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Turin. Aus allernächster Nähe können sich ab sofort Interessierte das Turiner Grabtuch ansehen – mit Smartphone, Tablet und PC. Diesen digitalen Service auf den Websites www.avvolti.org und www.sindone.org stellte kürzlich der Vatikan vor. Die wichtigsten Details des Grabtuchs, wie Spuren von Gesicht und Dornenkrone Jesu, können vergrößert werden. Spuren der Auspeitschung, der Kreuzigung und des Tragens eines schweren Gegenstandes werden als solche erläutert. Jede Vergrößerung wird von Erklärungen und Verweisen auf die Passagen der Evangelien begleitet, die die Passion Jesu beschreiben. Das Angebot gibt es in italienischer, englischer, französischer und spanischer Sprache.
Wie das vatikanische Presseamt mitteilte, soll die digitale Erkundungsmöglichkeit der breiten Öffentlichkeit auf der ganzen Welt das Bild des Turiner Grabtuchs und seine Bedeutung näherbringen. Dabei sei es den Verantwortlichen wichtig gewesen, trotz wissenschaftlicher Genauigkeit der Texte und Bilder ein für alle zugängliches Produkt zu schaffen, für Laien ebenso wie für Fachleute.
Das neue digitale Angebot ist Teil von „Avvolti“, einem von der Diözese Turin im Heiligen Jahr 2025 ins Leben gerufenen Projekt. Dabei hatte ein „Avvolti“-Zelt auf der Piazza Castello im Maßstab 1:1 ein digitales Abbild des Turiner Grabtuchs auf einem speziell angefertigten, fünf Meter langen Tisch gezeigt. Es wurde in knapp einer Woche von mehr als 30.000 Menschen aus 79 Ländern besucht. Nun ist das auf dem „Tisch“ vorgestellte Programm in angepasster Form für alle im Internet verfügbar.
Als einer der Ersten lernte der Papst das Projekt kennen. Der päpstliche Kustos des Grabtuchs, Kardinal Roberto Repole, Erzbischof von Turin, stellte Leo XIV. während einer Audienz im Apostolischen Palast die digitalen Möglichkeiten rund um das Tuch vor.
kap
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