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Religionsvielfalt in katholischen Schulen

Rund 30 Prozent sind andersgläubig oder konfessionslos. Eine Tagung in Salzburg thematisierte die daraus entstehenden pädagogischen Herausforderungen.

Salzburg. Wie in einer zunehmend pluralen Gesellschaft  interreligiöses Zusammenleben an katholischen Privatschulen gelingen kann, stand kürzlich im Fokus einer gesamtösterreichischen Fachtagung in Salzburg. Hintergrund war die religiöse Vielfalt an den Bildungseinrichtungen  selbst. Rund 70 Prozent der Schülerinnen und Schüler an katholischen Privatschulen sind katholisch, die übrigen gehören anderen christlichen Kirchen, dem Islam oder weiteren Religionen an oder sind konfessionslos. Diese Realität stelle Schulen vor neue Aufgaben, so die veranstaltenden Institutionen (Österreichische Ordenskonferenz, Konferenz der Schulamtsleiterinnen und Schulamtsleiter Österreichs).

 

Spirituell, aber nicht religiös 

 

In seinem Vortrag zur Zukunft der Religionen beschrieb der Salzburger Religionswissenschaftler Martin Rötting (im Bild) tiefgreifende Veränderungen. Während sich institutionelle Religionen teilweise durch eine „Bastionsspiritualität“ verfestigten, nehme eine individualisierte Spiritualität (etwa in Form von „spiritual but not religious“) deutlich zu. Eine wichtige Grundlage für respektvolles Zusammenleben sei dabei die im internationalen Vergleich „pluralitätssensible Rechtslage in Österreich“. Diese ermögliche es, dass Schülerinnen und Schüler an katholischen Privatschulen den Religionsunterricht ihrer jeweiligen Religion besuchen.

 

Karin Peter, Fachbereichsleiterin Katechetik, Religionspädagogik und -didaktik am Institut für Praktische Theologie der Uni Innsbruck, führte aus religionspädagogischer Perspektive aus: „Eine Schule, die Religion ausblendet, wird dem Bildungsauftrag nicht gerecht.“ Religion sei ein ambivalentes, aber hoch wirkmächtiges Phänomen, das Orientierung geben, aber auch Ausgrenzung fördern könne. Die Auseinandersetzung mit religiöser Pluralität dürfe daher nicht auf den Religionsunterricht beschränkt bleiben, sondern müsse von allen schulischen Akteuren getragen werden.

 

Katholische Schulen gefordert 

 

Aufgrund der Vielfalt und der individuellen weltanschaulichen Zugänge innerhalb der Schülerschaft seien gerade katholische Privatschulen gefordert. Für eine reflexive Auseinandersetzung mit Religion brauche es in einer pluralen Welt die entsprechende Kompetenz und differenzierte Urteilsfähigkeit. 

 

kap

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