
Salzburg. Ob begeisterte „Profis“, interessierte Gelegenheitswanderer oder neugierige Anfänger – im Pilger-Café sind alle willkommen. Bereits zum zweiten Mal traf man sich im Salzburger Dombezirk im „Offenen Himmel“, um sich rund um das Thema Pilgern auszutauschen und Fragen zu stellen. Bei Kuchen und Kaffee bietet sich die Möglichkeit, im gemütlichen Ambiente Wissenswertes zu den bekannten Pilgerwegen im europäischen Raum zu erfahren. Zumindest ein Pilgerbegleiter ist ebenfalls dabei, um mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
„Es geht darum, dass man zusammenkommt, dass sich alle kurz vorstellen und dass mitgebrachte Fragen besprochen und beantwortet werden. Manche fangen gleich zum Erzählen an, was sie schon alles gemacht und erlebt haben oder was sie gerne machen möchten“, beobachtet Angelika Wimmer, Pilgerreferentin des Seelsorgeamts der Erzdiözese Salzburg.
„Im Pilger-Café findet ein reger Austausch zum Thema statt – unter Leuten, die schon gepilgert sind, die ihre Erfahrungen weitergeben möchten und neue Inspirationen suchen, und solchen, die sich zum ersten Mal auf den Weg machen wollen und konkrete Fragen haben.“ Entsprechend vielfältig seien die Fragen, die aufkommen: Welcher Pilgerweg passt zu mir. Soll ich alleine gehen, mir eine Begleitung suchen oder mich einer begleiteten Gruppe anschließen – und worauf muss ich dabei achten? Wie ist es mit dem Übernachten und der Ausrüstung? Wie plane ich die Etappen am besten? „Auch wenn sich ein überwiegender Teil der Pilger alleine auf den Weg macht, ist niemand auf den bekannten Pilgerrouten wirklich alleine unterwegs. Begegnungen sind ein Teil des Weges“, erzählt die begeisterte Pilgerbegleiterin.
Erfahrungsgemäß seien es etwas mehr Frauen als Männer, die pilgern. Für alle gilt gleichermaßen, dass sie prägende Erfahrungen machen. „Ein Freund von mir sagte, er sei als Wanderer losgegangen und als Pilger angekommen. Er habe gespürt, er sei auf einem besonderen Weg unterwegs.“
Das nächste Pilger-Café findet am Freitag, den 24. April, von
15 bis 17 Uhr im Offenen Himmel, Franziskanergasse 3, Salzburg, statt.
wissenswert

Seit dem vergangenen Jahr ist die erfahrene Pilgerbegleiterin Angelika Wimmer als Pilgerreferentin des Seelsorgeamtes der Erzdiözese Salzburg für dieses Thema zuständig und Ansprechperson für alle Fragen zum Pilgern.
Im Offenen Himmel erhalten Pilgerfreunde Tipps und Anregungen für geplante Wege. Alle können vorbeikommen, die Fragen zu Pilger-Plänen haben – um Erfahrungen auf dem Pilgerweg auszutauschen und von Erlebnissen unterwegs zu erzählen. Pilgerwege sind vielfältig und unterschiedlich.
Der bekannte Pilgerpass für den Jakobsweg lädt zum Sammeln von Stempeln ein und dient als Nachweis für den zurückgelegten Weg. Der Pilgerpass ermöglicht den Zugang zu Pilgerherbergen und ist Voraussetzung für den Erhalt der Compostela – jener Urkunde, die in der Kathedrale von Santiago bestätigt, dass man den Pilgerweg zu Fuß gegangen oder ihn mit dem Rad oder zu Pferd zurückgelegt hat. Der Pilgerpass ist auch ein persönliches Andenken an Etappen, Orte und Begegnungen am Weg.
Die Erzdiözese Salzburg hat ein Programm fürs Gruppenpilgern zusammengestellt, gemeinsam mit Pilgerbegleitenden des Erzbistums München und Freising. Mehr Infos unter: jakobusgemeinschaft.at/pilgerwege
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