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Wie sich Gemeinschaft am Gründonnerstag anfühlt

Das letzte Mahl Jesu mit den Jüngern steht im Zentrum der Feierlichkeiten zum Gründonnerstag.
Das letzte Mahl Jesu mit den Jüngern steht im Zentrum der Feierlichkeiten zum Gründonnerstag.

Impuls zur Karwoche.

David Pernkopf

Der Soziologe Hartmut Rosa diagnostiziert unserer Gesellschaft, dass uns zunehmend die soziale Energie ausgeht. Seine These: Wir „vollziehen“ immer mehr, anstatt bewusst zu handeln. Endlose To-do-Listen füllen unseren Alltag – in der Arbeit ebenso wie in der Freizeit. Arbeit wird zur bloßen Pflichterfüllung, Freizeit zur Optimierungsplattform für Körper, Geist und Lebensumfeld. Soziale Kontakte werden dabei immer anstrengender, weil die notwendige Energie für echte Begegnung fehlt.

 

Am Gründonnerstag erinnern Christinnen und Christen an das Letzte Abendmahl: Wenn Jesus mit seinen Jüngern das Brot teilt, stiftet er eine neue Form von Gemeinschaft. Eine Gemeinschaft, die uns in seine Nähe holt und uns an seinem Leben teilhaben lässt. Das ist trotz der Worte „Tut dies zu meinem Gedächtnis“ mehr als ein bloßes Erinnerungsmahl. 
Weil er das Brot für uns teilt, teilen wir seinen Leib und werden so Gemeinschaft: seine Gegenwart, die uns beschenken will – ein Geschehenlassen statt ein Vollziehen. Das Geschenk des Gründonnerstags kann gegen den Energieverlust der erschöpften Gesellschaft doppelt wirken: Es unterbricht den Druck, etwas sein oder tun zu müssen, und schafft die Demut, Ja zu sagen zu den Grenzen unseres Lebens – weil sich Gott uns ganz gibt.   

 

Informationen rund um die Karwoche

 

Impulse in Text und Bild zu Ostern

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