrus antwortete und sprach:
Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!
Jesus antwortete und sagte zu ihm: Selig bist du,
Simon Barjóna; denn nicht Fleisch und Blut haben
dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel.
Ich aber sage dir: Du bist Petrus – der Fels –
und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen
und die Pforten der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.
Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben;
was du auf Erden binden wirst,
das wird im Himmel gebunden sein,
und was du auf Erden lösen wirst,
das wird im Himmel gelöst sein.

 

Dann befahl er den Jüngern, niemandem zu sagen,
dass er der Christus sei

Kommentar Lesungen Psalm

1. Lesung

Jes 22,19–23

So spricht der Herr zu Schebna,
dem Palastvorsteher: Ich werde
dich von deinem Posten stoßen
und dich aus deiner Stellung reißen.
An jenem Tag werde ich meinen
Knecht Éljakim, den Sohn Hilkíjas,
berufen.
Ich werde ihn mit deinem Gewand
bekleiden und ihm deine Schärpe
fest umbinden.
Deine Herrschaft gebe ich in seine
Hand und er wird zum Vater für
die Einwohner Jerusalems und für
das Haus Juda.
Ich werde ihm den Schlüssel des
Hauses David auf die Schulter
legen.
Er wird öffnen und niemand ist da,
der schließt;
er wird schließen und niemand ist
da, der öffnet.
Ich werde ihn als Pflock an einer
festen Stelle einschlagen
und er wird zum Thron der Ehre
für sein Vaterhaus.

2. Lesung

Röm 11,33–36

O Tiefe des Reichtums,
der Weisheit und der Erkenntnis
Gottes!
Wie unergründlich sind seine
Entscheidungen, wie unerforsch-
lich seine Wege!
Denn wer hat die Gedanken
des Herrn erkannt?
Oder wer ist sein Ratgeber
gewesen?
Oder wer hat ihm etwas gegeben,
sodass Gott ihm etwas zurück-
geben müsste?
Denn aus ihm und durch ihn
und auf ihn hin ist die ganze
Schöpfung.
Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.

Antwortpsalm

1–2b.2c–3.6 u. 8

Ich will dir danken mit meinem
ganzen Herzen, vor Göttern will
ich dir singen und spielen.
Ich will mich niederwerfen zu
deinem heiligen Tempel hin,
will deinem Namen danken für
deine Huld und für deine Treue.

 

Denn du hast dein Wort größer
gemacht als deinen ganzen
Namen. Am Tag, da ich rief,
gabst du mir Antwort, du
weckst Kraft in meiner Seele.

 

Erhaben ist der Herr, doch er
schaut auf den Niedrigen, in der
Höhe ist er, doch er erkennt von
ferne. Der Herr wird es für mich
vollenden. Herr, deine Huld
währt ewig.
Lass nicht ab von den Werken
deiner Hände!

Kommentar

Martina Koidl

Religionslehrerin, Wortgottesdienstleiterin

„Für wen haltet ihr mich?“

 

Diese Frage Jesu trifft die Jünger mitten ins Herz.

Zuvor hatten sie erzählt, was die anderen sagen: Johannes der Täufer, Elija, Jeremia – viele Meinungen kursieren über Jesus. Doch Jesus gibt sich damit nicht zufrieden. Er fragt nicht nach Gerüchten oder Schlagzeilen.

Er fragt jeden Einzelnen: „Ihr aber – für wen haltet ihr mich?“

 

Diese Frage ist bis heute aktuell.

Auch wir kennen viele Bilder von Jesus: den großen Lehrer, den Menschenfreund, den Revolutionär, den Wundertäter. All das ist nicht falsch. Aber Jesus möchte mehr als eine richtige Beschreibung. Er sucht eine persönliche Antwort.

 

Simon Petrus antwortet stellvertretend für die Jünger: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“ Das ist kein Ergebnis kluger Überlegungen. Jesus sagt ausdrücklich: „Nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel.“

Glaube ist letztlich ein Geschenk.

Er wächst dort, wo ein Mensch sich für Gottes Wirken öffnet.

Doch bemerkenswert ist: Gerade Petrus spricht dieses große Bekenntnis. Derselbe Petrus wird später Angst bekommen. Er wird Jesus verleugnen. Und dennoch macht Jesus ihn zum Felsen seiner Kirche.

 

Das ist eine tröstliche Botschaft. Gott baut seine Kirche nicht auf vollkommenen Menschen auf. Er baut sie auf Menschen, die Fehler haben, die manchmal scheitern, die aber bereit sind, sich von ihm führen zu lassen. Nicht die Stärke des Petrus trägt die Kirche, sondern die Treue Christi.

Die Frage Jesu richtet sich heute an jeden von uns: „Für wen hältst du mich?“ Vielleicht antworten wir nicht immer mit großen Worten. Vielleicht genügt manchmal schlichtes Vertrauen: „Herr, ich möchte dir folgen. Ich verstehe nicht alles, aber ich glaube, dass du den Weg zum Leben kennst.“

 

„Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“

Weitere Einträge

20. Sonntag im Jahreskreis

A
Mt 15, 21–28
Frau, dein Glaube ist groß. Es soll dir geschehen, wie du willst.
Kommentar
MARTINA KOIDL

Religionslehrerin, Wortgottesdienstleiterin

19. Sonntag im Jahreskreis

A
Mt 14, 22–33
Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht!
Kommentar
MARTINA KOIDL

Religionslehrerin, Wortgottesdienstleiterin

18. Sonntag im Jahreskreis

A
Mt 14, 13–21
Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, [...]
Kommentar
MARTINA KOIDL

Religionslehrerin, Wortgottesdienstleiterin

17. Sonntag im Jahreskreis

A
Mt 13, 44–52
Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war.
Kommentar
P. Felix Gradl OFM

Seelsorger, Franziskaner Salzburg

P. Felix Gradl OFM

16. Sonntag im Jahreskreis

A
Mt 13, 24–30
Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen; den Weizen aber bringt in meine Scheune!
Kommentar
P. Felix Gradl OFM

Seelsorger, Franziskaner Salzburg

P. Felix Gradl OFM

15. Sonntag im Jahreskreis

A
Mt 13, 1–9
Ein anderer Teil aber fiel auf guten Boden und brachte Frucht, teils hundertfach, teils sechzigfach, teils dreißigfach.
Kommentar
P. Felix Gradl OFM

Seelsorger, Franziskaner Salzburg

P. Felix Gradl OFM

14. Sonntag im Jahreskreis

A
Mt 11, 25–30
Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken.
Kommentar
P. Felix Gradl OFM

Seelsorger, Franziskaner Salzburg

P. Felix Gradl OFM

13. Sonntag im Jahreskreis

A
Mt 10, 37–42
Wer das Leben findet, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es finden.
Kommentar
Sr. Maria Gabriela Unterluggauer HSF

Halleiner Schwestern  Franziskanerinnen

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