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Hoffnung gegen viele Hürden

Syriens Zukunft ist nach dem Sturz der Assad-Diktatur völlig offen. Die Auslandshilfe der Caritas Salzburg war in den schwierigsten Zeiten präsent - auch jetzt. Caritas-Direktor Kurt Sonneck erlebte bei seinem Besuch ein Land zwischen Trümmern und Hoffnung.

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Ingrid Burgstaller

Kinder sind ein Gradmesser dafür, wo Syrien heute steht. „Ein Drittel der Schulen ist während des Krieges zerstört worden. Dazu kommt, viele Lehrerinnen und Lehrer haben das Land verlassen. Es ist zudem keine Ausnahme, dass für das Überleben der Familie auch die Jüngsten arbeiten müssen. Rund drei Millionen Kinder haben gar nicht die Chance zu lernen. Mehr als sieben Millionen Kinder sind auf humanitäre Hilfe angewiesen“, fasst Kurt Sonneck, Direktor der Caritas Salzburg, die Lage zusammen. „In den wenigen funktionierenden Schulen in den Städten drängen sich bis zu 100 Kinder auf dem Boden sitzend in kleinen Klassenräumen“, ergänzt Sarah Hazeem, Mitarbeiterin der Caritas Syrien.


Beiden ist der Schulbesuch ein zent-rales Anliegen. „Bildung schützt vor Ausbeutung und Gewalt. Sie ist die Grundlage für eine Zukunft jenseits der Armut“, sagt Sonneck. Er verweist auf das Projekt „shine“ (scheinen), das in Damaskus und Aleppo den Alltag von Kindern, Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen positiv beeinflusst. Die Zentren bieten ihnen das, was in den Jahren des Bürgerkriegs gefehlt hat: Sicherheit. 


„Die Kinder bekommen am Nachmittag Unterstützung bei den Hausaufgaben. Genauso wichtig sind die kreativen Angebote wie Theaterworkshops, Singen und Tanzen (im großen Bild) und die psychosoziale Begleitung. Fast alle haben Traumatisches erlebt.“ Ein warmes Essen gehört ebenfalls zum Tagesablauf, etwas, das in vielen Haushalten keine Selbstverständlichkeit ist. Gekocht werden die Mahlzeiten in den „shine“-Häusern teilweise von Müttern, die das Team bewusst mit einbezieht. Elternarbeit wird insgesamt groß geschrieben genauso wie die Schulung der Lehrkräfte.  „Das Beeindruckende ist der ganzheitliche Ansatz“, sagt Sonneck. „Es geht nicht nur ums Lernen, sondern darum, jedes Kind in die Mitte zu stellen und in seiner Lebensrealität wahrzunehmen – auch jene mit Behinderungen.“ 

 

Hassan mit seiner Familie, die sich in Aleppo ein neues Leben aufbauen müssen. Begleitung beim Neubeginn


Die Sehnsucht nach Stabilität ist groß – im Kleinen wie im Großem. Die Spuren des Krieges prägen Syrien weiterhin: zerstörte Städte, beschädigte Spitäler und Schulen, zusammengebrochene Versorgungsnetze. Die Wirtschaft liegt am Boden. Hyperinflation, Arbeitslosigkeit und Korruption treiben die Menschen in die Verzweiflung. Aleppo steht exemplarisch für dieses Leid. Jahre der Belagerung, das Erdbeben 2022 und aktuell die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und kurdischen Einheiten haben die Stadt schwer gezeichnet.

Kriege rauben Kindern nicht nur ihre Kindheit, sondern auch die Chance auf eine sichere Zukunft. 

In einem notdürftig hergerichteten Haus lebt Hassan mit seiner Frau und drei Kindern. „Wir haben sie in ihrer eiskalten Wohnung besucht. Der Wind blies durch die Fenster ohne Scheiben.“ Zu Beginn des Krieges floh der Vater wie viele andere in den Libanon – ein Land so groß wie Tirol, das rund eineinhalb Millionen syrische Flüchtlinge aufgenommen hat. Doch auch dort verschärfte die Wirtschaftskrise die Perspektivlosigkeit. Für die in Beirut geborenen Kinder sah Hassan keine Zukunft. 


Die Rückkehr nach Aleppo sollte ein Neuanfang sein, doch der gestaltet sich holprig. Die drei Kinder sind staatenlos. Sie in Syrien zu registrieren, kostet für jedes Kind 50 Dollar – ein durchschnittlicher Monatsverdienst in Syrien liegt bei 80 Dollar. Die Caritas übernimmt nun die Kosten, kümmert sich um Ausweise und die Schuleinschreibung – kleine Schritte zurück in ein selbstständiges Leben. 


„Zu sehen mit welchem Einsatz die Caritas-Mitarbeitenden für die Menschen da sind und das unter denkbar schwierigen Verhältnissen, geht wirklich ans Herz. Vergessen wir nicht, sie sitzen im selben Boot, haben selbst Angehörige verloren oder Familienmitglieder, denen es schlecht geht.“ 


Landwirtschaft beleben


Trotz aller Härten gibt es Momente von Widerstandskraft und Hoffnung. Dazu lohnt sich ein Blick in die Landwirtschaft – vor dem Krieg der wichtigste Wirtschaftszweig Syriens. Zwischen Minen und Trümmern in die Heimat und damit auf die Felder zurückzukehren, die sie einst bewirtschafteten, ist für die Bäuerinnen und Bauern ohne Hilfe oft aussichtslos. 
Mit dem Projekt KAMEH unterstützt die Caritas 1.500 Menschen: mit Tieren, Werkzeugen und vor allem mit Schulungen. „Wir besuchten eine Frau, die an der Farmer School teilnimmt. Sie lernt dort, wie sie ihre Tiere vor Krankheiten schützt, Wasser und Dünger spart und ihre Produkte weiterverarbeitet und vermarktet. Entscheidend ist der wasserschonende Anbau“, erzählt Sonneck. Im Krieg seien Bewässerungsanlagen zerstört worden. Gleichzeitig verschärfe der Klimawandel die ohnehin dramatische Wasserknappheit im Land.


Not kennt keine Grenzen


Die Caritas engagiert sich im In- und Ausland, weil Not keine Grenzen kennt. Und in Syrien bleibt Unterstützung dringend nötig. „Gelingt es nicht, vor Ort eine nachhaltige Existenz aufzubauen, verlassen die Menschen zwangsläufig ihre Heimat – auf der Suche nach einer Zukunft in Sicherheit. Und jene, die geflohen sind, werden kaum zurückkehren, solange es keine Lebensgrundlage gibt.“ Es sei unsere gemeinsame Verantwortung, dafür zu sorgen, dass die Menschen in ihrer Heimat wieder Perspektiven haben, betont der Direktor der Caritas Salzburg.

 

Foto: Franz Neumayr

 

Wissenswert

 

Seit Dezember 2024 ist das Assad-Regime Geschichte: Damals übernahm die Miliz HTS in einer Blitzoffensive das Land. Ein Jahr nach dem Machtwechsel gibt es allen voran aus Aleppo wieder alarmierende Berichte. Zwischen Regierungstruppen und Kurden kam es zu Kämpfen, die erneut eine Fluchtbewegung auslösten.

 

Syrien ist weder sicher noch stabil, die Zukunft bleibt ungewiss. Zerstörte Infrastruktur und politische Spannungen bestimmen den Alltag. Auch nach dem Sturz von Präsident Baschar al‑Assad und dem Ende des 13‑jährigen Bürgerkriegs ringen die Menschen weiter ums Überleben. Straßenzüge bestehen oft aus Ruinen, Müllberge säumen die Wege – eine funktionierende Entsorgung exis-tiert nicht. „Die Stimmung ist ambivalent. Viele wählen ihre Worte mit größter Vorsicht“, berichtet Kurt Sonneck nach einem Lokalaugenschein. 

 

Syrien: Schwerpunktland der Caritas Salzburg

 

Die Caritas arbeitet seit mehr als 20 Jahren in Syrien, gemeinsam mit lokalen Partnern, die das Land in- und auswendig kennen. Viele syrische Mitarbeitende haben selbst alles verloren – und helfen dennoch unermüdlich anderen. „Wir bauen an einer Zukunft. Schaffen wir das nicht, werden noch mehr Menschen Syrien verlassen“, lautet ihr Auftrag. Beistand kommt aus der Erzdiözese Salzburg. „In Damaskus unterstützen wir eine Kinderkrippe der Franziskanerinnen“, so Kurt Sonneck. Er erzählt von der kleinen Rima. Die Eltern konnten sich nicht um sie kümmern, sie wächst bei ihrem Cousin auf. Da er arbeitet, gibt er sie tagsüber in die Kinderkrippe. „Anfangs war sie komplett verschreckt, jetzt blüht sie auf und spricht wieder.“

 

Kriege rauben Kindern ihre Kindheit. In einem liebevollen Umfeld können Defizite aufgeholt werden. Und Spenden können eine sichere Zukunft ermöglichen: 
www.caritas-salzburg.at/spenden-helfen/auslandshilfe

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