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Zwischen Angst und Hoffnung

Krieg im Libanon: Hunderttausende sind auf der Flucht. Es braucht Hilfe und Hoffnung.
Krieg im Libanon: Hunderttausende sind auf der Flucht. Es braucht Hilfe und Hoffnung.

Ausnahmezustand. Im Libanon sind mehr als eine Million Menschen vor dem Krieg auf der Flucht. Gleichzeitig kämpfen Helfende und Ordensschwestern darum, die Not der Vertriebenen zu lindern – und trotz allem einen Funken Hoffnung zu bewahren.

14 ganze Ausgabe als ePaper lesen
Daniela Pfennig
Redakteurin
daniela.pfennig@eds.at

Der Krieg zwischen israelischem Militär und der Hisbollah (radikalislamische Organisationen im Land) hat den Libanon in eine humanitäre Katastrophe gestürzt. Über eine Million Menschen mussten ihre Häuser verlassen, ganze Stadtviertel im Süden und selbst schiitische Bezirke Beiruts stehen unter ständigem Beschuss. Hilfsorganisationen wie die Österreichische Initiative Christlicher Orient (ICO) versorgen Geflüchtete weiterhin unter gefährlichen Bedingungen. Immer wieder mischen sich Kämpfer unter die Zivilisten – mit verheerenden Folgen, denn so geraten auch unbeteiligte Familien ins Visier militärischer Angriffe.
In Orten wie Faraya oder Jounieh drängen sich Familien in provisorischen Unterkünften zusammen. Ordensgemeinschaften, darunter die Barmherzigen Schwestern in Ajaltoun, kochen täglich für Hunderte Vertriebene, verteilen Lebensmittel, Hygieneartikel, Medikamente oder Heizöl und halten so ein Mindestmaß an Würde und Sicherheit aufrecht. Doch die wirtschafltiche Not trifft alle, Ressourcen schwinden, die Solidarität im Land nimmt ab, Aufnahmezentren schließen.

 

Leise Stimme im Sturm

Schwester Marie Rached ist Oberin der Barmherzigen Schwestern von Besançon aus Baskinta und Leiterin der dortigen Schule, die von ihrer Ordensgemeinschaft betrieben wird. Sie erlebt diesen Ausnahmezustand mit einem Herzen, das – wie sie sagt – „zwischen Angst und Hoffnung“ schlägt. „Ich habe Angst um Familien, Freunde, die ihr Zuhause und sogar ihr Leben verlieren, obwohl sie mit den Entscheidungen der Mächtigen nichts zu tun haben. Jeder Tag bringt seine Qualen und seine Ungewissheit", erzählt sie. Angst vor dem morgigen Tag, vor Bombennächten, vor fehlendem Treibstoff für das Internat, das ihr Orden betreibt, vor Kindern, die hinter Bildschirmen statt im Klassenzimmer ausharren müssen, dass sie ihr Schuljahr verpassen, den Bildern von Blut und Bomben ausgesetzt bleiben. Angst auch vor der Frage, ob das Nötigste reicht, um Waisen und Schülerinnen und Schüler warmzuhalten und sicher nach Hause zu bringen. „Diese einfachen Bedürfnisse werden zu einer täglichen, aber lebenswichtigen Sorge“, ergänzt die Ordensfrau.
Und dennoch: Inmitten des Libanongebirges in Baskinta, etwas weiter weg von den Kämpfen, sieht sie Kinder voller Lebensfreude, die lachen, lernen, träumen: „Sie kommen zur Schule, entdecken die Schönheit der Natur und vollbringen einfache, aber tiefgreifende Taten der Brüderlichkeit und Solidarität. In ihren Augen und ihrem Lachen sehe ich schon den Libanon von morgen", sagt Sr. Marie Rached.

 

Sr. Marie Rached

Schwester Marie Rached glaubt trotz allem an eine gute Zukunft im Libanon.

 

Familien leisten enorm viel

Sie denkt auch an die Familien ihrer Schülerinnen und Schüler: „Jede von ihnen trägt auf ihre Weise die Last dieses Krieges. Einige Familien leben mitten in den vom Krieg betroffenen Gebieten (Beirut: Hadat, Baabda, Chia), von wo sie in aller Eile geflohen sind und ihre Häuser und Erinnerungen zurückgelassen haben. Heute finden sie Zuflucht bei Verwandten, bei Freunden, in einer spontanen, aber herzlichen Gastfreundschaft. Andere Familien leben etwas weiter entfernt von den Kämpfen (Beiruter Vororte: Borj Hammoud, Dekwaneh, Jdeideh). Der Krieg ist nicht auf ihren Straßen, aber er verfolgt sie in ihren Nächten. Der Lärm der Bomben weckt die Kinder, die Sorge hält sie wach, und doch halten sie Tag für Tag mit Mut und Würde durch. Und dann sind da diejenigen, die in unseren Bergregionen (Metn: Baskinta und Umgebung) leben, weiter entfernt von der Gewalt. Viele haben ihre Häuser geöffnet, um vertriebene Familien aufzunehmen. Sie teilen, was sie haben, manchmal das Wenige, das sie besitzen, und zeigen eine Brüderlichkeit und Solidarität, die an das Beste des Libanon erinnert", führt Sr. Marie Rached aus.

Sie ist dankbar für die Familien, die trotz eigener Not andere aufnehmen. Lehrerinnen und Lehrer, die weitermachen, obwohl ihre Welt wankt. „In ihren Augen sehe ich den Libanon von morgen“, sagt sie. Für mehr als 3.000 Kinder und Jugendliche sei die Schule derzeit nicht nur ein Ort des Lernens, sondern ein Zufluchtsort – ein Beweis, dass Menschlichkeit stärker sein kann als Gewalt. Aber: „Die Schulgebühren werden zu einer schweren Last für die Familien, obwohl sie unerlässlich sind, um den Schulbetrieb aufrechtzuerhalten und unsere Lehrpersonen zu unterstützen", weiß die engagierte Ordensfrau.

 

Heute ist ihre Priorität das Überleben. Ihre Kinder zu  ernähren, Medikamente zu kaufen. 

 

Ein Funken Zukunft

Sie bleibt optimistisch: „Wir wollen glauben, dass das Ende des Tunnels nahe ist. Schon jetzt, wie eine kleine Flamme in der Nacht, erscheint ein Hoffnungsschimmer: der Wunsch nach einem Friedensabkommen, die Solidarität so vieler Freunde des Libanon in aller Welt, diese brüderlichen Hände, die über die Meere ausgestreckt werden, um uns zu unterstützen. Ich lebe weit entfernt von den Konfliktgebieten, in einer friedlicheren Region. Doch in meinem Herzen bin ich den Leidenden nahe. Jeden Tag frage ich mich: Was kann ich für sie tun?" Entsprechend ihrem Auftrag als Ordensfrau versucht Schwester Marie Rached unermüdlich, Kinder und Jugendliche, die Frieden suchen, willkommen zu heißen, ihrem Leben Sinn zu geben, ihnen ein Wort, einen Blick, eine Geste zu schenken, die sie aufrichtet, die ihnen Hoffnung schenkt, selbst wenn alles verloren scheint. 

 

Beten für gute Zukunft

„Diese 3.360 Kinder und Jugendlichen, die mit ihren Wunden und ihren Träumen an unsere Türen klopfen, sind meine Mission, meine Präsenz unter den Leidenden, und durch sie kann ich die Brücke zwischen Angst und Hoffnung schlagen, zwischen meinem friedvollen Herzen und dem Leid des Landes. Aufnehmen, zuhören, unterstützen, bilden, … in diesem täglichen Geschenk erfahre ich wahre Nähe zu denen, die von Krieg und Gewalt betroffen sind. Und dort wird wahre Hoffnung geboren, die nicht von Umständen abhängt, sondern von der Liebe, die wir säen. Ja, Angst ist da. Aber auch Hoffnung. Und solange es Kinder gibt, die lernen, Lehrer, die ihr Bestes geben, Familien, die Widerstand leisten, und Freunde, die den Libanon von jenseits des Meeres unterstützen, werden wir weiterhin daran glauben, dass dieses Land wieder aufstehen wird", ist Marie Rached überzeugt.

Jeden Dienstag versammelt sich das Schulteam zum Friedensgebet. Dort, so erzählt Schwester Marie Rached, „schwindet die Furcht und die Hoffnung kehrt zurück“. Hoffnung auf ein Ende des Krieges. Hoffnung auf internationale Solidarität. Hoffnung darauf, dass ein erschöpftes Land wieder aufstehen kann. Für seine Kinder. Für seine Geschichte. Für seine Zukunft.

 

 

teilnehmen

 

Vor Ort helfen: Sie können Ihre Spende dem Hilfswerk Initiative Christlicher Orient  zukommenlassen: Hypo Oberösterreich, IBAN: AT42 5400 0000 0045 4546; BIC: OBLAAT2L.
Weitere Informationen.

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Ausgabe 14 |2026


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