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Salzburg/Wien. Traditionell stehen rund um den 29. Juni mehrere Priesterweihen im ganzen Land bevor. Insgesamt sollen im Jahr 2026 laut dem jüngsten Erhebungsstand mindestens 19 Priesterkandidaten das Weihesakrament erhalten, die aus Österreich stammen oder in Österreich wesentliche Teile ihrer Ausbildung absolviert haben und künftig hier tätig sein werden. Die endgültige Zahl kann höher sein, da es bei den Ordens-Gemeinschaften keine zentrale Erfassung der Priesterweihen gibt und Weihetermine im späteren Jahresverlauf vereinzelt vom Zeitpunkt des Studienabschlusses abhängen. Den Auftakt macht am 20. Juni (9.30 Uhr) die erste von zwei großen Priesterweihen im Wiener Stephansdom, wo fünf Männer von Erzbischof Josef Grünwidl die Hände aufgelegt bekommen.
Eine weitere Weihe findet zum Hochfest der Apostelfürsten Petrus und Paulus am Montag, 29. Juni, um 14.30 Uhr im Dom zu Salzburg statt. Hier wird Erzbischof Franz Lackner ebenfalls fünf Kandidaten das Sakrament spenden, die in der Erzdiözese Salzburg wirken werden. Am Abend des gleichen Tages folgt um 20 Uhr eine Dankandacht in der Pfarrkirche Mülln.
Lorenz Goppert (26 Jahre alt, geboren in Berchtesgaden, Heimatpfarre Mariä Himmelfahrt/Großgmain) begann nach der Matura bei den Salzburger Herz-Jesu-Missionaren mit dem Studium der Theologie. Er ist aktuell als pastoraler Mitarbeiter in der Pfarre Straßwalchen tätig und wird zukünftig in den Pfarren Elsbethen und Salzburg-Aigen wirken.
Andreas Holzner (37, geboren in Mittersill, Heimatpfarre St. Leonhard in Mittersill) ist aktuell pastoraler Mitarbeiter in der Tiroler Pfarre Brixen im Thale und Seelsorger im Referat Ministrantinnen- und Ministrantenpastoral. Er wird zukünftig in der Pfarre Saalfelden wirken.
Roland Münster (57, geboren 1968 in Mönchengladbach, Heimatpfarre: St. Elisabeth in Mönchengladbach-Untereicken/Aachen/D) studierte Philosophie und Theologie in Heiligenkreuz, bevor er 2019 ins Salzburger Priesterseminar eintrat. Er ist aktuell pastoraler Mitarbeiter in der Pfarre Salzburg-Taxham und wird zukünftig in der Pfarre Straßwalchen wirken.
Josef Straub (30, geboren in Freiburg im Breisgau, Heimatpfarre St. Wendelin Langenordnach/D) ist gelernter Zimmermann und ebenfalls seit 2019 im Salzburger Priesterseminar. Er ist aktuell als Diakon in der Pfarre Faistenau im Einsatz und wird zukünftig in der Pfarre Altenmarkt im Pongau wirken.
Manuel Zehetner (31, geboren in Steyr, Heimatpfarre St. Michael in Steyr) absolvierte die Ausbildung zum Diplomierten Gesundheits- und Krankenpfleger. 2021 trat er ins Salzburger Priesterseminar ein. Aktuell ist er als pastoraler Mitarbeiter in der Pfarre Eben im Pongau tätig. Zukünftig wird er in der Tiroler Pfarre Brixen im Thale wirken.
wissenswert
Dreistufiges Sakrament
Das Sakrament der Weihe wird seit der Urkirche vom Bischof durch Handauflegung und Gebet gespendet – in drei Stufen: Diakon, Priester, Bischof. Kandidaten bereiten sich rund sechs Jahre im Priesterseminar oder in einer Ordensausbildungsstätte vor, absolvieren in dieser Zeit das Theologiestudium und durchlaufen einen Reifungsprozess in menschlicher und geistlicher Hinsicht. Nur Männer können geweiht werden, Voraussetzungen sind zudem Glaube, geistliche Berufung, Teamfähigkeit, seelische und körperliche Gesundheit sowie Matura oder Studienberechtigung (die allerdings nachholbar ist). Die Ausbildung umfasst das propädeutische Jahr, das Seminar und das Studium. Erster Schritt ist ein Aufnahmegespräch beim Regens.
Geweihte Priester stehen in besonderer Nachfolge Christi und sollen sein Wirken durch ihr Leben sichtbar machen. Ihr Dienst umfasst Verkündigung, Sakramentenspendung, Seelsorge und Leitung. Bei der Weihe versprechen die Priesteramtskandidaten Gehorsam gegenüber dem Bischof und den Ordensoberen. Die Weihe ist laut Kirchenlehre unauslöschlich und unwiderruflich.
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Das Alter der Neupriester des Jahrgangs 2026 zum Zeitpunkt ihrer Weihe beträgt durchschnittlich 34,8 Jahre und entspricht somit jenem der vergangenen Jahre. Ein Großteil war zuvor schon in anderen Berufen tätig, darunter finden sich unter anderem Zimmerer, Religionslehrer, Krankenpfleger sowie ein Archäologe. Neun der Kandidaten sind gebürtige Österreicher, drei stammen aus Deutschland, vier aus Afrika, zwei aus Asien und einer aus Amerika.
Die bisher ermittelte Gesamtzahl von 19 Weihekandidaten liegt unter den 26 Weihen des Vorjahres, davor waren es laut amtlicher Kirchenstatistik von 2015 bis 2024 in fortlaufender Reihenfolge 22, 24, 15, 17, 23, 31, 20, 21, 31 und 19 Priesterweihen (Durchschnitt 22,3). Die amtliche Zahl des Vorjahres wird jeweils erst bei der Veröffentlichung der Kirchenstatistik im September bekannt gegeben.
eds/kap
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