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Ein Leben im Dienst der Ärmsten

Trauer um Sr. Margaretha Moises. Die aus Salzburg stammende Missionsschwester und Romero-Preisträgerin, die 73 Jahre in Kolumbien wirkte, verstarb im Alter von 94 Jahren.

Die entwicklungspolitische Organisation „Sei So Frei“ trauert um Sr. Margaretha Moises (Bildmitte). Die aus Bad Hofgastein stammende Franziskaner Missionsschwester, die über Jahrzehnte in Südamerika wirkte, ist am 29. Mai im Alter von 94 Jahren in Kolumbien verstorben. Sr. Moises hatte ihr Leben ganz in den Dienst der Armen in Kolumbien gestellt und dort 73 Jahre im Bereich der Bildungs- und Friedensarbeit gewirkt, teilte Wolfgang Heindl seitens „Sei So Frei“ Salzburg mit: „Wir sind überzeugt, dass sie im Geiste Erzbischof Romeros, dessen gleichnamigen Preis sie 1982 für ihre herausragenden Verdienste erhalten hat, im Volk von Kolumbien weiterleben wird.“ Man werde ihr Werk daher auch weiterhin unterstützen.

 

Aufbruch ins Ungewisse   

 

Anfang der 1950er-Jahre bestieg die damals 21-Jährige in Le Havre ein Schiff, mit dem sie drei Wochen später in Cartagena an der kolumbianischen Karibikküste landete. In der Mission engagierte sie sich  besonders in der Jugendarbeit in abgelegenen ländlichen Gebieten Amazoniens und der Anden. Seit 1980 übernahm sie zudem Lehraufträge an der Universität Javeriana in den Fächern Religionswissenschaften und Pastoraltheologie. 1980 gründete sie die Organisation CEDAL (Zentrum für Bildung & Kommunikation) mit Sitz in Bogotá.

 

Kämpferin für Gerechtigkeit  

 

„Das Reich Gottes ist überall dort, wo Menschen ein würdiges Leben führen können. Dafür bin ich hier“, sagte Sr. Margaretha Moises einmal in einem Interview. Der Schmerz über die extreme soziale Ungerechtigkeit in Kolumbien prägte sie nachhaltig und sie kämpfte trotz Widerständen bis hin zu psychischer Folter durch die Geheimpolizei ihr Leben lang dagegen an – hartnäckig und unbeugsam.

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Ausgabe 23|2026


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