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Sein künftiges „Programm“ für die Erzdiözese Wien hat Erzbischof Josef Grünwidl skizziert. Er stehe für eine Kirche mit vertieften Wurzeln im Glauben und in der Gottesbeziehung. Und er stehe für eine Kirche, „die sich einbringt und gut vernetzt ist, ganz besonders mit den spirituell Suchenden, die Raum gibt für Dialog und Begegnung, die ein waches Auge hat für die Fragen der Zeit und für die soziale Wirklichkeit, für Armut, Einsamkeit und Ängste“.
Grünwidl äußerte sich beim Sommerempfang, zu dem er erstmals als Erzbischof Medienschaffende, Menschen aus Kunst und Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und aus der Kirche in das Wiener Erzbischöfliche Palais geladen hatte.
Er sei überzeugt, dass Religion und Glaube immer wichtiger werden, so der Erzbischof. Religion sei die Rückbindung des Menschen an Gott. Diese An- und Rückbindung sei in Zeiten des Umbruchs wichtiger denn je, „sie kann Orientierung und Resilienz schenken, sie bietet Gemeinschaft und ein Obdach für die Seele, ein Sicherheitsnetz im Auf und Ab des Lebens und sie eröffnet eine Hoffnungsperspektive, die über den Tod hinausweist“.
Als eigentliches „heißes Eisen“ der Kirche identifizierte der Erzbischof die Gottesfrage: „Sie treibt uns um, nicht die ‚Gotteskrise‘, denn Gott ist nicht in der Krise. Wir in der Kirche erleben gerade eine kritische Zeit und stehen vor der Frage: Wie können wir besser, überzeugender und verständlicher den Gott der Bibel vermitteln, dass das Leben reicher und existenziell geborgener wird, wenn man sich auf den christlichen Glauben einlässt?“
Kirche sei kein Selbstzweck, „sie ist für die Menschen da und nimmt Anteil an ihren Fragen, Freuden und Sorgen, Hoffnungen und Ängsten“, betonte der Erzbischof. er erinnerte in diesem Zusammenhang an Papst Franziskus, der immer wieder dazu aufgerufen habe, nicht um sich selbst zu kreisen, sondern hinauszugehen zu den Menschen. kap
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