
Gabi Treschnitzer ist für mich keine Unbekannte: eine starke Frau, eine prägende Persönlichkeit innerhalb der kfb-Familie. Im vergangenen Jahr durfte sie sich über den Erentrudis-Orden freuen. Seit rund zwei Jahren leitet sie die Gruppe in St. Virgil in der Stadt Salzburg. Ich war eingeladen, die Gruppe kennen zu lernen, doch viele der Mitglieder waren mir bereits aus früheren Begegnungen vertraut. Unser Willkommenstreffen fand in der Halle des Bildungszentrums St. Virgil statt. Wir begrüßten einander mit herzlichen, sehnsüchtigen Umarmungen. Das Wiedersehen mit einigen bekannten Gesichtern war einfach schön. Ganz im Sinne des Bibelwortes: „Alle Brüder und Schwestern grüßen euch. Grüßt euch gegenseitig mit dem heiligen Kuss.“ (1 Kor 16,20)
Als wir vollzählig waren, gingen wir gemeinsam in die Kapelle von St. Virgil. Der regnerische, kalte Abend lag noch in meinen Knochen, ein hektischer Tag, geprägt von Wetter, Busfahrten und Dunkelheit. Doch die Stille dieses Ortes erfüllte den Raum. Zehn Minuten Ruhe taten gut. Dann erhellten Kerzen den Raum, begleitet von einem Körpergebet. Ich fühlte mich wieder angekommen und willkommen.
Anschließend wechselten wir in einen gemütlichen Raum mit Sofa und Tischen. Nun begann meine Stunde: Ich durfte erzählen und ich brachte Empanadas, die berühmten Teigtaschen aus Lateinamerika, als Gruß aus meiner peruanischen Küche mit. Gleichzeitig waren sie ein kleiner Vorgeschmack auf unser Angebot „Weltdinner on tour“.
Ein besonderes Anliegen war mir die Übergabe einer Kerze mit unserer Kfb Patronin Katharina von Siena. Ihre Worte begleiten mich im Alltag, besonders wenn es um die Liebe geht: „Die Liebe trägt die Seele, wie die Füße den Leib tragen.“ Mit diesem Satz begann mein kleines Ritual. Gabi ist Leiterin geworden, und das Licht dieser Kerze soll die Gruppe bei jedem Treffen begleiten, stärken und Hoffnung schenken.
Die Frauen erzählten mir von ihren monatlichen Treffen, von Themen, die sie beschäftigen, und davon, wie jede Einzelne einmal im Jahr ein Thema vorbereitet. Die Gruppe hat im Laufe der Zeit viele Besucherinnen erlebt, manche kamen, manche gingen. Doch jene, die geblieben sind, haben ihren Platz gefunden. Und die Umarmung wird weitergegeben. Ich danke euch von Herzen!