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Beständigkeit – das ist es, was COPE und sein Entwicklungsprojekt seit 25 Jahren auszeichnet. Eine kleine Gruppe engagierter Menschen hat nie locker gelassen. Aus einer Studienreise der Salzburger Theologischen Fakultät und der Unterstützung einzelner Kinder entstand ein österreichisch‑indisches Freundschaftsnetz, das bis heute trägt. Und es wirkt weit über persönliche Begegnungen hinaus, wie die Zahlen aus 2025 zeigen: 21 junge Menschen konnten ihre College- und Berufsausbildung abschließen und arbeiten nun in stabilen Jobs. 12 Studentinnen haben ihre Pflegeausbildung beendet und bereits Anstellungen gefunden, 38 weitere befinden sich in Ausbildung. 250 Kinder besuchen dank Patenschaften die Schule, die St. Fathima Middle School öffnet 251 Mädchen und Buben aus armutsbetroffenen Familien ihre Türen, in sieben Arivaham-Zentren lernen 291 Kinder, 100 ältere und kranke Menschen werden begleitet ... Doch Zahlen erzählen nur einen Teil der Geschichte.
Günther Jäger, Mitbegründer des Vereins, erinnert sich an ein Dorf, in dem einst nur zwei Menschen lesen und schreiben konnten. Wo COPE heute präsent ist – in der Region Manapparai nahe der Millionenstadt Trichy –, hat Bildung Türen geöffnet, die lange verschlossen waren. Ein Mädchen brachte es einmal schlicht auf den Punkt: „Bildung macht optimistisch.“
Rund 800 Kinder, Frauen und ältere Menschen erreicht COPE derzeit. Immer wieder musste der Verein auf neue Herausforderungen reagieren. Als eine Gesetzesänderung das Ende der Waisenhäuser bedeutete, entstand unter dem Motto „Öffne der Veränderung deine Arme, aber verliere deine Werte nicht aus den Augen“ das „Schule‑ermöglichen‑Programm“. Durch regelmäßige Hausbesuche rückt das Umfeld der Kinder stärker in den Blick, ein großer Gewinn, wie Jäger betont. Wenn er von „wir“ spricht, meint er vor allem das Team vor Ort rund um Projektleiter Jesu Sathianathen, dem die Förderung der Religiosität der Kinder und das Überwinden des Kastensystems zentrale Anliegen sind.
Das Jubiläum fällt in eine Zeit, in der die Entwicklungszusammenarbeit in Salzburg zunehmend unter finanziellem Druck steht. „Gerade jetzt ist es wichtig, dass wir uns engagieren“, betonen Christine Erlinger-Sontag, Günther Jäger und ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter. COPE stehe für Zuversicht – und für die Überzeugung, dass Bildung und Freundschaft die Welt zu einem besseren Ort für alle machen können.
teilnehmen
Benefizkonzert: 25 Jahre Cope
am Sa., 7. März, 19 Uhr, Solitär der Universität Mozarteum, Salzburg mit Benjamin Schmid (Violine), Thomas Riebl (Bratsche), Susanne Ehn-Riebl (Violoncello), Ariane Haering (Klavier), Johann Zhao (Klavier). Programm: Werke von L. v. Beethoven, F. Liszt, R. Schumann
Karten: kupfticket.com/events/cope
Weitere Infos zur österreich-indischen Freundschaft:
www.cope.in
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