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Vatikanstadt. Unter Berufung auf den Leiter der vatikanischen Glaubensbehörde, Víctor Manuel Fernández, berichtet das US-Portal „National Catholic Register“ von Plänen des Vatikans für ein neues Dokument über die Weitergabe des Glaubens. Es soll auf einer Befragung der Bischofskonferenzen weltweit basieren und gemeinsam mit dem Dikasterium für die Evangelisierung erarbeitet werden.
Die Ursprünge gehen anscheinend auf das Apostolische Schreiben „Evangelii Gaudium“ (2013) von Papst Franziskus zurück. Der Papst habe „die Volksfrömmigkeit und die Familie als Mittel der Glaubensweitergabe sehr geschätzt“, doch zugleich beklagt, dass diese Weitergabe unterbrochen sei. Bischöfe aus aller Welt hätten bei Besuchen im Vatikan „diese Besorgnis geäußert und eine Studie über das Problem sowie mögliche Lösungswege vorgeschlagen“. Darauf habe die Vatikanbehörde für die Glaubenslehre eine Konsultation mit allen Bischofskonferenzen, mit Experten und Forschungszentren gestartet, deren Resonanz enorm gewesen sei, sagt Fernández.
Bekannt ist freilich: „Bei diesem Thema gibt es erhebliche regionale Unterschiede. Ein solcher Text muss heute über einen europäischen oder italienischen Rahmen hinausgehen und aus der Vielfalt und dem Reichtum der Weltkirche schöpfen“, betonte Fernández. Selbst in Ländern desselben Kontinents würden die Sichtweisen und pastoralen Erfahrungen der Bischöfe stark voneinander abweichen. Daher könne das Dokument keine „Rezepte oder Patentlösungen für alle Fälle anbieten“, so der Kardinal, „vielmehr muss es das volle Ausmaß der Problematik anerkennen und Wege aufzeigen, die für jeden auf irgendeine Weise inspirierend sein könnten“.
kap
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