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Der Salzburger Erzbischof Franz Lackner hat sich angesichts der dramatischen Entwicklungen im Iran nach der massiven militärischen Eskalation und dem Tod von Ayatollah Ali Khamenei besorgt gezeigt. Er verwies auf die anhaltenden Freiheitsbestrebungen der Bevölkerung und rief zum Gebet für Frieden auf. „Die Stimmen Unzähliger innerhalb und außerhalb des Iran rufen nach Veränderung, nach Freiheit und Frieden. Mögen sie im Lärm des Krieges, der nun ein weiteres Mal den Nahen Osten heimsucht, nicht verstummen und nicht zum Schweigen gebracht werden“, erklärte der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz.
Mit einem eindringlichen Appell hat Papst Leo XIV. dazu aufgerufen, die „Spirale der Gewalt“ im Nahen Osten zu stoppen. Er verfolge mit großer Besorgnis die aktuellen Ereignisse im Nahen Osten und im Iran in diesen dramatischen Stunden, sagte der Papst auf dem Petersplatz. „Stabilität und Frieden lassen sich nicht durch gegenseitige Drohungen oder durch Waffen, die Zerstörung, Leid und Tod bringen, erreichen, sondern nur durch einen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog.“
Ebenso rufen die Bischöfe in der Golfregion zu Gebet, Umsicht und Deeskalation auf. Nach iranischen Gegenangriffen in mehreren Staaten der Region zeigten sich die Apostolischen Vikare von Nord- und Südarabien, Bischof Aldo Berardiund Bischof Paolo Martinelli zudem um die Sicherheit ihrer Gläubigen besorgt und alarmierten vor einer weiteren Gewaltspirale. Auch aus dem benachbarten Irak kamen mahnende Worte. Der chaldäisch-katholische Erzbischof von Erbil, Bashar Warda, warnte vor den langfristigen Folgen einer erneuten militärischen Eskalation. Die Menschen trügen noch die seelischen und wirtschaftlichen Wunden früherer Kriege. kap
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