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Inhalt:

Dritter Fastensonntag

Lesejahr A
Evangelium
Mt 5, 20–22a. 27–28.33–34a.37

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.

 

Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist:
Du sollst nicht töten; wer aber jemanden tötet, soll dem Gericht verfallen sein.

 

Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen.
Ich aber sage euch: Jeder, der eine Frau ansieht,
um sie zu begehren, hat in seinem Herzen schon
Ehebruch mit ihr begangen.

 

Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist:
Du sollst keinen Meineid schwören, und: Du sollst halten, was du dem Herrn geschworen hast.
Ich aber sage euch: Schwört überhaupt nicht.
Eure Rede sei: Ja ja, nein nein; was darüber hinausgeht, stammt vom Bösen.


 

Kommentar Lesungen Psalm

1. Lesung

Sir 15, 15-20

Gott gab den Menschen seine Gebote und Vorschriften.
Wenn du willst, wirst du die Gebote bewahren
und die Treue, um wohlgefällig zu handeln.

 

Er hat dir Feuer und Wasser vorgelegt, was immer du
erstrebst, danach wirst du deine Hand ausstrecken.
Vor den Menschen liegen Leben und Tod, was immer
ihm gefällt, wird ihm gegeben.


Denn groß ist die Weisheit des Herrn,
stark an Kraft ist er und sieht alles.
Seine Augen sind auf denen, die ihn fürchten,
und er kennt jede Tat des Menschen.
Keinem befahl er, gottlos zu sein, und er erlaubte
keinem zu sündigen.

2. Lesung

1 Kor 2, 6–10

Schwestern und Brüder!
Wir verkünden Weisheit unter den Vollkommenen, aber nicht Weisheit dieser Welt oder der Machthaber dieser Welt, die einst entmachtet werden.

 

Vielmehr verkünden wir das Geheimnis der
verborgenen Weisheit Gottes, die Gott vor allen Zeiten vorausbestimmt hat zu unserer Verherrlichung.

 

Keiner der Machthaber dieser Welt hat sie erkannt; denn hätten sie die Weisheit Gottes erkannt, so hätten
sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt.

 

Nein, wir verkünden, wie es in der Schrift steht,
was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat,
was in keines Menschen Herz gedrungen ist,
was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben.

 

Uns aber hat es Gott enthüllt durch den Geist. Der Geist ergründet nämlich alles, auch die Tiefen Gottes.

Antwortpsalm

Psalm 119, 1–2.4–5. 17–18.33–34

Selig, deren Weg ohne Tadel ist,
die gehen nach der Weisung des HERRN.
 Selig, die seine Zeugnisse bewahren,
ihn suchen mit ganzem Herzen.

 

Du hast deine Befehle gegeben,
damit man sie genau beachtet.
Wären doch meine Schritte fest darauf gerichtet, deine Gesetze zu beachten.

 

Handle an deinem Knecht, so werde ich leben. Ich will dein Wort beachten.
Öffne mir die Augen, dass ich schaue
die Wunder deiner Weisung!

 

Weise mir, HERR, den Weg deiner Gesetze! Ich will ihn bewahren bis ans Ende. Gib mir Einsicht, damit ich deine Weisung bewahre, ich will sie beachten mit ganzem Herzen!

 

Kommentar

P. Felix Gradl OFM, Vikar und Seelsorger bei den  Franziskanern Salzburg
P. Felix Gradl

Vikar und Seelsorger, Franziskaner Salzburg

Wasser des Lebens!

 

„Viel trinken!“ lautet die Devise und sie wird beherzigt. Fast überall und jederzeit ist die Wasserflasche präsent. Wir tun uns leicht. An jeder Ecke gibt es Wasser zu kaufen (in bester Qualität!) oder wir gehen einfach zum Wasserhahn und holen Wasser. Wasser ist bei uns selbstverständlich. Wir brauchen uns aber nicht weit umzusehen: oft kaum vorstellbar, wie Menschen überhaupt zurechtkommen – nicht nur bei Dürrekatastrophen, sondern in Gegenden, in denen Wasser weit hergeholt werden muss, dann muss es erst noch abgekocht werden, damit es trinkbar ist.
Wasser ist lebens-notwendig. Da geht es an die Existenz: die Leute in der Wüste (erste Lesung) schreien nach Wasser. Was nützt ihnen die versprochene Freiheit, ein Land, wo Milch und Honig fließen, wenn sie im Augenblick am Verdursten sind und damit dem Tod nahe? Mose schlägt Wasser aus dem Felsen.

 

 Du, Herr, bist die Quelle des Lebens (Taufe). Die
        Begegnung mit dir schenkt Leben. Aus dieser Quelle dürfen
        wir das Wasser schöpfen, das aufrichtet und stärkt und das
        uns fähig macht, gerade auch die Durststrecken und
        Momente der Wüste zu bestehen und zu überleben.

 

 

 

Jesus sitzt am Brunnen, ein sicherer Brunnen aus längst vergangenen Zeiten. Immer schon ein Treffpunkt für Frauen, denen es zusteht Wasser zu holen. Dass er ausgerechnet mit einer Samariterin (eine von der „anderen“ Seite) das Gespräch beginnt, entbehrt nicht einer bewussten Brisanz. Da wird vieles gesagt, es geht ums Wasser – um lebendiges (aus der Quelle) und eines, das ein für alle Mal den Durst stillt – ein Lebenselixier ganz besonderer Güte, eine Medizin, die Leben verspricht.
Das mag zunächst verwirren: solche Versprechungen werden (nicht nur) heute viele gemacht (vgl. Werbung, Angebote…). Wem darf man trauen? Was steckt dahinter? So oft nichts als Abzocke und Fake.
Der da am Brunnen sitzt, hat keine Hintergedanken, er weiß, wovon er spricht. Er steht letztlich mit seinem Leben und seiner ganzen Persönlichkeit dafür ein. Die Frau spürt die Redlichkeit ihres Gegenüber, sie – vielleicht oft genug enttäuscht – weiß sich an- und ernstgenommen. Das ist das Wasser, das sie braucht und das ihr guttut, das wir brauchen und das uns guttut.

 

 

 

Weitere Einträge

14. Sonntag im Jahreskreis

A
Mt 11, 25–30
Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken.
Kommentar
P. Felix Gradl OFM

Seelsorger, Franziskaner Salzburg

P. Felix Gradl OFM

13. Sonntag im Jahreskreis

A
Mt 10, 37–42
Wer das Leben findet, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es finden.
Kommentar
Sr. Maria Gabriela Unterluggauer HSF

Halleiner Schwestern  Franziskanerinnen

Zwölfter Sonntag im Jahreskreis

A
Mt 10, 26–33
Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet im Licht, und was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet auf den Dächern!
Kommentar
Sr. Franziska König HSF

Halleiner Schwestern Franziskanerinnen

 

Elfter Sonntag im Jahreskreis

Mt 9, 36 – 10, 8
Geht nicht den Weg zu den Heiden und betretet keine Stadt der Samariter, sondern geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel!
Kommentar
Sr. Maria Gabriela Unterluggauer HSF

Halleiner Schwestern Franziskanerinnen

 

Zehnter Sonntag im Jahreskreis

Mt 9, 9–13
"Geht und lernt, was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer!"
Kommentar
Sr. Franziska König HSF

Halleiner Schwestern-Franziskanerinnen

Dreifaltikgkeitssonntag

Joh 3, 16–18
Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet,
sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.
Kommentar
Albert Thaddäus Esterbauer-P.

Vizekanzler der Erzdiözese Salzburg

Pfingsten

A
Joh 20, 19–23
Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.
Kommentar
Albert Thaddäus Esterbauer-P.

Vizekanzler der Erzdiözese Salzburg

Albert Thaddäus Esterbauer-P.

Siebter Sonntag der Osterzeit

A
Joh 17, 1–11a
Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt und ich komme zu dir.
Kommentar
Albert Thaddäus Esterbauer-P.

ist Vizekanzler der Erzdiözese Salzburg.

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