"Ich bin immer tief bewegt von den Zeugnissen, die Leute öffentlich geben. Ich höre die schlimmen Erlebnisse und trotzdem geben sich die Angehörigen der Opfer des Konflikts nicht dem Hass hin, sie verzeihen und bitten um Verzeihung“, sagt Georg Haigermoser. Dem Religionslehrer gebe das Mut und Zuversicht, dass sich der Glaube an das Gute im Menschen letztlich durchsetzen kann.
Heuer organisiert Haigermoser die Live-Übertragung der gemeinsamen Feier von israelischen und palästinensischen Familien, die Verluste durch den Konflikt erlitten haben, im Café Imaculada im Afro-Asiatischen Institut (AAI) in Salzburg.
Nach seiner Rückkehr aus dem Westjordanland war es Georg Haigermoser wichtig, sich weiter für den Frieden in der Region einzusetzen. Die Friedensfeier des „Parents Circle – Families Forum“ und der „Combatants for Peace“ nach Salzburg zu holen ist sein Beitrag dazu.
„Frieden ist für mich ein Zustand, aber auch eine Lebenshaltung in der mit gegenseitigem Respekt und gewaltlos am Wohlergehen aller gearbeitet wird“, sagt der Katholik, der sich in seiner Pfarre Salzburg St.-Paul und bei Pax Christi engagiert. „Dort bin ich für die Friedens- und Nahostthematik sensibilisiert worden.“
Im Religionsunterricht spüre er die Sehnsucht junger Menschen und lasse seine Begeisterung für den Glauben, die Gemeinschaft und die Liturgie durchscheinen. „Meine Aufgabe als Religionslehrer kurz vor der Pension ist aber einfach Wissensvermittler für junge Menschen zu sein.“
„We are the day after“ – Friedensfeier für Palästina und Israel, Montag, 20. April, Café Imaculada, Philharmonikergasse 2, Salzburg.
Einlass ab 18.30 Uhr; 19 Uhr: Einführung, 19.30 Uhr: Übertragung auf Arabisch und Hebräisch mit englischen Untertiteln.
Eine Kooperation von AAI Salzburg, Pax Christi, Friedensbüro Salzburg.
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