Aktuelles E-Paper
Salzburg. Es war ihm immer wichtig, das Richtige zu tun und es in der Minute zu erledigen. Er hat in all den Jahren seine Überzeugungen als Christ in die Arbeit getragen und sein Umgang war von Respekt geprägt.“ Mit diesen Worten würdigte Professorin Lore Breitenbach, Laudatorin und Weggefährtin des Geehrten, das Wirken von Professor Johann Siller. Der Lehrer, christliche Gewerkschafter und engagierte Pfarrgemeinderat, der 47 Jahre im aktiven Schuldienst tätig war und jahrzehntelang sein christliches und soziales Menschenbild in den Alltag übertrug, wurde dafür kürzlich mit dem Rupert-und-Virgil-Orden in Gold der Erzdiözese Salzburg ausgezeichnet – ein Ehrenzeichen für besondere Verdienste im überpfarrlichen Bereich, das ihm im Kreis seiner Familie und Freunde von Weihbischof Hansjörg Hofer verliehen wurde.
„Wir stellen damit Menschen in den Mittelpunkt, die Großartiges geleistet haben. Die Verdienste von Johann Siller sind alle aus dem Hintergrund seines christlichen Menschenbildes gekommen. Es ist uns wichtig, dies geziemend festzuhalten und danke zu sagen“, betonte Weihbischof Hofer.
Bereits während seiner Ausbildung engagierte sich Siller in der Katholischen Jugend im Vinzentinum Salzburg sowie in der Betreuung von Salzburger und bayerischen Pfadfinder- und Ministrantengruppen. Mehr als 17 Jahre leitete er den Kirchenchor („Emil Karner Singers“) in St. Koloman und unterrichtete zeitweise Katholische Religion in der Volksschule Gaißau. Zudem war er mit großer Zustimmung direkt gewählter Obmann der Personalvertretung für die Salzburger Landeslehrer, setzte sich für bildungspolitische und familienfreundliche Maßnahmen ein und unterstützte ehrenamtlich die Anliegen des Religionsunterrichts. Laudatorin Breitenbach wies darauf hin, dass der unermüdliche Einsatz für das Gute beim Geehrten schon im frühen Alter verankert war.
Johann Siller nahm den Rupert-und-Virgil-Orden dankend an und betonte, dass der Einsatz im Berufsleben auch von der Familie mitgetragen werden müsse. „Ohne dich wäre es nicht gegangen“, sagte er in Richtung seiner Frau Ulrike.
tom/eds
Aktuelles E-Paper