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Der Wildschönauer Krippenweg im Lichterglanz

Ein Funke aus Bethlehem – unser Weg zum Frieden, wenn der Winter das Hochtal fest im Griff hat und die Skisaison ihren Höhepunkt erreicht, zeigt sich die Wildschönau von einer ihrer schönsten Seiten.

Tania Zawadil, kfb Regionalstelle Wörgl
tania.zawadil@eds.at

Gerade in dieser Zeit entfaltet der Franziskusweg seinen ganz besonderen Zauber: Als leuchtende Bühne für die kunstvollen Krippen der Krippenfreunde Wildschönau lädt er zu einem besinnlichen Spaziergang ein.

 

Eingebettet in die eindrucksvolle Kulisse von neun Bronzeskulpturen zu Ehren des heiligen Franz von Assisi, geschaffen vom Bildhauer Hubert Flörl, können die liebevoll gestalteten Krippen in elf beleuchteten Schaukästen bis Anfang Februar bewundert werden. Längst hat sich hier eine schöne Tradition etabliert: die Fackelwanderung auf dem Wildschönauer Krippenweg, die seit nunmehr drei Jahren zahlreiche Besucherinnen und Besucher anzieht und stimmungsvoll ins neue Jahr begleitet.

 

Das Licht von Bethlehem – eine österreichische Idee als Wegbegleiter Im Mittelpunkt der Krippenwanderung 2026 stand erstmals das Friedenslicht.Was viele nicht wissen: Die länderübergreifende Aktion ist eine österreichische Idee, die 1986 vom ORF-Landesstudio Oberösterreich ins Leben gerufen wurde. Seither gilt das Friedenslicht als starkes Symbol des Weihnachtsfriedens. Jedes Jahr wird es kurz vor Weihnachten in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem entzündet, in einer speziellen Sicherheitslampe nach Österreich gebracht und von hier aus in zahlreiche Länder Europas weitergegeben. In Österreich selbst wird das Licht traditionell in Pfarren, Kirchen und Gemeinden im ganzen Land verteilt und erreicht so Millionen Menschen. Auch Papst Leo XIV. würdigt – wie schon seine Vorgänger – dieses Licht als „kraftvolles Zeichen mit großer Strahlkraft“, das für Verständigung, Versöhnung und die Überwindung von Grenzen steht. Unter dem österreichweiten Motto 2025 „Gedanken des Friedens“ entzündeten die Teilnehmenden ihre Fackeln an der Originalflamme aus Bethlehem und trugen diese Botschaft hinaus in die hereinbrechende Winternacht. So wurde sichtbar, was die Welt wirklich zum Leuchten bringt: der Frieden. Worte, die berühren – Musik, die verzaubert Ebenso eindrucksvoll wie das Licht wirkten die begleitenden Texte und die musikalischen Beiträge. Die tiefsinnigen Impulse, die entlang des Weges verteilt vorgetragen wurden, stammten von Religionslehrerin Elisabeth Schellhorn, die mit einfühlsamen Worten zum Innehalten und Nachdenken einlud. Ein weiterer besonderer Moment war der musikalische Überraschungsauftritt des Geschwisterpaares Nina und Rosa Hölzl: Mit ihren himmlischen Harfen- und Harmonikaklängen verzauberten sie alle in der Oberauer Pfarrkirche – was für ein Hörgenuss! Natürlich durften auch das traditionelle Gloria-Wasser-Trinken in der Werkstatt der Krippenfreunde und die Fachgespräche nicht fehlen, ebenso wenig wie das anschließende gesellige Beisammensein im Tirolerhof. Dort klang der Abend in herzlicher Gemeinschaft nämlich wieder gemütlich aus.

 

Ein Weg, der verbindet

 

Das gemeinsame Resümee des Organisationsteams – Elisabeth Schellhorn und Tania Zawadil (kfb), Thomas Breitenlechner (Obmann der Krippenfreunde Wildschönau) sowie Martin Nachberger (kbw Niederau) – bringt die besondere Stimmung dieser Wanderung recht treffend auf den Punkt: Kunst, Musik, Texte und Gemeinschaft prägten diesen Nachmittag auf besonders „feine“ Art und Weise und machten die zentrale Botschaft spürbar: Wir tragen den Frieden in die Welt. Viele gute Gründe also, auch 2027 wieder mit dabei zu sein, wenn es erneut heißt: „Das Leben ist schön auf dem Wildschönauer Krippenweg!“

 

Im Bild (c) Tania Zawadil: Das Organisationsteam (v. l.) Tania Zawadil (kfb), Martin Naschberger (kbw Niederau), Elisabeth Schellhorn (kfb), Thomas Breitenlechner (Obmann Krippenfreunde Wildschönau) und Andreas Mühlegger (Stv. Obmann Hörgenuß Krippenfreunde Wildschönau)


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