
Als Referentinnen bereicherten Barbara Sieberth, Geschäftsführerin des Salzburger Friedensbüros, sowie Juliana Krohn, Friedens- und Konfliktforscherin, die Veranstaltung mit wertvollen Impulsen. Anhand eindrucksvoller Beispiele aus der Geschichte – von Bertha von Suttner über Hildegard Goss-Mayr bis hin zu Wangari Muta Maathai zeigten sie, wie Friedensarbeit auch von Einzelpersonen erfolgreich gelebt und gestaltet werden kann. Dabei wurde deutlich, wie bunt, vielfältig und lebendig Friedensarbeit heute ist, wenn wir den Frieden weiter denken!
Im Zentrum stand die Frage, wie Frieden entstehen und nachhaltig bewahrt werden kann. Eine zentrale Erkenntnis lautete: „Frieden fällt nicht vom Himmel. Er muss erarbeitet, gelebt und gepflegt werden.“ Frieden ist kein statischer Zustand, sondern ein dynamischer Prozess, der sowohl eine persönliche Haltung als auch gemeinschaftliches Engagement erfordert. Auch in Politik und Gesellschaft gilt es, die entscheidenden Weichen entsprechend zu stellen. Auch die Rolle der Kirchen wurde hervorgehoben: Sie wirken zugleich als moralische Orientierungsgeberinnen und als aktive Friedensakteurinnen. Aus der christlichen Botschaft von Menschenwürde, Gerechtigkeit und Versöhnung lassen sich ethische Maßstäbe ableiten, die über reine Macht- und Sicherheitslogiken hinausweisen und ein tragfähiges Miteinander ermöglichen. Die Themenwerkstatt der Frauenvernetzung widmet sich jedes Frühjahr einem besonderen Schwerpunkt und findet an wechselnden Orten in ganz Österreich statt.
Die diesjährige Tagung in St. Virgil hat einmal mehr gezeigt: Frieden kann gelernt, gestaltet und gelebt werden – von uns allen. In unseren Bildungseinrichtungen setzen wir uns mit großem Engagement dafür ein – wie ein Blick in unsere Organisationen eindrucksvoll zeigte.