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Positive Meldungen sollen Internet füllen

#dieGuteTat

Ansturm. Salzburg nimmt den Kampf gegen Hass, Hetze und Verleumdung im Internet auf. Die Mittel sind sanft. Darin soll ihre Stärke stecken. Michaela Hessenberger Salzburg. Ex-Schirennläuferin Alexandra Meissnitzer weiß wie es ist, wenn im Netz anonyme Hassbotschaften über sie hereinbrechen. Sie berichtet von Plattformen, auf denen Hetze gegen Frauen, Politiker und Prominente zur Schau getragen wird. Anonym. „Ich bin erwachsen, ich kann damit schon umgehen. Wenn derart Negatives in Klassenzimmer und zu Kindern kommt, habe ich allerdings ein Problem damit“, sagt sie. Die Abtenauerin Alexandra Meissnitzer unterstützt daher den früheren Landeshauptmann- Stellvertreter Gerhard Buchleitner, der #dieGuteTat erfunden hat. Mit der Raute, dem „Hashtag“, werden in Sozialen Medien Schlagwörter zusammengefasst; so sorgen sie für mehr Aufmerksamkeit im Internet. Buchleitner: „Es gibt so tolle Taten. Täglich engagieren sich Menschen und helfen. Das wollen wir zeigen und damit gegen Hass antreten – auch, wenn es nur ein kleiner Gegenwind gegen all die Blödheiten ist, die sonst online passieren.“ Seit zwei Jahren gibt es in Österreich die Beratungsstelle #GegenHassimNetz vom Verein Zara (Zivilcourage und Anti-Rassismus- Arbeit). Insgesamt wurden allein dort seither rund 3.200 Vorfälle gemeldet. Am öftesten von meist anonymer Hetze betroffen sind Frauen und Migranten. Bei der Salzburger Aktion #dieGuteTat dürfen weder Caritas noch Diakonie oder Katholische Jugend (KJ) Salzburg fehlen. Gemeinsam wollen sie das Internet mit Vorbildlichem überschwemmen. Der Kitt der Gesellschaft sei der Zusammenhalt; #die- GuteTat macht diesen sichtbar. „Hass hat etwas Ansteckendes“ RB: Wie konnte der Hass im Netz zu einem Phänomen unserer Zeit werden? Fartacek: Hass hat etwas höchst Ansteckendes an sich. Die Ansteckungsgefahr ist am größten, wenn es um Menschen geht, die enttäuscht oder zu kurz gekommen sind. Dann verbreitet sich Hass – gerade im Internet – manchmal rasend schnell. RB: Was passiert mit einem Menschen, wenn ihm Häme und bösartige Kommentare aus dem Internet entgegenschlagen? Fartacek: Das Opfer fühlt Angst. Es fühlt sich machtlos und ausgeliefert. Kommt es zu Hass im Netz, ist dem oft nur sehr wenig entgegenzuhalten. Das sorgt zusätzlich dafür, dass man das Gefühl hat, die Lage nicht kontrollieren zu können. RB: Lässt sich Gewalt mit Worten im Netz überhaupt ausmerzen? Fartacek: Mir geht es weniger um einen Kampf dagegen. Für mich ist es sinnvoller, negativen Kommentaren gute Taten gegenüberzustellen. Damit treten wir alle in Dialog. Verstärkt wird das durch die Fotos zum Hashtag. So kann sinnvoll etwas bewirkt werden – wenn auch langsam.

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Ausgabe 29_30 | 2026

Gesellschaft & Soziales Ressort
Gesellschaft & Soziales

Wieder an morgen glauben

Hunger nimmt Menschen mehr als nur Nahrung – er raubt Sicherheit und Hoffnung. Die Caritas Salzburg lenkt den Blick auf Familien im Nahen Osten, die auf Solidarität angewiesen sind.

Start zur Altstadtrunde beim Blindentastmodell in der Salzburger Franziskanergasse.
Gesellschaft & Soziales

Man hört die Weite der Plätze und die Enge der Gassen

Salzburg anders sehen: Wie blinde und sehbeeinträchtigte Menschen einen Stadtrundgang erleben.

Gesellschaft & Soziales

Wie wird das Gute wünschenswert?

Der deutsche Soziologe und Philosoph Hans Joas beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit Fragestellungen rund um menschliche Werte. 
Bei der Pädagogischen Werktagung in Salzburg wird er den Eröffnungsvortrag halten. Zentral ist für ihn die universale Menschenwürde.

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