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Eine der laut eigenen Angaben „ungewöhnlichsten WGs in Wien“ steht im Mittelpunkt der aktuellen Folge des Podcasts „Orden on Air“ (www.ordensgemeinschaften.at). Eine ukrainische Flüchtlingsfamilie berichtet über ihren Alltag im Kloster der Franziskanerinnen der Schmerzhaften Mutter in Wien-Simmering. Seit vier Jahren bereits leben Maksym und Elena Netrylov mit ihren drei Töchtern und den Großeltern mit den Ordensfrauen im Kloster. Was nach dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 als vorübergehende Unterkunft gedacht war, sei zum gemeinsamen Alltag geworden – mit vielen Überraschungen auf beiden Seiten, wie Sr. Elisabeth Knapp, Hausoberin der Franziskanerinnen, berichtet.
Die größte Herausforderung war zu Beginn die Sprache. „Niemand von uns konnte ein Wort Deutsch. Gar nichts. Null“, erinnert sich Maksym. Man verständigte sich mit Händen und Füßen und ein bisschen Englisch. Das sei nun längst vorbei, es hat sich viel getan, auch beruflich: Maksym arbeitet seit vier Monaten als Reiniger und Techniker, Elena im klostereigenen Kindergarten. Aus Menschen, die viel Unterstützung brauchten, seien Menschen geworden, die selbst Verantwortung übernehmen.
„Unsere Heimat ist die Ukraine“, sagt Maksym, dessen Mutter, Schwiegervater und Freunde dort leben. Die Kinder sehen das anders: Sie hätten in Wien ihre Freunde und wollten bleiben, erzählt Elena. Das nächste klare Ziel der Familie ist deshalb die Rot-Weiß-Rot-Karte.
Über die Pfarre hat sich eine eigene Wohnung für die Familie aufgetan – nicht, weil die Schwestern sie loswerden wollen, sondern weil die Familie wieder ein Stück Privatsphäre zurückbekommt. Die neue Wohnung liegt in derselben Straße. Ganz ohne die Schwestern, sagt Elena, könne sie sich ihr weiteres Leben ohnehin nicht vorstellen.
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