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Politische Bildung als kirchlicher Auftrag

Demokratie braucht kontinuierliche Pflege, sie ist nicht selbstverständlich. Politische Bildung hält sie lebendig.
Demokratie braucht kontinuierliche Pflege, sie ist nicht selbstverständlich. Politische Bildung hält sie lebendig.

Welchen Beitrag kann und soll Kirche zur politischen Bildung leisten? Einen wichtigen, wenn es nach dem Forum Katholischer Erwachsenenbildung geht.       

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Ingrid Burgstaller

Politik betrifft alle Menschen. Deshalb ist es so wichtig, dass Entscheidungen verständlich bleiben – gerade in einer Welt, in der viele nach Orientierung und verlässlichem Wissen suchen. Doch wo findet man Antworten, und wem kann man vertrauen? Die Kirche könne hier durch Glaubwürdigkeit punkten, sagt Andreas Weiß, Direktor des Katholischen Bildungswerks der Erzdiözese Salzburg. Er verweist auf das Zweite Vatikanische Konzil: Politische Bildung werde nicht machtpolitisch oder als parteipolitische Einmischung verstanden, sondern als Förderung der Verantwortung von Christen in Gesellschaft, Staat und Welt, basierend auf dem Evangelium.
Die katholische Kirche habe ihren Platz in der Zweiten Republik erst finden müssen, so Weiß. Heute könne sie umso stärker dazu beitragen, Demokratie, Freiheit, Respekt und Menschenrechte zu stärken – Werte, die zunehmend unter Druck geraten. Dafür brauche es Orte, an denen wieder diskutiert und gestritten werden kann, ohne den Respekt zu verlieren. Streit sei produktiv, doch es fehle an Räumen dafür.

 

Gerade die Kirche sieht Weiß als Gastgeberin, um Themen nicht parteipolitisch, sondern inhaltlich zu betrachten. Politische Bildung im kirchlichen Kontext könne so Polarisierung entgegenwirken, Brücken zwischen unterschiedlichen Lebenswelten bauen und zu einer solidarischen Gesellschaft beitragen. 


„Bringen Sie Ihre Fragen mit“


Politische Bildung ist seit jeher Teil katholischer Erwachsenenbildung. Eine österreichweite Initiative möchte diese Angebote nun sichtbarer machen und der politischen Mitte in Zeiten wachsender Polarisierung Impulse geben. Ausgangspunkt ist das Apostolische Schreiben „Neue Landkarten der Hoffnung entwerfen“ von Papst Leo XIV. Darin ruft er zu einer Erneuerung des Engagements für Bildung auf, die sich am Wort Christi orientiert und den Herausforderungen der heutigen Polykrise mit einem „ganzheitlichen Humanismus“ begegnet.


Den Auftakt bildet eine Diskussionsrunde in St. Virgil unter dem Motto #politisch.sein. Das Forum Katholische Erwachsenenbildung eröffnet damit einen Raum für konstruktive Begegnung, sachliche Auseinandersetzung und gesellschaftlichen Dialog. „Bringen Sie Ihre Fragen und Anliegen mit“, lädt Andreas Weiß zur Teilnahme vor Ort oder online ein.

 

 

teilnehmen

 

#politisch.sein als (kirchlicher) Bildungsauftrag
23. Februar, 19 bis 20.30 Uhr
St. Virgil, Salzburg
Am Podium:
Andreas G. Weiß, Direktor des Katholischen Bildungswerks Salzburg und u.a. Autor des Buches „Kirche braucht Bildung!“ (2024), Regina Petrik, Generalsekretärin der Katholischen Aktion Österreich, Markus Schlagnitweit, Direktor der Katholischen Sozialakademie Österreichs (ksoe)
Anmeldung: anmeldung@virgil.at
online-Teilnahme ist möglich, der Link wird rechtzeitig zugeschickt,
alle weiteren Veranstaltungen der Initiative #politisch.sein des Forums Katholische Erwachsenenbildung gibt es hier: www.forumkeb.at

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