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Von den Kardinälen bis zu seinem Pfleger – der Jahrestag des Todes von Papst Franziskus ruft in vielen Menschen positive Erinnerungen wach. So verweist der österreichische Kardinal Christoph Schönborn im Gedenken an Franziskus auf dessen Impulse für die Armen, den interreligiösen Dialog, die Themen Frieden, Migration und Schöpfungsverantwortung sowie den synodalen Prozess in der katholischen Kirche und den Umgang mit geschiedenen Wiederverheirateten. Dass er seinen Papstnamen ganz bewusst gewählt hatte, ist längst kein Geheimnis mehr. „Er wollte dem heiligen Franziskus nacheifern, sozusagen das Papsttum mit dem Geist des Franziskus erfüllen“, sagt Schönborn.
Als „außergewöhnlichen und sympathischen“ Papst würdigt Kardinal Walter Kasper, ehemaliger Präsident der Vatikanbehörde für die Einheit der Christen, den vor einem Jahr verstorbenen Papst. Sein Pontifikat sei stilbildend in der Art gewesen, wie er das Petrusamt bekleidete, und er setzte bis heute fortwirkende Impulse für die Transformation der Kirche: „Keine auf sich selbst bezogene Kirche, sondern eine Kirche im missionarischen Aufbruch an die Peripherien, eine Kirche, welche den Schrei der Armen hört und in der Option für die Armen die Botschaft Jesu von der Barmherzigkeit Gottes verkündet und lebt.“
Persönlicher äußert sich zum Jahrestag in einem Interview Massimiliano Strappetti, langjähriger Pfleger von Papst Franziskus, den er als „mutigen, humorvollen Menschen“ erlebte: „Ich gehe oft zu seinem Grab, bringe ihm eine weiße Rose und erzähle ihm einen unserer Witze. Vielleicht lacht er ja im Himmel.“
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