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Die Sternsinger lockten sie in die Ferne

Elisabeth Schellhorn, Religionslehrerin aus der Wildschönau, war 42 Jahre lang das Herz der Sternsingeraktion im Hochtal.

Tania Zawadil, kfb Regionalstelle Wörgl
tania.zawadil@eds.at

Ihre „Reise“ begann 1975, als sie selbst noch als Sternsingerin mit der Gruppe durch Oberau zog. Mit nur einem Foto geschminkter Kinder als Anleitung übernahm sie 1977 – nicht ganz freiwillig – als 15-Jährige die Organisation der Aktion in ihrer Heimat. Eigentlich wollte sie nur weiterhin mitsingen, doch da sich niemand anderes fand, sprang sie ein.

 

Was als kurzfristige Lösung gedacht war, wurde zu einer lebenslangen Leidenschaft: Fünf Jahre als Sängerin und 37 Jahre als Organisatorin – insgesamt 42 unvergessliche Jahre mit den Sternsingern. „Wir konnten viel Freude verbreiten und haben selbst unendlich viel Freude erlebt“, resümiert Elisabeth Schellhorn. „Die Spendenbereitschaft war groß, nicht nur an Geld, sondern auch an Süßigkeiten – und natürlich gab es viele lustige Geschichten.“

 

Träume von fernen Ländern

 

Besonders in Erinnerung geblieben ist ihr das Schminken. Das war für uns Sternsinger immer ein Highlight. Heute bedauert sie, dass diese Tradition nicht mehr fortgeführt wird: „Schade, dass es nicht mehr sein soll, denn es gibt nun einmal Menschen mit verschiedener Hautfarbe“. Als langjährige Religionslehrerin, die jetzt langsam in den Ruhestand geht, blickt sie mit einem Lächeln und in großer Dankbarkeit auf ihre Sternsinger-Zeit zurück. Einst sang sie stolz: „Ich bin der Balthasar aus Sansibar …“ – damals träumte sie von diesem fernen Land.

 

In jüngster Vergangenheit ging dieser Traum mit einer unvergesslichen Reise in Erfüllung – nicht durch einen Stern, sondern durch den Wunsch einer ehemaligen Sternsinger-Königin.

 

Das Bild  ist aus dem Jahr 1982 und wurde von Elisabeth Schellhorn aus einem ihrer Ordner "abfotografiert".


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