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Inhalt:

Zweiter Fastensonntag

Lesejahr A
Evangelium
Mt 17, 1–9
In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg.
Und er wurde vor ihnen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne und seine Kleider wurden weiß wie das Licht.
 
Und siehe, es erschienen ihnen Mose und Elija und redeten mit Jesus. Und Petrus antwortete und sagte zu Jesus: Herr, es ist gut, dass wir hier sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija.
 
Noch während er redete, siehe, eine leuchtende Wolke überschattete sie und siehe, eine Stimme erscholl aus der Wolke: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören.


Als die Jünger das hörten, warfen sie sich mit dem Gesicht zu Boden und fürchteten sich sehr. Da trat Jesus zu ihnen, fasste sie an und sagte: Steht auf und fürchtet euch nicht!

Und als sie aufblickten, sahen sie niemanden außer Jesus allein. Während sie den Berg hinabstiegen, gebot ihnen Jesus: Erzählt niemandem von dem, was ihr gesehen habt, bis der Menschensohn von den Toten auferweckt ist!

 

 

 


 

Kommentar Lesungen Psalm

1. Lesung

Gen 12, 1-4a

Der HERR sprach zu Abram: Geh fort aus deinem Land, aus deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde!

 

Ich werde dich zu einem großen Volk machen,
dich segnen und deinen Namen groß machen.
Ein Segen sollst du sein.

 

Ich werde segnen, die dich segnen;
wer dich verwünscht, den werde ich verfluchen.
Durch dich sollen alle Sippen der Erde Segen erlangen.
Da ging Abram, wie der HERR ihm gesagt hatte.

2. Lesung

2 Tim 1, 8b–10

Mein Sohn! Leide mit mir für das Evangelium!
Gott gibt dazu die Kraft: Er hat uns gerettet; mit einem heiligen Ruf hat er uns gerufen, nicht aufgrund unserer Taten, sondern aus eigenem Entschluss und aus Gnade, die uns schon vor ewigen Zeiten in Christus Jesus geschenkt wurde; jetzt aber wurde sie durch das Erscheinen unseres Retters Christus Jesus offenbart.

Er hat den Tod vernichtet und uns das Licht des unvergänglichen Lebens gebracht durch das Evangelium.

Antwortpsalm

Psalm 33, 4–5. 18–19.20 u. 22

Denn das Wort des HERRN ist redlich,
all sein Tun ist verlässlich.
Er liebt Gerechtigkeit und Recht,
erfüllt von der Huld des HERRN ist die Erde.

 

Siehe, das Auge des HERRN ruht auf denen, die ihn fürchten, die seine Huld erwarten, dass er ihre Seele dem Tod entreiße und, wenn sie hungern, sie am Leben erhalte.

 

Unsre Seele hofft auf den HERRN;
er ist unsere Hilfe und unser Schild.
Lass deine Huld über uns walten, HERR,
wie wir auf dich hofften!

 

Kommentar

P. Felix Gradl OFM, Vikar und Seelsorger bei den  Franziskanern Salzburg
P. Felix Gradl

Vikar und Seelsorger, Franziskaner Salzburg

Eine Reise zum Licht

 

Wer heutzutage eine Reise unternimmt, bereitet sich normalerweise gut drauf vor. Man hat vor allem das Ziel (Ziele) im Auge: man wird Einiges nachlesen, man wird sich erkundigen: Lebensumstände, Landschaft, Klima… auch Informationen über Aktuelles sind leicht zu haben. Man will schon einigermaßen sicher gehen, schließlich will man ja wissen, was einen erwartet. Überraschungen sind durchaus willkommen, aber sie sollten kalkulierbar sein.
Nun - unser ganzes Leben ist doch eine Reise, allerdings mit beträchtlichen Besonderheiten: wir haben uns diese Reise nicht ausgesucht und vor allem - das Ziel kennen wir nicht. Wir können es nicht bestimmen und somit im eigentlichen Sinn auch nicht organisieren. Wir wissen nicht, was uns erwartet.
Abraham (jeder Mensch) bricht auf, wohin? „In das Land, das ich dir zeigen werde“ (Gen 12,1). Eine recht unbestimmte Angabe.

 

Was auf uns zu-kommt, ist immer ungewiss, der Ausgang
        nicht rational-logisch kalkulierbar. Aber wir dürfen leben
        vom Vertrauen in sein Wort: es sei meinem Fuß eine
        Leuchte, auf meinen Pfaden ein LICHT (vgl. Ps 119,105).

 

 

Einen Anhaltspunkt gibt es freilich für Abraham: GOTT und sein Wort. Das ist auch das Einzige, das ihm wirklich bleibt. Alles andere muss er hinter sich lassen, alles, was er an denkbaren Sicherheiten hat (Land, Verwandtschaft und Vaterhaus). Seine ganze Reise gründet allein auf dem Vertrauen in seinen Gott.
Als Glaubende lassen wir uns auf Gott ein – wie Abraham, wie Tausende nach ihm, wie die, die damals mit Jesus gingen und die heute mit ihm gehen. In der Geschichte der sog. „Verklärung“ erahnen wir heute wie die damals eine neue, eine andere Welt. Sie unterbricht den Alltag, lässt Sorgen und Nöte kurzfristig beiseite: hier ist gut sein.
Im liturgischen Ablauf der Fastenzeit dient die Geschichte als konkreter Hinweis auf das LICHT der Auferstehung von Ostern. Das Ziel der Reise Jesu, das ihm zugesagte „Land“ ist das LEBEN. Dieses Leben aber ist nicht einfach das LICHT am Ende des Tunnels, sondern es leuchtet herein in unsere Alltäglichkeit, wo immer auch wir Momente des Gut-Seins erleben, aber auch dann, wenn wir wandern müssen „im finsteren Tal“ (Ps 23,4).

 

 

 

Weitere Einträge

14. Sonntag im Jahreskreis

A
Mt 11, 25–30
Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken.
Kommentar
P. Felix Gradl OFM

Seelsorger, Franziskaner Salzburg

P. Felix Gradl OFM

13. Sonntag im Jahreskreis

A
Mt 10, 37–42
Wer das Leben findet, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es finden.
Kommentar
Sr. Maria Gabriela Unterluggauer HSF

Halleiner Schwestern  Franziskanerinnen

Zwölfter Sonntag im Jahreskreis

A
Mt 10, 26–33
Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet im Licht, und was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet auf den Dächern!
Kommentar
Sr. Franziska König HSF

Halleiner Schwestern Franziskanerinnen

 

Elfter Sonntag im Jahreskreis

Mt 9, 36 – 10, 8
Geht nicht den Weg zu den Heiden und betretet keine Stadt der Samariter, sondern geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel!
Kommentar
Sr. Maria Gabriela Unterluggauer HSF

Halleiner Schwestern Franziskanerinnen

 

Zehnter Sonntag im Jahreskreis

Mt 9, 9–13
"Geht und lernt, was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer!"
Kommentar
Sr. Franziska König HSF

Halleiner Schwestern-Franziskanerinnen

Dreifaltikgkeitssonntag

Joh 3, 16–18
Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet,
sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.
Kommentar
Albert Thaddäus Esterbauer-P.

Vizekanzler der Erzdiözese Salzburg

Pfingsten

A
Joh 20, 19–23
Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.
Kommentar
Albert Thaddäus Esterbauer-P.

Vizekanzler der Erzdiözese Salzburg

Albert Thaddäus Esterbauer-P.

Siebter Sonntag der Osterzeit

A
Joh 17, 1–11a
Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt und ich komme zu dir.
Kommentar
Albert Thaddäus Esterbauer-P.

ist Vizekanzler der Erzdiözese Salzburg.

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