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Inhalt:

2. Adventsonntag

Lesejahr B
Evangelium
Mk 1, 1–8

Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, Gottes Sohn.
Wie geschrieben steht beim Propheten Jesaja – Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg bahnen wird.
Stimme eines Rufers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn!
Macht gerade seine Straßen! –,
so trat Johannes der Täufer in der Wüste auf und verkündete eine Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden.

Ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems zogen zu ihm hinaus;
sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von
ihm taufen. Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren
und einen ledernen Gürtel um seine Hüften und er lebte
von Heuschrecken und wildem Honig.
Er verkündete: Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich; ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen
der Sandalen zu lösen. Ich habe euch mit Wasser getauft,
er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.

Kommentar Lesungen Psalm

1. Lesung

Jes 63, 16b–17. 19b; 64, 3–7

Du, HERR, bist unser Vater, „Unser Erlöser“ von jeher ist dein Name. Warum lässt du uns, HERR, von deinen Wegen abirren und machst unser Herz hart, sodass wir dich nicht fürchten? Kehre zurück um deiner Knechte willen, um der Stämme willen, die dein Erbbesitz sind! Hättest du doch den Himmel zerrissen und wärest herabgestiegen, sodass die Berge vor dir erzitterten.

 

Seit Urzeiten hat man nicht vernommen, hat man nicht gehört; kein Auge hat je einen Gott außer dir gesehen, der an dem handelt, der auf ihn harrt. Du kamst dem entgegen, der freudig Gerechtigkeit übt, denen, die auf deinen Wegen an dich denken. Siehe, du warst zornig und wir sündigten; bleiben wir künftig auf ihnen, werden wir gerettet werden.

 

Wie ein Unreiner sind wir alle geworden, unsere ganze Gerechtigkeit ist wie ein beflecktes Kleid. Wie Laub sind wir alle verwelkt, unsere Schuld trägt uns fort wie der Wind.
Niemand ruft deinen Namen an, keiner rafft sich dazu auf, festzuhalten an dir. Denn du hast dein Angesicht vor uns
verborgen und hast uns zergehen lassen in der Gewalt unserer Schuld. Doch nun, HERR, du bist unser Vater. Wir sind der Ton und du bist unser Töpfer, wir alle sind das Werk deiner Hände.

2. Lesung

1 Kor 1, 3–9

Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus! Ich danke meinem Gott jederzeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch in Christus Jesus geschenkt wurde, dass ihr an allem reich geworden seid in ihm, an aller Rede und aller Erkenntnis.

 

Denn das Zeugnis über Christus wurde bei euch gefestigt, sodass euch keine Gnadengabe fehlt, während ihr auf die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus wartet.

 

Er wird euch auch festigen bis ans Ende, sodass ihr schuldlos dasteht am Tag unseres Herrn Jesus Christus. Treu ist Gott, durch den ihr berufen worden seid zur Gemeinschaft mit seinem Sohn Jesus Christus, unserem Herrn.

Antwortpsalm

80, 2ac u. 3bc.15–16.18–19

Du Hirte Israels, höre! Der du auf den Kérubim thronst, erscheine! Wecke deine gewaltige Kraft und komm zu unserer Rettung!

 

Gott der Heerscharen, kehre doch zurück, blicke vom Himmel herab und sieh, sorge für diesen Weinstock! Beschütze, was deine Rechte gepflanzt hat, und den Sohn, den du dir stark gemacht!

 

Deine Hand sei über dem Mann zu deiner Rechten, über dem Menschensohn, den du dir stark gemacht. Wir werden nicht von dir weichen. Belebe uns und wir rufen deinen Namen an.

Kommentar

Künstlerin und Theologin aus St. Johann/Pg., Lehrerin in der BAfEP Bischofshofen
Hildegard Stofferin,

Künstlerin und Theologin

 

Seid wachsam!

 

Der Mensch verbringt ein Drittel seines Lebens schlafend. Schlaf ist gut und gesund. Und da verlangt Jesus, wach zu bleiben, um die Endzeit nicht zu verschlafen? Oder meint Wachsamkeit vielmehr, bedacht, vorsichtig und aufmerksam zu sein? Jesus lehrt uns Nächstenliebe, und dafür müssen wir umsichtig sein, unsere Scheuleder (Scheuklappen) aufklappen, um unsere Nächsten zu sehen.
Gerade im Advent sollten wir uns wieder mehr darauf besinnen, wie gut es uns tatsächlich geht und wie viel Hilfe andere benötigen. Doch Einkaufsstress, Glühweinrallyes und Wohlstandsjammern halten uns oft davon ab. Denn „unsere Gerechtigkeit ist wie ein schmutziges Kleid“, tadelt Jesaja. Und eigentlich hoffen wir ja alle auf Erlösung und Befreiung – von Zwängen, von Schmerzen, von Ungerechtigkeit, von Terror, Hass und Krieg. Aber dafür müssen wir auch etwas tun. Jeder von uns trägt Verantwortung für ein friedliches Zusammenleben. „Er übertrug jedem eine bestimmte Aufgabe“, heißt es hier im Text.

 

Das schlafende Christentum muss erst wieder geweckt werden, um mit offenen Augen, offenen Ohren und offenem Herzen allem gegenüber wachsam zu sein.

 

Wenn wir uns nun aber die Beteiligung am kirchlichen Geschehen, sei es als Mitfeiernde oder als Mitarbeitende in der Pfarre, ansehen sowie Kirchenaustritte und Rückgang im Priesterstand, so hat man das Gefühl, dass uns auch hier vieles entschlummert. Etliches liegt brach, einiges ist verstaubt, Ideen werden eingeschläfert und so mancher ist seines Dienstes müde. Und dabei sollten wir doch aufrütteln, aufwecken, ja freudig lustvoll lebhaft sein. Aber das geht nun mal nicht mit in Trance fallenden religiösen Praktiken oder aber einnickenden Gute-Nacht-Geschichten. Denn hört man in so manchen Gottesdienst hinein, schlafen einem nicht nur die Füße dabei ein. Tja, und da munter motiviert zu bleiben, ist halt auch nicht immer leicht. Klar: „Den Seinen gibt’s der Herr im Schlaf.“ Und Träumen ist ja auch nicht schlecht. Aber bleiben wir nicht in der REM-Phase stecken, sondern entwickeln Visionen mit wachen Augen, wachen Ohren und wachem Herzen. So wird uns die Wiederkunft Jesu nicht entgehen. So können wir ruhig schlafen und gleichzeitig wach und achtsam sein.

Weitere Einträge

27. Sonntag im Jahreskreis

A
Mt 21, 33–42.43.44
Das Reich Gottes wird euch weggenommen und einem Volk gegeben werden, das die Früchte des Reiches Gottes bringt.
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Religionslehrerin, Lebens- und Sozialberaterin

26. Sonntag im Jahreskreis

A
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25. Sonntag im Jahreskreis

A
Mt 20, 1–16
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24. Sonntag im Jahreskreis

A
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A
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A
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Martina Koidl

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20. Sonntag im Jahreskreis

A
Mt 15, 21–28
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