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„Ich spüre sehr viel Wohlwollen“

Hundert Tage im Amt: Erzbischof Josef Grünwidl blickt auf intensive Monate zurück und hat eine Reise zum Papst vor sich.

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Wiens Erzbischof Josef Grünwidl wird kommende Woche zu einer Privataudienz bei Papst Leo XIV. nach Rom reisen. Die Audienz ist am 11. Mai vorgesehen. Neben der Audienz sind auch Termine in vatikanischen Dikasterien geplant. Dabei wolle er „mit einigen Themen kommen, die wir dort besprechen müssen“, so Grünwidl, der am 24. Jänner zum neuen Bischof der Erzdiözese Wien geweiht wurde.


Papst Leo XIV. hatte Grünwidl Mitte Oktober 2025 zum 33. Erzbischof von Wien ernannt; seit der Emeritierung von Kardinal Schönborn als Erzbischof am 22. Jänner 2025 leitete er die Erzdiözese bereits interimistisch als Apostolischer Administrator.


Intensive Zeit


Seine ersten Monate im Amt seien von hoher Intensität, aber auch von breitem Rückhalt geprägt gewesen. „Ich mache das jetzt gerne und spüre sehr viel Wohlwollen und Rückenwind“, so Grünwidl. Zugleich verwies er auf die Herausforderungen der neuen Funktion, „mit noch einmal einer Stufe mehr an Intensität als zur Zeit als Diözesanadministrator, aber es ist eine sehr schöne Zeit“. Und weiter: „Es ist ja, obwohl es natürlich immer wieder auch Probleme und Schwierigkeiten gibt, eine sehr schöne Aufgabe, weil ich tolle Begegnungen habe.“


Papst als Vorbild


Als prägend schilderte der Erzbischof zahlreiche Begegnungen, darunter interreligiöse Kontakte mit dem Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft, dem Oberrabbiner und der evangelischen Bischöfin. Regelmäßig besuche er zudem Krankenhäuser, Pflegeheime oder Gefängnisse. Sein beim Amtsantritt geäußertes Vorhaben, sich einen wöchentlichen freien Tag zu reservieren, lasse sich bislang nur eingeschränkt umsetzen. „Der Papst ist konsequenter, das muss ich erst lernen“, sagte Grünwidl.     kap

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Ausgabe 19|2026


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