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Mit kirchlichen und staatlichen Gedenkfeiern erinnerte die norditalienische Region Friaul-Julisch-Venetien kürzlich an das verheerende Erdbeben vor 50 Jahren. Bei der Katastrophe im Jahr 1976 kamen rund 1.000 Menschen ums Leben, Zehntausende wurden obdachlos.
Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella nahm anlässlich des Jahrestags an einer außerordentlichen Sitzung des Regionalrats in Gemona del Friuli teil. Dabei wurde der Opfer der ersten schweren Erdstöße gedacht, die die Region erschüttert haben.
Anlässlich des 50. Jahrestages des Erdbebens sandte Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin ein Telegramm im Namen des Papstes. Darin versichert Leo XIV. sein Gedenken und seine Gebete für die vielen Opfer der Naturkatastrophe. Der Papst erinnerte an die Familien, die bis heute unter dem Verlust von Angehörigen leiden, und dankte auch den zahlreichen Helfenden aus dem In- und Ausland. Deren Unterstützung habe gemeinsam mit dem Einsatz der lokalen Bevölkerung einen raschen Wiederaufbau ermöglicht. Dieser gelte als „beispielhaftes Modell ziviler Erneuerung“, so Leo XIV., der insbesondere die „menschliche und christliche Solidarität“ hervorhob. Der Papst hoffe, „dass die Erinnerung an dieses tragische Ereignis zu einem erneuten Engagement für die Werte der Brüderlichkeit und Nächstenliebe anspornen wird“.
Ein weiteres schweres Beben im September desselben Jahres – vier Monate nach dem ersten Beben –verschärfte die Lage dramatisch und ließ die Zahl der Obdachlosen weiter steigen. Eine breite Welle der Hilfsbereitschaft – auch aus Österreich –prägte die Monate danach und gilt bis heute als bezeichnendes Beispiel grenzüberschreitender Solidarität.
Auch die Kirche stellt das Gedenken in den Mittelpunkt. Der Vorsitzende der Italienischen Bischofskonferenz, Kardinal Matteo Zuppi, verwies in Gemona gemeinsam mit Erzbischof Riccardo Lamba auf die außergewöhnliche Solidarität nach der Katastrophe. kap
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