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Inhalt:

Osterbotschaft 2026 des Erzbischofs

„Wo sollten wir als Kirche sein, wenn nicht an der Schwelle zwischen der sichtbaren und unsichtbaren Welt?“

Liebe Schwestern und Brüder!

 

In dieser Fastenzeit habe ich sechs Fastengedanken über die Kirche als Familie mit euch geteilt. An der Schwelle zu den Heiligen Tagen, bevor wir uns um das Kreuz scharen, möchte ich – als Stärkung für den schweren Gang – diese Gedanken ins Gedächtnis rufen: Familie heißt, dass wir zusammengehören trotz aller Reibereien (1.); rund um die Krippe Jesu versammelt sich die ganze Menschheit (2.); jeder kann einen Unterschied machen, denn die Familie besteht aus unzähligen Zellen, die gesund sein sollen, damit das Ganze gesund sein kann (3.); wie Maria soll sich die Kirche klein machen, sodass sie vom Herrn selbst aufgerichtet wird (4.); Berührung heilt, Jesus ist die Berührung Gottes (5.) – und die Stärke unserer Familie liegt darin, dass wir eins sind, aber nicht gleich (6.).

 

Ein heiliger Moment

Nun geht es uns also wie vielen Familien: Wir treffen uns rund um ein Grab, rund um das Kreuz. Oft sagt dann einer: „Das nächste Mal kommen wir hoffentlich zu einem schöneren Anlass zusammen ...“, und doch spüren wir, wie heilig und wie unvermeidlich dieser Moment ist. Wenn wir sonst schon nicht den Weg gemeinsam gehen, dann wenigstens jetzt.
In der Seelsorge ist dies ein Berührungspunkt mit der innersten Sehnsucht und Not der Menschen. Selbst jene, „die im Unwesentlichen der Zeit die Wahrheit vergessen haben und das ganze Jahr hinter Nichtigkeiten geirrt sind“ (Moses Maimonides), spüren, dass in der Begegnung mit dem Tod die unsichtbare Seite der Realität nahe ist. Daher möchte ich besonders die Seelsorger ermutigen, Menschen in diesen Zeiten mit Hingabe und Gottvertrauen zu begleiten.

 

Hier ist unser Platz

Es ist tief in die DNA der Kirche eingeschrieben, Sterbende und Trauernde zu trösten und zu begleiten, gestärkt durch Gebet (ein anderes Wort für gelebte Beziehung zu Gott) und die heiligen Sakramente. Mögen wir als Familie Gottes da sein, wenn wir gesucht werden! Möge, wenn der Tod eines lieben Menschen nahe ist, kein Tonband auf später vertrösten, sondern ein gläubiger Mensch den Trost des Himmels zusprechen und spenden. Wo sollten wir als Kirche sein, wenn nicht an der Schwelle zwischen der sichtbaren und unsichtbaren Welt? Hier ist unser Platz. Bei den Trauernden und Suchenden, den Verwundeten und Sterbenden – bei den Verstorbenen, um sie auf dem geheimnisvollen Weg der Auferstehung zu geleiten.

 

Tod und Auferstehung

Nun also feiern wie die Heiligen Tage, Tod und Auferstehung des Messias Jesus. Es ist der Punkt der Entscheidung. Wie treffend: das griechische Wort „krisis“ bedeutet „Entscheidung“. Egal wo man im Leben und Glauben steht, der Tod ist eine Krise und eine Wegscheide, nach der es nicht mehr gleich und gemächlich weitergehen kann wie zuvor. Der entscheidende Punkt der Menschheitsgeschichte, der Geschichte Gottes mit den Menschen, ist die Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus.

Die Auferstehung prägt nicht nur, was nach dem Tod kommt, sondern mehr noch, was vor dem Tod wichtig ist. Durch die Auferstehung hat jedes Wort, jede Handlung, ja jeder Gedanke Bedeutung bekommen. Es ist nicht mehr gleichgültig, wie wir leben. „Lasst uns essen und trinken; denn morgen sind wir tot“ (1 Kor 15, 32) – jeder Moment kann nun zum Wendepunkt werden.

 

Gegenwart und Zukunft

Wie und wann können wir die Zukunft verändern? Nur in der Gegenwart! In diesem Moment steckt eine Kraft, die alles verwandeln kann. Wenn in der heiligen Osternacht im Schein der Osterkerze das „Exsultet“ vom Diakon gesungen wird, werden wir hören: „Dies ist (nicht „dies war“) die Nacht die unsere Väter, die Söhne Israels, aus Ägypten befreit, in der die leuchtende Säule das Dunkel der Sünde vertrieben hat, in der Christus die Ketten des Todes zerbrach und aus der Tiefe als Sieger emporstieg“. Dieser Moment, „Heute, wenn ihr seine Stimme hört“ (Hebr 3, 15), kann zum Moment der Begegnung mit Gott werden, es ist der entscheidende Moment.
Wenn aber jedes Wort, jede Tat, jeder Gedanke so wichtig ist, müssten wir doch alle verzweifeln. Keiner ist aus sich selbst heraus gut genug. Keiner kann im Gericht bestehen. So wird doch aus der Auferstehung, die unsere Hoffnung sein sollte, eine Drohung, ein unerträglicher Druck immer das Richtige tun zu müssen. Dies ist eine reale Gefahr, die gerade tiefgläubige Christen treffen kann. Daher dürfen wir nie vergessen, welcher Weg vor Jesu Auferstehung liegt: der Kreuzweg. Jesus trägt das Kreuz, Jesus trägt uns. Er hat unser Versagen, unsere Schwachheit, unsere Boshaftigkeit geschultert.

 

Vom Dunkel ins Licht

Jesus hat sein Leben gegeben,  nicht nur für die Guten, sondern für alle, die sich nach ihm ausstrecken. Das Kreuz ist für uns zum Zeichen dafür geworden, dass wir nicht an unseren Unzulänglichkeiten, dem Dunkel in uns verzweifeln sollen. Damit wir frei werden, hat er sich fesseln und festnageln lassen, hat er alles Dunkel hinein in das Licht der Auferstehung getragen. Ohne Auferstehung kein Sinn und keine Zukunft, ohne das Kreuz keine Hoffnung. Doch durch Kreuz und Auferstehung neues Leben, heute und in jedem Moment – und einmal in der Herrlichkeit Gottes.

 

Christus ist auferstanden, er ist wahrhaft auferstanden!
Amen, Halleluja!

 

Euer
+ Franz Lackner OFM
Erzbischof

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Ausgabe 14 |2026


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