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„Von Beginn an war ich nicht allein“

Was trägt im Leben wirklich? Der Psychotherapeut Uwe Böschemeyer begibt sich in seinem neuen Buch „Und wenn Gott wäre...“ auf die Suche nach einer Antwort. Im Interview bekennt er, dass er sich selbst ein Leben ohne Gott nicht vorstellen könnte. 

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Ingrid Burgstaller

RB: „Wer Ostern kennt, kann nicht verzweifeln.“ Das hat der Theologe Dietrich Bonhoeffer in dunklen Zeiten gesagt. Am Ende siegen nicht „Gewalt, Hass oder Tod, sondern das Leben“, heißt es in der Osterbotschaft – Ostern als „Fest des Lebens“, als „Hoffnungsfest“. Was bedeutet Ostern für Sie?
Uwe Böschemeyer: Ostern ist für mich der Grund zum Leben, die entscheidende Antwort auf die Frage nach dem Sinn. Denn die Osterbotschaft, die Botschaft von Kreuz und Auferstehung Jesu Christi, gibt mir die Gewissheit, dass trotz des oft zwiespältigen und leidvollen Lebens Gott alles Leben in seinen Händen hält, auch das Leben derer, die von dieser Botschaft nichts wissen, nicht daran glauben oder sie für Unsinn halten. Für mich ist die Osterbotschaft die „Wende der Welt“, der Grund, warum ich dieses Leben – so wie es ist – zutiefst bejahen kann.


RB: Wie kann der Glaube an ein Leben nach dem Tod das Leben vor dem Tod verändern? 
Uwe Böschemeyer: Wenn ich daran glaube, dass unser Leben nicht in ein endloses Nichts einmündet, sondern in das „Reich Gottes“, das ewig ist, dann kann ich bereits in meinem jetzigen Leben – trotz möglicher Ängste vor der Stunde des Sterbens – getrost, vielleicht sogar gelassen sein. Es kann auch sein, dass uns – manchmal, wenn es ganz still in uns wird – ein fernes Leuchten aus der Ewigkeit geschenkt wird.

 

RB: Der letzte Satz in Ihrem neuen Buch (vor dem Schlusswort) lautet: „Wenn es zum Sterben geht, möchte ich sagen können: Ich möchte wieder zum Leben kommen.“ Welche Erfahrung, welche Hoffnung oder welche Einsicht steckt für Sie persönlich hinter diesem Satz? 
Uwe Böschemeyer: Meine Erfahrung? Mein Leben war über Jahrzehnte hin alles andere als bekömmlich. Diese Zeit möchte ich nicht noch einmal leben. Und doch: Weil ich das Leben in dieser Welt als ein Geschenk Gottes sehe, hätte ich keinen wirklichen Einwand dagegen, wenn ich noch einmal das Land menschlichen Lebens durchwandern sollte.

 

RB: „Was aber wäre, wenn Gott wäre?“ – Was hat Sie persönlich davon überzeugt, dass diese Frage nicht nur philosophisch, sondern existenziell entscheidend ist?
Uwe Böschemeyer: Mein Leben! Randvoll von Irrungen und Wirrungen, von Krankheiten und Dunkelheiten, von Zweifeln und Skepsis, und doch: Gegen Ende meines Lebens habe ich nicht nur das Gefühl, sondern die Gewissheit: Von Beginn an war ich nicht allein, war Gott mir nahe, führte er mich, führte er mich zum Frieden. 

 

   
RB: Sie sagen, Sie verstünden nicht, wie Menschen es schaffen, ohne Gottesbezug ihr Leben zu bejahen. Was genau fehlt einem Leben am meisten, wenn es sich ausschließlich auf Autonomie und Selbstgestaltung stützt?
Uwe Böschemeyer: Diese Frage wage ich nicht zu beantworten. Würden wir Menschen, die so leben, danach fragen, würden wir sehr unterschiedliche Antworten bekommen. Wahrscheinlich wollte ich mit der Wortwendung, ich verstünde nicht … noch einmal zum Ausdruck bringen, dass ich selbst mir kein Leben ohne Gott vorstellen kann. 

Nichts macht lebendiger, nichts macht freier, nichts macht stärker, nichts macht furchtloser als die Liebe. 

 

RB: „Ich glaube nicht an Gott, aber ich vermisse ihn.“ (Julian Barnes). Haben Sie in Ihrem Arbeitsumfeld viele Menschen kennen gelernt, auf die diese Beschreibung zutrifft? Wie haben die Menschen dieses Vermissen beschrieben?
Uwe Böschemeyer: Nein, in der Klarheit der Formulierung von Julian Barnes habe ich sonst niemanden kennen gelernt. Aber: Immer wieder bin ich Menschen begegnet, die auf unterschiedliche Weise ihre Sehnsucht, glauben zu können, zum Ausdruck gebracht haben. Eine solche Sehnsucht aber hat nur der Mensch, der den Grund des Lebens zu erahnen begonnen hat.

 

RB: Im Kapitel „Das höchste Gut“ bringen Sie Beispiele, die Menschen zum höchsten Gut erklären (Glück, Sinn, Liebe, Freiheit, Erfolg, Ruhm, Gesundheit, Familie, Selbstverwirklichung) – was würden Sie wählen? Und worauf könnten Sie verzichten?
Uwe Böschemeyer: Eindeutig: die Liebe, denn sie ist „das einzig bleibende, der einzige Sinn“ (Thornton Wilder). Nichts macht lebendiger, nichts macht freier, nichts macht stärker, nichts macht furchtloser als die Liebe. Warum ist das so? Weil sie der Grundwert des Lebens ist, der wichtigste und attraktivste Wert, der alle anderen Werte wie zum Beispiel die Freiheit, den Mut, die Verantwortung, die Kreativität, den Glauben inspiriert und belebt. Und weil das so ist, entbindet der Mensch, der sich auf diesen Wert ausrichtet und sich von der Liebe füllen lässt, die besten Seiten seiner Existenz. Die Liebesfähigkeit hat eine Fülle von Aspekten. Sie ist auch die Grundlage vieler Werte. Wer liebt, schenkt beispielsweise Wohlwollen, Wärme, Offenheit, Aufgeschlossenheit, Aufmerksamkeit, Zuwendung, Schutz, Geborgenheit, Ermutigung, An-Sehen.


Und worauf kann ich am leichtesten verzichten? Auf Ruhm. Ehrlich? Ich freue mich zwar über Anerkennung und Lob, aber ich bin mir seit einiger Zeit bewusst, dass das, was ich sage und schreibe, ein Gottesgeschenk ist.

 

RB: Sie haben in bewegten und verunsichernden Zeiten vielen Menschen mit Ihren Büchern Orientierung und Halt gegeben. Was wünschen Sie den Menschen, denen Sie heute – im Leben wie im Lesen – begegnen?
Uwe Böschemeyer: Liebe Menschen in der Ferne (oder Nähe): Was ich ihnen von Herzen am meisten wünsche, ist die Erfahrung der Freundlichkeit und Güte des lebendigen Gottes und sich deshalb im Leben zuhause fühlen.

 

 

Buchtipp:

 

Uwe Böschemeyer, Und wenn Gott wäre …, Über Sinn, Zweifel und das Wagnis, sich auf die Suche nach Gott einzulassen, Tyrolia Verlag, Innsbruck-Wien 2026, 128 S., 20 €, ISBN 978-3-7022-4356-2. Auch als E-Book erhältlich, ISBN 978-3-7022-4357-9, 18,99 €.

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Ausgabe 14 |2026


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