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Es fügt sich zusammen, was zusammenpasst

Ein Blick in die Öffentliche Bibliothek-Ludothek der Pfarre Salzburg-St. Vitalis.
Ein Blick in die Öffentliche Bibliothek-Ludothek der Pfarre Salzburg-St. Vitalis.

Das Katholische Bildungswerk in der Erzdiözese Salzburg nimmt sich verstärkt der öffentlichen Pfarr- und Gemeindebibliotheken an. „Wir setzen auf Zusammenarbeit, Vernetzung und gezielte Unterstützung“, sagt Andreas G. Weiß, Direktor des KBW Salzburg.

 

Thomas Manhart

Salzburg/Tirol. Bibliotheken als Orte des Lesens und der Bildung auf der einen sowie das Katholische Bildungswerk (KBW) auf der anderen Seite – das passt wie der sprichwörtliche Deckel auf den Topf. Entsprechend freudig sehen die Betroffenen in den Pfarr- und Gemeindebibliotheken dem nunmehr verstärkten Engagement des KBW in diesem Bereich entgegen. „Ich halte das für eine total positive Entwicklung“, sagt Monika Aistleitner, die seit mehr als 30 Jahren ehrenamtlich in der Öffentlichen Bibliothek-Ludothek St. Vitalis in der Stadt Salzburg arbeitet. „Wir freuen uns, dass es wieder eine Ansprechperson für uns Pfarrbibliotheken gibt, die den Austausch fördert und uns auch den Rücken stärkt, wenn wieder einmal die Frage aufkommt: Wofür braucht man überhaupt eine Bibliothek in der Pfarre?“

Es ist heute viel mehr, als ein Buch über den Tresen zu schieben.

Eine Antwort auf diese versteckte Kritik fällt ihr nicht schwer: „Wir haben uns weiterentwickelt. Eine Bibliothek macht heute viel mehr aus, als ein Buch über den Tresen zu schieben.“ Dass in Zeiten des Sparens und der begrenzten Ressourcen auch in Pfarren alles hinterfragt werde, sei natürlich verständlich. „Darum ist es wichtig, dass nun eine Organisation wie das KBW hinter uns steht“, betont die Stellvertretende Vorsitzende des Bibliotheksverbands Salzburg. Neben einer Ansprechperson in der Erzdiözese hätte in den letzten Jahren auch oft die Wertschätzung gefehlt.

 

Bücher, Bildung, Begegnung

 

Für Andreas G. Weiß, Direktor des KBW Salzburg, soll sich das wieder zum Positiven ändern: „Wir investieren in die Zukunft der Bildung vor Ort – und in die Menschen, die sie tragen.“ Und nebenbei wohl auch in den sozialen Zusammenhalt. Monika Aistleitners Erfahrung: „Zu uns kommen auch Menschen, die sich nur pro forma ein Buch ausleihen und in Wahrheit wegen dem Kontakt, einem Gespräch und einem Kaffee vorbeischauen. Bibliotheken wirken auch ein Stück weit als Plätze gegen die Einsamkeit.

 

Monika Aistleitner, Pfarrbibliothekarin und Stellvertretende Vorsitzende des Bibliotheksverbands Salzburg.

 

 

wissenswert

 

Das Katholische Bildungswerk (KBW) Salzburg hat mit Anfang April die Begleitung der öffentlichen Pfarr- und Gemeindebibliotheken in der Erzdiözese übernommen. In einem neuen Service-Netzwerk sollen die Büchereien gestärkt werden, aber weiterhin unabhängig und eigenständig organisiert bleiben. Dem neuen Netzwerk können die einzelnen Büchereien freiwillig als Kooperationspartner beitreten.

 

Das KBW Salzburg unterstützt insbesondere durch Aus- und Weiterbildungsangebote, pädagogische Begleitung, professionelle Öffentlichkeitsarbeit und neue Veranstaltungsformate – darunter Lesungen und kulturelle Bildungsschwerpunkte. Auch das Seelsorgeamt der Erzdiözese, das bisher für die öffentlichen Pfarr- und Gemeindebibliotheken zuständig war, begrüßt die Entwicklung.

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Ausgabe 16 |2026


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