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Die österreichische Regierung wird am bewährten Modell des konfessionellen Religionsunterrichts nicht rütteln, betonte Kultusministerin Claudia Bauer kürzlich beim Osterempfang der Vertreterinnen und Vertreter der Religionsgemeinschaften im Bundeskanzleramt. Dass der Europarat dieser Tage wieder den Religionsunterricht infrage stellte, kritisierte sie: „Wir stehen zu diesem Modell des konfessionellen Religionsunterrichts. Aus voller Überzeugung.“ Dafür erntete sie spontanen Applaus aller Anwesenden. Konfessioneller Religionsunterricht sei keine Abschottung, sondern ganz im Gegenteil die Voraussetzung dafür, „dass junge Menschen einander auf Augenhöhe begegnen können, auch über Glaubensbekenntnisse hinweg“, so die Ministerin. Der konfessionelle Religionsunterricht trage zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei, „weil er ermöglicht, die Unterschiede zu erkennen, zu benennen, und zu reflektieren; kritisch und fundiert“.
Der stellvertretende Vorsitzende der Bischofskonferenz, Manfred Scheuer, zeigte sich dankbar für das gute Verhältnis von Staat und den Religionen in Österreich und hob zugleich den universellen Friedensauftrag der Kirche hervor.
Papst Leo XIV. sprach er Solidarität in den Auseinandersetzungen der letzten Wochen zu. Leider gehöre es zunehmend zum derzeitigen Gesamtbild, „dass Worte des Glaubens Einzug halten in politische Kämpfe, dass Nationalismus gepriesen wird und dass Gewalt und bewaffneter Kampf religiös gerechtfertigt werden“, so der Linzer Bischof. Alle Gläubigen müssten dem aktiv entgegentreten, in erster Linie durch ihre Lebensweise. Es sei notwendig, zusammen mit dem Handeln das Gebet, die Spiritualität, den ökumenischen und interreligiösen Dialog als Wege des Friedens zu pflegen.
„Ich habe euch Freunde genannt“, mit diesen Worten Jesu betonte Bischof Scheuer die Freundschaft unter den christlichen Kirchen und den verschiedenen Religionen. „Zur wahren Freundschaft gehört eine positive Sicht der Diversität und der Differenz.“ kap
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