
Organisiert wurde die Feier von Andrea Klapper, Leiterin des Caritas Zentrums Wörgl. Zuvor stimmte Pfarrer Stefan Schantl die Gäste in der Pfarrkirche mit einer besinnlichen Andacht und einem besonderen Segen zum Thema Caritas auf den Nachmittag ein.
Die Haussammlung ist die wichtigste Spendenaktion der Caritas und lebt vom persönlichen Engagement zahlreicher Freiwilliger – rund zwei Drittel davon sind Frauen. Sie gehen von Tür zu Tür, führen Gespräche und leisten damit weit mehr als finanzielle Unterstützung: Sie schenken Zeit, Aufmerksamkeit und oft auch Hoffnung. Auch Caritas Direktorin Andrea Schmid war anwesend, betonte die große Bedeutung dieser Aktion und dankte allen Anwesenden von Herzen! 40 Prozent der gesammelten Spenden bleiben in der jeweiligen Gemeinde, 60 Prozent in der Region. Sie kommen direkt Menschen zugute, die Hilfe benötigen – etwa Familien in schwierigen Lebenslagen. Besonders erfreulich sei, dass die Caritas Salzburg ab Herbst 2026 wieder die dringend benötigte Familienhilfe anbieten kann. Gerade in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten und multipler Krisen wächst der Bedarf an Unterstützung. Armut bleibt dabei oft lange im Verborgenen – sichtbar wird sie erst, wenn Rechnungen nicht mehr bezahlt und notwendige Einkäufe nicht mehr getätigt werden können und so die Sorge um das tägliche Auskommen wächst. "Die Caritas hilft in solchen Situationen schnell und unbürokratisch, legt aber zugleich großen Wert auf nachhaltige Unterstützung.
Neben akuter Hilfe bei Themen wie Wohnen und Lebenshaltungskosten steht vor allem die Beratung im Vordergrund, um langfristige Lösungen aufzuzeigen", betonte Andrea Klapper in ihren Grußworten. Darin wird sie derzeit tatkräftig von Praktikantin Sonja Trapp unterstützt. Auch Rosi Guggelberger aus Schwoich, selbst seit vielen Jahren Haussammlerin, nahm am Dankestreffen teil. Ihre Motivation beschreibt sie so: „Die Begegnungen an den Haustüren zeigen mir jedes Jahr aufs Neue, wie wichtig es ist, hinzuschauen. Oft sind es nicht nur die Spenden, sondern die Gespräche, die zählen. Man merkt, wie viel ein offenes Ohr bewirken kann.“ Die Haussammlung ist damit weit mehr als eine reine Spendenaktion – sie ist ein Zeichen gelebter Solidarität. Oder, wie es das diesjährige Motto ausdrückt: „Caritas und DU – gemeinsam helfen WIR schnell, unbürokratisch und nachhaltig. Dort, wo Hilfe gebraucht wird: in der Gemeinde und in der Region.“
Fazit: Dankeschön für die schöne Feier und die Wertschätzung!
Im Bild v. l.: Pfarrer Stefan Schantl, Caritas Salzburg Direktorin Andrea Schmid, Caritas Zentrum Wörgl Leiterin Andrea Klapper, Haussammlerin Tania Zawadil und Praktikantin Sonja Trapp