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Wie sie ihr Leben verlor und es wiedergewann

Ein Autounfall reißt eine junge Familie aus dem Leben. Übrig bleibt nur die Mutter. Wie sie sich ihren Glauben an das Leben zurückeroberte, zeichnet ein Film nach. 

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Monika Slouk

Ein Friedhof am Land. Der Großvater wirft seinem Sohn Jonglierbälle ins Grab nach, erst danach kommt ein Schäuflein Erde. Der 38-jährige Heli war leidenschaftlicher Clown. Neben seinem Sarg stehen die Särge seiner Kinder Thimo (6) und Fini (2). Ein Autounfall hat die drei aus dem Leben katapultiert. Rund um das Grab singen und spielen befreundete Clowns das Lieblingslied der Familie. Mitten darunter Barbara. 


Zwischen Film und Realität


Die 34-Jährige ist übriggeblieben. Sie saß nicht im Unfallauto und steht vor der unfassbaren Aufgabe, ihre drei Lieben loszulassen, um weiterleben zu können. So klar ist das nicht von Anfang an. Sie denkt an Suizid. Doch etwas hält sie davon ab, wie sie später erzählt. „Einerseits wusste ich nicht, wie ich das machen sollte. Andererseits habe ich gelesen, dass Menschen, die sich das Leben nehmen, die Zeit bis zu ihrem eigentlich vorgesehenen Tod in einer Art Warteschleife stecken, und ob ich das glaubte oder nicht, ich wollte es nicht riskieren.“ Heute ist sie froh darüber. 


Valerie Pachner ist eine international gefragte Schauspielerin, die im neuen Spielfilm „Vier minus eins“ die Rolle von Barbara Pachl-Eberhart einnimmt, die Rolle der „übrig gebliebenen“ Frau und Mutter. 


Die Szene am Grab zu spielen, sei eine Herausforderung gewesen, schildert sie rückblickend die Dreharbeiten. „Als Schauspielerin spürst du intuitiv, dass du jetzt weinen musst.“ Das durfte sie aber nicht. Denn es gibt eine Videoaufzeichnung vom Begräbnis im Jahr 2008, auf der Barbara zu sehen ist. Sie weint nicht. Rundherum Menschen, die in Tränen aufgelöst sind, doch die starke Frau kann noch nicht weinen.
Der mit biographie-nahen Verfilmungen vertraute Salzburger Regisseur Adrian Goiginger wollte den Film möglichst eng am Roman von Barbara Pachl-Eberhart halten. „Und wenn wir uns davon entfernt haben, musste es einen dramaturgischen Grund dafür geben“, erklärt er. Dass es kein Dokumentarfilm geworden ist und Szenen erfunden wurden, ist für die „echte Barbara“ richtig: „Man kann ja nicht zwei Stunden lang eine Frau zeigen, die im Bett liegt und nachdenkt.“ Also sind innere Prozesse ins Außen verlegt worden. Etwa der Wunsch, bald wieder ein Kind zu bekommen. „Ich bin froh, dass ich nicht die Gunst der Stunde genützt und einen Mann auf meine Autorückbank verzerrt habe, aber in meinem Wahnsinn damals hätte es auch so kommen können.“ Die Frage sei nicht, was genauso passiert sei, sondern was der Logik entspreche und wahr sein hätte können.


Wunsch nach Taufe


Ins Außen verlegt wurde auch Barbara Pachl-Eberharts Wunsch, die Kinder, die auf der Intensivstation im Tiefschlaf lagen, taufen zu lassen. Im Film spricht Helis Mutter, die Großmutter der Kinder, den Wunsch stellvertretend aus. Barbara erinnert sich an die Zeit davor. „Wir wollten die Kinder taufen lassen, aber erst, wenn sie es bewusst erleben konnten. Irgendwie kam nie der richtige Zeitpunkt. Und dann gab es kein Warten mehr.“ Die Erlebnisse im Krankenhaus würde sie nie vergessen. „Da hätte man leider eine Mr.-Bean-Nummer daraus machen können.“ Der herbeigerufene Pries-ter habe zögerlich, unbeholfen und überfordert auf sie gewirkt. Doch hat er Thimo getauft. „Mit Fini wartete ich noch, weil die Ärzte sagten, sie könnte wieder aufwachen. Ich habe fest daran geglaubt.“ Als auch Fini aus dem Leben schied, verweigerte der Priester sowohl Krankensalbung als auch Taufe, weil man Toten keine Sakramente spenden könne.


„Ich war verzweifelt“, erinnert sich Pachl-Eberhart. „Und dann ist etwas passiert!“ Eine Krankenschwester sagte: „Ich darf das! Jeder darf eine Nottaufe vornehmen.“ Mit fester Stimme habe sie die Taufworte gesprochen und das Kreuzzeichen gemacht. „Mir hat das unglaublich viel bedeutet“, sagt Pachl-Eberhart. „Da kommen mir heute noch die Tränen.“ Im Film sind diese Szenen nicht zu sehen. Bei zwei Stunden Länge mussten Teile gestrichen werden, so ist diese Begebenheit aus dem Spielfilm gerutscht.


Tod ins Leben hereinholen

 
Für Valerie Pachner ist es nicht die erste Rolle, die sie mit dem Tod konfrontiert hat. Ob im Spielfilm „Egon Schiele: Tod und Mädchen“, in der Jägerstätter-Verfilmung „Ein verborgenes Leben“, in der sie Franziska verkörpert, deren Mann, Franz, hingerichtet wird oder auf dem Salzburger Domplatz, wo sie 2023 nicht nur die Buhlschaft verkörperte, sondern als Tod die Worte an „Jedermann“ richtete: „Ich bin der Tod, ich scheu keinen Mann, tret jeglichen an und verschone keinen“. Dennoch hat der Film „Vier minus drei“ bei ihr etwas bewirkt: „Es wäre wichtig, den Tod mehr ins Leben hereinzuholen, damit er seinen Schrecken ein wenig verlieren könnte.“ Weil der Tod ein großes Tabu darstellt, fühlten sich Trauernde isoliert.
Regisseur Adrian Goiginger hat durch den Film die Clown-Philosophie kennen gelernt. „Ich habe Clowns nie gemocht. Erst durch diesen Film habe ich entdeckt, was das für eine mutige Art ist, das Leben zu leben!“ Clowns betrachten die Dinge auf Millionen verschiedene Arten und haben ebenso viele Möglichkeiten zu reagieren. Es gibt nicht nur schwarz oder weiß, trauern oder verlieben, stark sein oder weinen, sondern unendlich viele weitere Möglichkeiten. Zu diesen vielen Möglichkeiten möchte der Film Mut machen. Und wenn er in diesen Tagen in den Kinos zu sehen ist, dann sind Heli und die Kinder sicher auf ihre Art und Weise dabei, davon ist Barbara Pachl-Eberhart überzeugt.

 

Vier minus drei


Barbara und Heli führen mit ihren Kindern Thimo und Fini ein glückliches Leben in der Steiermark. Als Barbara am Gründonnerstag 2008 durch einen Unfall ihre Familie verliert, bricht für die 34-Jährige eine Welt zusammen ... 

 

Vom Leben zum Buch, zum Film


Barbara Pachl-Eberharts Botschaft: Trauern gehört zum Leben, es darf das Leben aber nicht ersetzen. Das wirkt glaubwürdig, weil Pachl-Eberhart nach dem Verlust ihrer Familie beides gelernt hat – zu trauern und wieder zu leben. Wenn der biographie-erfahrene Regisseur Adrian Goiginger (Die beste alle Welten, Der Fuchs) das Thema nun als Kinofilm auf die Leinwand bringt, fragt man sich, wo und wie Realität und Fiktion zusammenfließen. Hauptdarstellerin Valerie Pachner (die im „Jedermann“ Buhlschaft und Tod gleichzeitig gespielt hat, aber auch als Franz Jägerstätters Ehefrau Franziska in „Ein verborgenes Leben“ bekannt wurde) meistert die Herausforderung, die unglaubliche Geschichte einer mitten im Leben stehenden Frau darzustellen, ohne sie einfach nachzuspielen. 

 

Buchtipp
Barbara Pachl-Eberhart, Vier minus drei – Wie ich nach dem Verlust meiner Familie zu einem neuen Leben fand. Heyne Verlag 2010, Neuauflage zum Film 2026. 352 S., Taschenb. 14 €, eBook 9,99 €, ISBN 978-3-453-70506-7.

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Ausgabe 11 |2026

Vier minus drei
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