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Inhalt:

Auf den Spuren von Paulus

Rund 1.400 Kilometer hatte die Gruppe der Rupertusblatt-Leserreise auf Zypern zurückgelegt – auf einer Insel, die nur etwa 225 Kilometer lang und 90 Kilometer breit ist und doch eine erstaunliche Fülle an Landschaften, Geschichten und Glaubenszeugnissen birgt. 

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David Pernkopf

Zypern, zwischen Orient und Okzident, erwies sich als lebendiges Mosaik aus Gastfreundschaft, bewegter, oft schmerzhafter Geschichte und dichter religiöser Tradition. 
Die drittgrößte Mittelmeerinsel, deren Name wohl vom Wort für Kupfer stammt und bereits im Buch Genesis anklingt, vereint auf engem Raum griechische Mythologie und christliche Überlieferung. Am Aphroditefelsen scheint die Antike greifbar, wenige Kilometer weiter begegnet man den Spuren des Apostels Paulus, der gemeinsam mit Barnabas die Insel durchzog. Die Reise führte durch Gegensätze: griechische und türkische Einflüsse auf der seit 1974 geteilten Insel, Apostelgräber und osmanische Karawansereien, Einsiedlerklause und antike Pracht. Auch die Natur zeigte sich vielfältig: schroffe Küsten, Wälder, Wacholder, Pistazienbäume und die Zypern-Zedern im Troodos-Gebirge auf 1.700 Metern. Zypern war über Jahrhunderte Lebensraum jüdischer Gemeinden – ein Grund, warum Paulus hier predigte. Die Insel wurde zu einem frühen Zentrum des Christentums, was Ruinen und archäologische Stätten aus dem 4. und 5. Jahrhundert belegen. Zu den eindrucksvollsten Orten zählten die Basilika in Paphos mit ihren 80 Säulen, die Basilika von Kampanopetra nahe Salamis sowie die Basilika von Kourion, wo zwischen den Ruinen Eucharistie gefeiert wurde. 


Ein besonderes architektonisches Erbe Zyperns sind die sogenannten Scheunendachkirchen im Troodos-Gebirge. Diese schlichten, von außen fast unscheinbaren Kirchen bergen im Inneren eine überwältigende Fülle an byzantinischen Fresken. Seit 2001 zählen zehn dieser Kirchen zum UNESCO-Weltkulturerbe. Auch das Weindorf Omodos lud zum Verweilen ein.

 


Glaube und Gastfreundschaft


Ein weiterer Höhepunkt war Nikosia, die bis heute geteilte Hauptstadt. Entlang der Green Line wurde die politische Realität greifbar: eine Stadt zwischen zwei Welten. Kirchen, Moscheen, Märkte und Karawansereien erzählten von einer bewegten Vergangenheit. In Famagusta und bei den Ausgrabungen von Salamis wurde die Geschichte der Insel sichtbar. Das Barnabas-Kloster erinnerte an den großen frühen Missionar, dessen Grab dort verehrt wird. Immer wieder aber führte die Reise zurück zu den Ursprüngen des Glaubens. Etwa bei der Paulussäule in Paphos, wo der Apostel der Überlieferung nach gelitten haben soll, oder im Kloster des Einsiedlers Neophytos, dessen Felsenklause nach wie vor eine Atmosphäre tiefer Sammlung und künstlerischer Schaffenskaft ausstrahlt.


Auch kulinarisch waren die Tage reich: Weinverkostungen in den Hügeln, Meeresfrüchte am Strand und die traditionelle Meze (Mahlzeit) in einem Bergbauerndorf. Mehr jedoch als beeindruckende Ziele prägten Atmosphäre, Gemeinschaft und Gastfreundschaft diese Reise – Eigenschaften, die sowohl in der Gruppe als auch bei den Gastgebern in reichem Maß vorhanden waren.   

 

 

Christós anésti – Christus ist auferstanden 

 

Orthodoxes Ostern auf der Insel

Es hat sich gefügt, dass die Leserreisegruppe ausgerechnet zum Osterfest der orthodoxen Kirche auf Zypern weilte – und so nicht nur Landschaft und Kultur, sondern auch die tiefe spirituelle Dimension dieses höchsten Festes miterleben durfte. Einige Bräuche, Symbole und Grußformen seien hier näher erläutert.

 

„Christós anésti!“ – „Christus ist auferstanden!“ – so grüßt man sich in diesen Tagen. Die Antwort lautet: „Alithós anésti!“ – „Er ist wahrhaft auferstanden!“ Dieser österliche Gruß ist gelebtes Glaubensbekenntnis und Ausdruck einer tief verwurzelten Hoffnung.

 

Im Zentrum der orthodoxen Osterbotschaft steht die sogenannte Anástasis, die Auferstehung: Christus durchbricht die Pforten der Hölle, zertritt den Tod und führt die Menschheit ins Leben. Diese Theologie ist in den sogeannten Anastais-ikonen dargestellt und in eindrucksvollen Liturgien gefeiert – etwa in der Osternacht mit der feierlichen Lichtprozession, dem Entzünden der Osterkerze und dem gemeinsamen Gesang des Auferstehungstroparions.

 

„Ein besonderer Osterbrauch in Zypern ist das gemeinsame Osterfeuer sowie das traditionelle Spiel mit roten Eiern“, erklärt Pantales, einer der Betreuer der Gruppe. Die rot gefärbten Eier symbolisieren das Leben und das vergossene Blut Christi; beim Aneinanderschlagen der Eier wird die Kraft der Auferstehung spielerisch erfahrbar. Auffallend ist auch die ruhige, beinahe feierliche Atmosphäre in den Dörfern am Ostersonntag: Geschmückte Straßen, Osterhasen und Eier als Dekoration – eine Verbindung aus östlicher Tradition und westlichen Einflüssen.

 

Kulinarisch gehört das Festmahl ebenso dazu: Nach der nächtlichen Liturgie wird traditionell Magiritsa, eine Ostersuppe, gereicht, bevor am Ostersonntag Lammgerichte, Brot und süßes Gebäck wie Tsoureki den Festtags-Tisch prägen.

Die Reisegruppe feierte den Weißen Sonntag – den Sonntag der Osteroktav – in der Kirche Agios Nikolaos am Meer. Die besondere Atmosphäre dieses Ortes machte die Feier zu einem eindrucksvollen Erlebnis: „Die Orgel ist uns hier das Rauschen des Meeres, die Kerzen, die Sonnenstrahlen und der Blick in die Weite werden zu einem Bild für die Öffnung des ganzen Lebens auf Fülle und Unendlichkeit hin – das ist die eigentliche Ostererfahrung“, sagte Domkapitular Roland Kerschbaum in seiner Predigt. Danahc fand man sich zum Gruppenfoto zusammen, besuchte gemeinsam die Insel und hielt an einem betüröenden Ort am Meer Ostermahl.

 

So wurde Ostern auf Zypern nicht nur bemerkt, sondern erfahren – als Fest der Begegnung unterienander, der Hoffnung und der lebendigen Gegenwart des Auferstandenen.

 

 

Barnabas und ein Konflikt


Im 13. Kapitel der Apostelgeschichte berichtet Lukas, wie Paulus mit Barnabas und Johannes Markus auf Salamis landet und in den Synagogen predigt. Das zeigt, dass es auf der Insel lebendige jüdische Gemeinden gab und dass Barnabas, der „Sohn des Trostes“, aus Zypern stammte. Schon in Kapitel 4 hören wir von ihm: Er verkauft ein Grundstück und legt den Erlös den Aposteln zu Füßen. Es wird sichtbar, dass die frühen Christen nicht nur Güter, sondern Sorgen, Trost und Glauben teilten. Mit diesem Barnabas macht sich Paulus auf den Weg. Barnabas wird zu einer prägenden Gestalt des Christentums auf Zypern; sein Grab wird im Kloster nahe Salamis verehrt. Gemeinsam durchziehen sie die Insel bis nach Paphos. Dort begegnen sie dem Magier Barjesus, auch Elymas genannt, der im Dienst des Prokonsuls Sergius Paulus steht. 


In einem geistlichen Kräftemessen erweist sich Paulus als überlegen und gewinnt den Prokonsul für den Glauben. Die Paulussäule in der Ruine der Basilika von Panagia Chrysopolitissa erinnert daran. Entscheidend ist die Haltung des Paulus: Er verkündet das Wort Gottes offen und ohne Ansehen der Person. Das Evangelium ist für alle bestimmt. Schließlich trennen sich Paulus und Barnabas wegen eines Konflikts um Johannes Markus. Trotz der Auseinandersetzung bleiben sie im Dienst des Evangeliums verbunden. Die junge Kirche wächst auch durch solche Konflikte und durch die gemeinsame Sendung, Christus zu verkünden.

 

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Ausgabe 17 |2026


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