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St. Johann bei Herberstein. Österreichs Bischöfe sind erschüttert über das Leid, das der Iran-Krieg für den Nahen Osten gebracht hat. Sie warnen zum Abschluss ihrer Frühjahrsvollversammlung in St. Johann bei Herberstein vor einem Flächenbrand. „Stopp dem Krieg!“ lautet ihr Aufruf: „Krieg allein ist keine Lösung und kann keine Demokratie herstellen, sondern er legt meist die Saat für noch größeren Hass und neue Gewalt.“
Erzbischof Franz Lackner (im Bild rechts mit Wiens Erzbischof Josef Grünwidl) betonte als Vorsitzender der Bischofskonferenz, dass auch andere Kriege und Konflikte nicht vergessen werden dürften, darunter der seit vier Jahren wütende Ukraine-Krieg. Mehr Bewusstsein und Solidarität mahnten die Bischöfe angesichts der weltweiten Christenverfolgung ein. Das Ausmaß von Verfolgung und Diskriminierung habe zugenommen. Papst Leo XIV. hatte zuletzt von 380 Millionen betroffenen Christinnen und Christen gesprochen.
Angesichts sinkender Geburtenzahlen und Vereinsamung riefen die Bischöfe zu verstärkter Unterstützung von Familien und einer kinderfreundlicheren Gesellschaft auf, inklusive einer stärkeren Väterbeteiligung bei der Care-Arbeit. Im Blick auf die geplante Budgetkonsolidierung forderten die Kirchenoberhäupter besondere Rücksicht auf armutsgefährdete Menschen ein. Ziel sei, die Armut zu verringern und den Druck auf Betroffene nicht weiter zu erhöhen. Schließlich wurde die Bedeutung und Akzeptanz des konfessionellen Religionsunterrichts in Österreich hervorgehoben. Mehr als 90 Prozent der katholischen Schülerinnen und Schüler besuchen diesen Unterricht.
Festgelegt und neu geordnet wurden bei der Bischofskonferenz die inhaltlichen Zuständigkeiten für die nächsten fünf Jahre. So gibt es drei neue „Bischöfliche Kommissionen“: Pastoral und Liturgie, Gesellschaft und Soziales sowie Ökumene und Weltkirche. Der Bischofskonferenz-Vorsitzende Franz Lackner ist nun auch „Medienbischof“.
Übersicht über alle Kommissionen und Referate unter:
www.bischofskonferenz.at
kap
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