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Ein Vorbild für die Frauen in der Kirche

Sie war ab 1976 eine der wichtigsten Stimmen in der Rupertusblatt-Redaktion und wirkt seit 2016 mit ebenso großer Leidenschaft als Präsidentin der Katholischen Aktion Salzburg: Ende Mai feierte Elisabeth Mayer ihren 70. Geburtstag.

Thomas Manhart

Salzburg. Als Frau hat man in der katholischen Kirche einen schweren Stand und kann nichts bewegen? Der Gegenbeweis zu dieser These hört auf den Namen Elisabeth Mayer. So war es kein Zufall, dass der Jubilarin zur Feier ihres 70. Geburtstags ein Who’s who an Persönlichkeiten aus der Erzdiözese  und darüber hinaus persönlich gratulierte: Erzbischof Franz Lackner, Weihbischof Hansjörg Hofer, der amtierende Generalvikar Harald Mattel und sein Vorgänger Roland Rasser, Prälat Balthasar Sieberer, die ehemalige Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler und die frühere Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde Hanna Feingold, ihre Vorgängerinnen als KA-Präsidentin Luitgard Derschmidt und Doris Witzmann, Caritas-Direktor Kurt Sonneck und viele mehr. Sie alle würdigten mit Elisabeth Mayer eine starke Stimme der Kirche, insbesondere der Laien, für die sie sich seit zehn Jahren als nach wie vor unermüdliche Präsidentin der Katholischen Aktion Salzburg einsetzt. 70 und kein bisschen leise – mit diesem Lebensmotto ist Mayer ein Vorbild. Nicht nur für die Frauen in der Kirche.

 

Eine Zeit des Aufbruchs

 

Begonnen hat alles auf den Tag genau 50 Jahre vor der nachträglichen Geburtstagsfeier. Am 1. Juni 1976 trat Elisabeth Mayer in der Rupertusblatt-Redaktion ihren Dienst an und schwärmt rückblickend von einer Zeit der Aufbrüche: „Ich bin ungeheuer dankbar, dass ich in der Kirche so viele tolle Menschen kennen lernen durfte, diese erste Synoden-Generation, die ersten Pfarrgemeinderäte und eine Stimmung im Sinne von: Da geht was weiter, da können wir was machen.“ Das galt auch für das Rupertusblatt.

Das Rupertusblatt hat sich immer als Runder Tisch der Erzdiözese gefühlt und Leute, die die Kirche voranbringen wollten, nach Kräften unterstützt.

„Wir waren sehr früh draußen in den Pfarren und hatten eine unvergleichliche Leser-Blatt-Bindung. Ich war im Laufe der Rupertusblatt-Jahre allein mit 3.000 Menschen aus den Pfarren auf Reisen im Heiligen Land. Dadurch entstanden Beziehungen, die zum Teil bis heute halten“, erinnert sich Mayer. „Das Rupertusblatt hat sich immer als Runder Tisch der Erzdiözese gefühlt und Leute, die die Kirche voranbringen wollten, nach Kräften unterstützt.“ Eine Einstellung, die sie später noch intensiver als Präsidentin der Katholischen Aktion (KA) Salzburg leben sollte.

 

Hochverdiente Glückwünsche

 

Von 1990 bis 2014 wurde die „Macherin“ und Vollblut-Journalistin einer breiteren Öffentlichkeit als ORF-Salzburg-Redakteurin bekannt. Danach folgte besagte Zeit bei der KA, in der sie sich nicht nur innerkirchlich, sondern auch in der Zivilgesellschaft und der Öffentlichkeit für den Dialog einsetzt. Als „schönstes Geburtstagsgeschenk“ freute sich Elisabeth Mayer über ein „Jubelbuch“ mit persönlichen Geburtstagswünschen von A bis Z – vom Historiker Gerhard Ammerer bis zum Theologen Paul M. Zulehner. „Ich glaube, Psychologen werden mit mir nie ein Geschäft machen. Wenn es mir schlecht geht, schau ich in Zukunft einfach in dieses Buch rein. Es ist derart aufbauend, dass es einem wieder gut gehen muss“, freute sich Mayer zum Abschluss über ein schönes  Zeichen der Wertschätzung.       

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Ausgabe 24|2026


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