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Papst Leo XIV. hat erstmals öffentlich Deutsch gesprochen. „Guten Morgen“ grüßte er beim Weltjugendtreffen vergangenen Sonntag auf dem Festgelände im römischen Stadtteil Tor Vergata die rund eine Million junge Menschen, die die Nacht dort großteils in Schlafsäcken unter freiem Himmel verbracht hatten. Später verabschiedete er seine jungen Gäste in ihre rund 150 Heimatländer.
Nach einer langen Gebetsnacht am Samstag und der großen Messe am Sonntag wollten diese Leo XIV. gar nicht ziehen lassen. Dass ein Papst von der Jugend wie ein Popstar gefeiert wird, war schon bei Leos Vorgängern üblich. Doch einer seiner Pluspunkte: Der gebürtige US-Amerikaner, der rund 20 Jahre lang in Peru als Priester und Bischof wirkte, wechselt neben dem deutschen Gruß auch mühelos zwischen Englisch, Italienisch und Spanisch.
Bewegt von den Ereignissen der letzten Tage zogen auch der Kärntner Bischof Josef Marketz und die Gruppen aus Österreich ein positives Resümee. Der Gottesdienst und die Vigil am Abend davor seien sicher die Höhepunkte des Weltjugendtreffens gewesen, doch die gesamte Woche habe ihn sehr bewegt und das gebracht, wovon Papst Leo immer gesprochen habe, sagte Marketz: „Dass die jungen Menschen untereinander Freundschaften schließen und Freundschaft schließen mit Christus – und dass sie Licht bringen in diese Welt.“
Matthias Linus Möller, Referent für Kinder- und Jugendpastoral der Österreichischen Bischofskonferenz und Jasmin Degenhart von der Katholischen Jugend Österreich,
wiesen darauf hin, wie sehr der Papst den jungen Leuten nahe sein wollte. Das gesamte Weltjugendtreffen habe eine enorme Kraft. Die Teilnehmenden würden gestärkt und voller Lebensfreude zurückkehren in ihre Familien und Gemeinden. Und es sei auch schon eine große Vorfreude auf den Weltjugendtag 2027 in Südkorea spürbar gewesen. kap
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